Titel: Leeson's Gas-Blaserohr.
Autor: Leeson, H. B.
Fundstelle: 1820, Band 1, Nr. VIII. (S. 108–109)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj001/ar001008

VIII. Ueber das Gas-Blaserohr. Von H. B. Leeson.

Mit Abbildungen. Tab. I.

Aus einem Schreiben an Hrn. Dr. Thomson.17)

Nottingham am 11 August 1819.

Bekannt mit der Nüzlichkeit des Gas-Blaserohrs und mit den Vortheilen, welche dadurch für Wissenschaft und Künste erwachsen könnten, wenn nicht durch die so leicht mögliche Explosion eine unglückliche Gegenwirkung entstünde, wage ich es, Ihnen eine Beschreibung von einem solchen Rohre zu senden, welches hoffentlich diese Gefahr zu verhüten fähig seyn dürfte. Sie werden sich überzeugen, daß es blos ein Bemühen beurkunde, die verschiedenen in ihrem Werke empfohlnen Vorschläge zu verbessern; entspricht mein Vorschlag, so ist mein Streben hinlänglich belohnt, und vielleicht auch für Andere nüzlich.

AB Fig. 10. (Tab. I.) ist eine Büchse mit einer Abtheilung.

Die Theilung A ist der halbe Umfang der Theilung B, und bestimmt, das Sauerstoffgas aufzunehmen.

Die Theilung B soll den Wasserstoff enthalten; beide Gase müssen mittelst des Rohres eingeleitet werden, welches an jeder Abtheilung zu befestigen ist, und welches zur Zeitersparung durch eine Kreuzstange F, wie in der Fig. 11., verbunden werden soll.

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a sind zwei Röhren, um von jeder Abtheilung die Gase fortzuschaffen, welche in eine gemeinsame Röhre bei g kommen, dann durch ein Stück des Rohrs bei d dringen.

e ist ein Hahn, um die Quantität zu reguliren; oo sind die zur Verdichtung angebrachten Röhren.

Sollte diese künstliche Vorrichtung nicht für sicher genug gehalten werden, so können noch zwei Rohrstücke mehr in die Röhren cc geführt werden; oder anstatt dessen kann eine verständige Person zwei Ventile anbringen, um die Vermischung der Gase durch das Zurücktreiben, und das Durchdringen der Flamme zu verhüten, wodurch nach meiner Meinung jede Möglichkeit einer Explosion18) entfernt würde.19)

Aus den Annals of philosophy, September 1819.

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Durch die Richtung der Röhren ce werden sich die Gase übereinander kreuzen, und dadurch desto vollständiger vermischt werden.

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Eine sehr vollständige Abhandlung über das Knallgasgebläse vom Professor Pfaff in Kiel findet sich im XXII. Bande von Schweigers Journal für Chemie und Physik, welche auch besonders unter dem Titel: „Ueber das chemische Gebläse mit Explosions-Gasgemengen, oder den sogenannten Newmannischen Apparat, von C.H. Pfaff, mit 2 Kupfern, gr. 8. Nürnberg Schrag,“(geh. 48 kr.) abgedruckt ist; die wir denen, welche diese wichtige Entdeckung interessirt, zu lesen empfehlen. Dingler.

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