Titel: Selbstaufzeichnender Regenmesser (Rain-Guage)
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1820, Band 3, Nr. XVII./Miszelle 1 (S. 124–125)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj003/mi003017_1

Selbstaufzeichnender Regenmesser (Rain-Guage)19)

Hr. Donovan, Professor der Chemie etc., in Dublin hat eine Vorrichtung mit nachbemerkten Eigenschaften erfunden:

Diese ist berechnet, eine genaue Aufzeichnung über das Regen-Quantum zu halten, welches während einer Zeit-Periode in der Abwesenheit des Beobachters fällt. Es ist nichts dabei zu thun, als Papier in die Maschine zu legen, und diese aufzuziehen. Am Ende jeder Woche nimmt man das Papier heraus und legt ein neues Blatt ein. Man wird jedesmal auf dem Papier angezeigt finden: an welchem Tage und in welcher Stunde und Minute des Tages, der erste Kubik-Zoll Wasser während des Verlaufes einer Witterung (during any series of weather) fiel; wie viele Kubik-Zoll Regen während der ganzen Woche, und in welchen Stunden fielen, wie auch an welchem Monatstage, und ob bei Tag oder Nacht; daher man auch ein genaues Maaß über die Schwere des Regens (showers) erhält:

Ferner, wann der Regen begann; (nämlich insoweit dieses bemerkenswerth war), wie lange derselbe fortdauerte; welche Zwischenräume von erträglich trockenem Wetter waren; und wann der Regen aufhörte.

Es wird auch das Fallen von jedem Zoll Regen mittelst einer Schelle angegeben, welche zugleich zur Nachtzeit, wo man das Detail-Register nicht wohl sehen kann, Kunde ertheilt. Die Untersuchung des Aufzeichnungs-Papiers braucht nicht eben wöchentlich zu geschehen; sie kann auch zu jeder andern Zeit vorgenommen werden.

Diese Maschine zeigt nicht bloß die einzelnen Kubikzolle Regen mit ihrer Zeit an, sondern läßt auch das ganze Quantum auf einen Blik erkennen.

Am Ende der Woche kann man das Aufschreib-Papier an einen Faden befestigen, und so ohne Mühe des Schreibens oder Beobachtens ein ganz zuverläßiges Register halten, wodurch man sich leicht zu jeder Zeit Kenntniß des Wetters in Absicht auf Regen verschaffen kann.

Die Maschine läßt sich auch so richten, daß sie statt der Kubikzolle Regen die Resultate in Augen Mase anzeigt, welches als ein Sechzehntheil einer Pinte, allgemeinere Berechnungen möglich macht.

Sie darf die ganze Woche nur einmal aufgezogen, und mit einem neuen Aufschreib-Papier versehen werden; und hierin besteht auch die ganze damit verbundene Mühe; man kann aber auch |125| die Maschine leicht so konstruiren, daß jene Verrichtung nur in einem Monate einmal nöthig wird. Sie gehet immer in der Ordnung fort; und so komplizirt auch das Ganze ist, so äußerst einfach sind die einzelnen Theile desselben.

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Annals of Philosophy by Thomson September 1820. S. 226.

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