Titel: Preisevertheilung der polytechnischen Vereine in Augsburg und München bei den lezten Industrieausstellungen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1820, Band 1, Nr. XII./Miszelle 2 (S. 128)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj001/mi001012_02

Preisevertheilung der polytechnischen Vereine in Augsburg und München bei den lezten Industrieausstellungen.

In Augsburg erhielten bei der im Oktober v. J. stattgehabten Industrie- und Gewerbsausstellung folgende Konkurrenten die vom polytechnischen Vereine in Baiern gestiftete Medaille. 1) Höschel in Augsburg, Besizer des mathematisch-physikalischen Etablissements Brander und Höschel, wegen seiner vorzüglichen physikalischen und mathematischen Instrumenten. 2) Ignaz Reiser in Augsburg wegen seiner vorzüglich guten gewalzten Metallblechen. 3) Georg Schittisch in Dillingen, wegen plastischer Arbeit, eine Büste der Diana vorstellend. 4) Balthasar v. Hößlin in Augsburg, wegen seinen guten und gemeinnüzigen Steingutfabrikaten. 5) Georg Ganz in Augsburg, wegen vorzüglich guten und geschmackvoll ausgeführten Shawls. Die HH. Schöppler und Hartmann, Wohnlich und Frölich und Dr. Dingler mußten als Vereins-Ausschußmitglieder die ihnen zuerkannte Preis-Medaille ablehnen. Außer diesen Medaillen erhielten noch 26 Konkurrenten Preise-Diplome. – In München erhielten bei der im December v. J. statt gehabten Industrie- und Gewerbsausstellung folgende Konkurrenten die Vereinsmedaille: 1. Der Professor Fraunhofer zu München, wegen der vortrefflichen Instrumente des optischen Instituts v. Utzschneider und Fraunhofer. 2. Der Mechanikus Liebherr zu München, wegen der vortrefflichen astronomischen, mathematischen und physikalischen Instrumente des Instituts v. Utzschneider, Liebherr und Werner. 3. Der Instrumentenmacher Dülken zu München, für die Vorzüglichkeit seiner Fortepiano's. 4. Die Kattunmanufaktur Schöppler und Hartmann zu Augsburg, und 5. die Kattunmanufaktur Wohnlich und Frölich zu Augsburg, beide wegen ihrer ausgezeichneten Fabrikate. 10. Dr. Dingler zu Augsburg, für seine Verdienste um die Färberei in den Wollen- und Baumwollenfabriken. 7. J. Amüller zu Augsburg, wegen seiner sehr gelungenen Seiden- und Shawldruckereiproben. 8. F. X. Fernbach zu München, für seine neue Florentiner-Mosaik- und Marmormalerei auf Holz. 9. Der Meublesfabrikant Hiltl zu München, für seine neue Art von Holzmosaik zu Fußböden. 10. Der Wollenfabrikant Krägler zu Creusen im Obermainkreise, für seine vorzüglichen Merinos und Casimire. – Auf die interessantesten Gegenstände dieser Ausstellungen werden wir in einem der nächsten Hefte dieses Journals zurückkommen.

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