Titel: Miszellen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1821, Band 4, Nr. XLIX. (S. 379–384)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj004/mi004049

XLIX. Miszellen.

Jan's Herbarium technico-georgicum.

Von Prof. Jan'sHerbarium technico-georgicumPlantae tinctoriae (welche wir im ersten Bande unseres Journals S. 251 anzeigten), erschien bereits die erste Centurie, welche folgende Pflanzen enthält124).

Blaufärbende: Cornilla Emerus; Croton tinctorium *; Mercurialis perennis; Melampyrum arvense.

Rothfärbende: Ligustrum vulgare; Lithospermum officinale arvense; Valantia cruciata; Prunus Padus; Hieracium pilosella; Corcopsis verticillata *; Euonymus europaea; Asperula cynanchica, tinctoria *; Galium verum, Mollugo, sylvaticum, boreale; Rubia tinctorum *; Onosma echioides *; Staphylea pinnata; Cornus mascula.

Schwarzfärbende: Lycopus europaeus; Daphne Cneorum; Spiraea Ulmaria; Scorzonera humilis *; Potentilla argentea; Melia Acedarach *; Scutellaria galericulata; Lathyrus Aphaca. *

Gelbfärbende: Phillyrea media *; Circaea lutetians; Crocus sativus *125); Prunus avium; Crataegus monogyna, Oxyacantha; Pyrus communis; Leonurus Cardiaea; Lepidium latifolium *; Amorpha fruticosa *; Lotus hirsutus *, corniculatus; Hieracium umbellatum; Serratula tinctoria; Bidens tripartita; Solidago sempervirens *; Anemone nemorosa; Caltha |380| palustris; Tamarix gallica *; Tamus communis *; Spartium junceum *; Scandix Pecten *; Anthemis tinctoria; Centaurea jacea; Othonna cheirifolia *; Carpinus betulus; Convallaria polygonatum; Clinopodium vulgare; Thlaspi Bursa pastoris; Erysimum Barbarea; Geranium sanguineum; Genista tinctoria, philosa; Anthyllis Vulnerarià; Filago arvensis; Aster Amellus; Solidago canadensis *; Rhinanthus Crista galli; Vitex agnus castus *; Trifolium agrarium; Calluna vulgaris; Corylus Avellana.

Grünfärbende: Bromus secalinus; Rhamnus Frangula; Chaerophyllum sylvestre; Prunella vulgaris; Rhamnus catbarticus; Pulsatilla vulgaris.

Braunfärbende: Rubus fruticosus; Fragaria vesca; Ballota nigra; Senecio Jacobea; Pulmonaria angustifolia *, officinalis; Philadelphus coronarius *; Pinguicula vulgaris; Polygonum aviculare; Inula dysenterica; Thuya orientalis *; Hippophaë rhamnoides; Sanguisorba officinalis; Lysimachia vulgaris; Viburnum Lantana, Opulus; Melampyrum nemorosum; Thlaspi arvense; Ononis Natrix; Prunus Mahaleb *; Cerasus; Solidago Virgaurea.

Auszug aus einem Schreiben aus Lausanne an den Hrn. Redakteur der Biblioteca italiana über Reinigung der Luft in Kellern, in welchen Most gährt, und Erzeugung von kohlensaurer Soda.

Die Gefahren des Eintrittes in einen Keller, in welchem Most gährt, sind eben so allgemein bekannt, als die Schwierigkeit, die Luft in denselben zu bessern. Lezteres gelang jedoch durch gekrümmte blecherne Röhren, welche mit einem Schenkel in das Spundloch der Fässer, in welchen die gährende Flüssigkeit sich befindet, mit dem anderen in ein Gefäß mit Wasser eingesenkt wurden, welches leztere man mit einem anderen vertauschte, sobald das Wasser hinlänglich mit kohlensaurem Gase gesättiget war.

Hr. Bischoff, Chemiker zu Lausanne, benüzte diese Vorrichtung zur Erzeugung kohlensaurer Soda aus Kochsalz und Potasche, indem er nämlich das kohlensaure Gas durch mehrere Gefäße ziehen läßt, in welchen Kochsalz und Potasche in Wasser aufgelöset ist. Er erhielt dadurch eine basisch kohlensaure Soda, welche durch leichtes Glühen zur einfachen kohlensauren Soda wurde. Dieses Verfahren wird in den Umgebungen von Lausanne, wo man Wein baut, bereits im Großen angewendet, und das basisch kohlensaure sowohl als das einfache mit vielem Nuzen in Künsten und Gewerben angewendet126). (Biblioteca italiana. Mai 1820. S. 262.)

Mittel gegen Sublimat und andere Quecksilber-Vergiftungen.

Der berühmte Toxikolog Orfila erklärte Eiweiß als das beste Mittel gegen Sublimat-Vergiftung. Dr. Joach. Taddei, Prof. der |381| Pharmakologie zu Florenz, fand127), daß Weizen-Kleber (Gluten) den Sublimat weit bester zersezt, und denselben entsäuert, wenn er im Verhältnisse von 4:1 demselben beigesezt wird, Weizen-Kleber, auch nach der Vergiftung mit Sublimat den Thieren gereicht, rettet sie von dem Tode. Da aber Weizen-Kleber sich nicht in Wasser auflöset, so räth er denselben mit 1/10 Potaschen-Seife zu mengen, und dann im Wasser aufzulösen. Diese Auflösung wird während 24 Stunden öfters umgerührt, und auf einem Ofen abgeraucht, wo dann der Rückstand, den Hr. Prof. TaddeiEmulsiva di glutine nennt, gepulvert, und zum stündlichen Gebrauche mit der gehörigen Menge Wassers gemengt bereit ist.

Der Demant.

Während Dr. Brewster den optischen Bau des Bernsteines untersuchte, gerieth er auf die Vergleichung desselben mit dem Demant. Er fand einige ganz sonderbare Aehnlichkeiten zwischen diesen beiden Substanzen, und ein Demant both ein ganz neues und unerwartetes Phänomen dar, welches wahrscheinlich einiges Licht über sein Entstehen und seine Bildung gewähren kann. Dieselbe Erscheinung findet sich auch an dem Bernsteine. Es ist „das Daseyn kleiner Lufttheilchen in beiden Substanzen, deren Expansiv-Kraft den Theilen, welche mit der Luft in unmittelbarer Berührung stehen, einen polarisirenden Bau ertheilte. Dieser Bau zeigt sich durch vier Sectoren des polarisirten Lichtes, welche ein Luftkügelchen umgeben, und kann durch Kunst sowohl im Glase als in gelatinösen Massen hervorgebracht werden, wenn eine drückende Kraft sich in Kreisen von einem Punkte aus fortsezt. Es ist offenbar, daß eine solche Wirkung nicht von irgend einer Art von Krystallisation entstehen kann, und wenn diese Behauptung irgend eines Beweises bedürfte, so würde es hinreichend seyn zu sagen, daß ich in mehr dann zweihundert Mineralien, die ich untersuchte, nie die geringste Spur davon gefunden habe, auch nicht in irgend einem der künstlichen Salze, die aus wässerigen Auflösungen sich krystallisieren. Diese Wirkung kann also nur aus der Expansiv-Kraft der in dem Demante und Bernsteine eingeschlossenen Luft hervorgehen, während beide noch in einem so weichen Zustande sich befanden, daß sie von einer geringen Kraft zusammengedrückt werden konnten. Daß dieser einer Zusammendrückung fähige Zustand des Demantes nicht durch Hize erzeugt werden konnte, ist aus der Natur und aus der neueren Bildung des Bodens, in welchem er gefunden wird, offenbar (manifest)128); daß er nicht in einer Masse vorhanden seyn konnte, die aus dem Wasser sich niederschlug, ist noch mehr einleuchtend; und daher werden wir, aller übrigen Analogie nach, zu dem wahrscheinlichen Schlusse geleitet, daß der Demant wie der Bernstein, vielleicht durch Verdichtung eines Pflanzenstoffes entsteht, welcher nach und nach durch Einwirkung der Zeit und der langsamen Thätigkeit der Körperkräfte eine krystallinische Form erhält.“ Diese polarisirende Struktur wurde an flachen regelmäßig krystallisirten Demanten, und auch an einem vollkommen oktaedrischen Demante gefunden. Edinb. Phil. Journal.

|382|

Naphtha in Steinkohlen. Von Hrn. Joh. Murray.

Sie haben in Ihren sehr interessanten Versuchen über Steinkohlen und die Abarten derselben sich geäußert, daß Sie glaubten, Naphtha sei zunächst ein Kohlenprodukt, und im Kohlengase vorhanden. Hr. Intow von Intow-Hall gab mir ein Stück quarzigen Sandsteines, welches in bedeutender Tiefe in einer der Whitehaven-Gruben gefunden wurde, und auf welchem die Steinkohlen auflagen. Dieser Sandstein, wenn er gebrochen oder geschabt wurde, roch ganz nach Naphtha, und gab auch Naphtha durch Destillation. (Thomsons Annales of philosophy. Decemb. 1820. Nr. 96. S. 466.)

Einfache Methode das Schießpulver zu untersuchen. Vom Geheimen-Rath Hermbstädt.

Zur Zergliederung des Schießpulvers habe ich eine sehr einfache Methode ausgemittelt, die in Folgendem besteht. Ich bestimme das quantitative Verhältniß des Salpeters, indem ich das Pulver auslauge, und die Lauge zur Trockne abdunste. Um die Masse des Schwefels zu erforschen, menge ich einen Theil des zart zerriebenen Pulvers, mit seinem gleichen Gewicht sehr reinen Salpeter, bringe hierauf sein doppeltes Gewicht von Salpeter in einem Platintiegel zum Schmelzen, und wenn die Masse ins Glühen kommt, trage ich das erstere Gemenge von Salpeter und Schießpulver bei kleinen Portionen hinzu. Es erfolgt eine kaum merkbare Verpuffung, ohne irgend eine Zerstörung der verpuffenden Materie. Nach vollendeter Detonation, wird der Rückstand in Wasser gelöst, und die gebildete Schwefelsaure, durch salpetersauren Baryt ausgesondert, nachdem vorher die Flüssigkeit durch Salpetersäure neutralisirt worden war. Aus der Masse der Schwefelsaure die sich im ausgeglüheten schwefelsauren Baryt befindet, berechne ich nun die Masse des Schwefels der im Schießpulver enthalten war. Die so gefundenen quantitativen Verhältnisse des Schwefels und des Salpeters stimmen mit denjenigen ganz genau überein, deren sich die hiesige königl. Pulvermanufaktur bedient; ich kann daher keinen Irrthum begehen, wenn ich das Deficit bei der Analyse auf Rechnung der Kohle seze, die im Pulver enthalten war. Eine viermalige Wiederholung der Arbeit, gab gleichförmige Resultate; daher schließe ich, daß diese Zergliederungsart sehr zuverläßig ist. (Schweiggers Journal für Chemie und Physik. I. Bd. 1821.)

Herrn Grothuß's Bereitung einer rothen Farbe, die den Carmin an Feuer übertrifft.

Wenn man Carmin bei 12° R. mit flüssigem Ammonium digerirt, so nimmt derselbe den Farbestoff, den er anflößet, in sich auf, und läßt einen blaßrothen erdig scheinenden Rükstand zurük. Concentrirte Essigsäure bis zur Sättigung nach und nach in die kalische Auflösung eingetröpfelt, schlägt den Färbestoff nieder, welcher dem Ammonium die prächtigste Farbe mittheilte, und bildet einen brennend rothen Niederschlag. Da er außerordentlich zart ist, so muß man Alkohol zusezen, um denselben sich weniger verdichten zu lassen. Man gießt die Farbenloß gewordene Flüssigkeit ab, wascht den Niederschlag mit Alkohol, und troknet ihn ab. Diese herrliche Farbe dient vorzüglich zur Miniatur-Mahlerei, bei welcher man den Carmin seiner Dichtigkeit wegen nicht immer gebrauchen kann129). (Annal. gen. de sciences physiques. Sept. 1820. Giornale di Fisica Seite 467.)

|383|

Ueber das Färben der Agathe. Auszug eines Schreibens des Dr. Mac Culloch an Dr. Brewster.

Die Agathe mit abwechselnden Lagen von Weiß und Schwarz kamen bisher durch den Handel aus Indien; seit dem Frieden aber erhalten wir sie in so großer Menge aus Deutschland, daß sie sehr an ihrem Werthe verlieren. Leztere werden künstlich gefärbt, und die Steinschleifer halten dieses Verfahren geheim. Es besteht darin, daß sie den Agath in reiner Schwefelsäure sieden, wodurch einige Lagen sehr bald schwarz werden, während andere ihre natürliche Farbe behalten, und andere sogar in ein helleres Weiß übergehen, wodurch ihr Werth noch mehr erhöht wird. Diese Wirkung hat jedoch nur an jenen Agathen statt, welche am Rade polirt wurden, und scheint von dem Oele abzuhängen, welches der Stein während der Politur verschlang, was dadurch noch wahrscheinlicher wird, daß einige den Stein vorher in Oel kochen, ehe sie denselben in Schwefelsäure sieden, wo sich dann unvollkommene Schwefelsäure entwickelt.

Auch die Indier haben ihre Arcana, um die Oberfläche der Agathe zu bleichen. Wir erhalten von ihnen Carneole mit den bizarrsten weißen Zeichnungen auf der Oberfläche, welche sie auf folgende Weise erzeugen. Sie bedecken den Stein mit kohlensaurer Soda, und bringen denselben dann auf einige Augenblicke in das Feuer. Der weiße Schmelz, welcher dadurch entsteht, ist so hart, als der Stein selbst ursprünglich ist, und dient zuweilen sehr glücklich zu Cameen. Aus den Annal. de Chim. et de Phys. Jan. 1820.

Ueber verschiedene Härte des Gußeisens.

Hr. Parkes bemerkt in den Annales de Chim. T. XII. p. 153. daß einige Walzen aus Gußeisen von demselben Guße so hart wie Stahl, andere so weich wie Eisen ausfallen: diese geben bei dem Abdrehen Späne von 1/8 Zoll Länge, während die Abfälle von jenen so fein wie Nadelspizen sind. Die Ursache dieser auffallend verschiedenen Harte liegt einzig im Guße: die weichen Walzen werden in Formen von Sand gegossen, die harten in Formen von Gußeisen, wo das Eisen sehr schnell erkaltet, und an der Oberfläche erhärtet.

Was eigentlich Rost am Eisen bildet.

Hr. Marschall Hall, M. D., hat in einem Aufsaze (Memoir on the combined Agencies of Oxygen Gas et of Water in the Oxydation of Iron) im Quarterly Journal (auch im Repertory of Arts etc. II. Series. CCXII. Jänner 1820. S. 99.) durch eine Reihe von Versuchen erwiesen: |384| „Daß das Wasser durch das Eisen nicht, wie die angesehensten Chemiker bisher lehrten, zersezt wird; daß sein Sauerstoff sich nicht mit dem Metalle verbindet, und der Wasserstoff dadurch frei wird; sondern daß reines Wasser bei der gewöhnlichen Temperatur der Atmosphäre von dem Eisen nicht zersezt werden kann, sobald es von allem verschlungenen Sauerstoffgase frei, und von der Berührung mit der atmosphärischen Luft vollkommen abgesperrt ist. Eben so wenig vermag Sauerstoffgas oder atmosphärische Luft, von aller Feuchtigkeit beraubt, bei der gewöhnlichen Temperatur das Eisen zu oxydiren. Oxydirung des Eisens fordert die vereinten Kräfte des Sauerstoffes und des Wassers, und Wasser scheint bloß das Medium zu bilden, durch welches der Sauerstoff auf das Wasser wirkt: vielleicht, daß der Sauerstoff gar nur als Hydrat auf das Eisen wirken kann.

Wenn gewöhnliches lufthaltiges Brunnen-Wasser, gegen den weiteren Zutritt der atmosphärischen Luft gesichert, auf Eisen wirkt, so bildet es ein schwarzgrünes Oxyd, das rostbraun wird, sobald man der atmosphärischen Luft den Zutritt zu diesem Wasser neuerdings gestattet.

Gelatine aus Knochen. Von Hrn. Joh. Murray.

Sie wissen, daß die Franzosen sich die Ehre zuschrieben, die ersten gewesen zu seyn, welche durch verdünnte Kochsalzsäure Gelatine aus den Knochen ausgezogen, und dieselbe als Nahrungsmittel in Spitälern etc. angewendet haben. Hr. Karl de Gimbernat, königl. baierscher Legationsrath, versicherte mich jedoch, daß der erste Versuch hierüber von ihm angestellt war, und daß er denselben während der Belagerung von Strasburg zuerst in Anwendung brachte. Die Belagerten wurden dadurch in den Stand gesezt eine längere Zeit über Widerstand zu leisten, als sie, ohne dieses Mittel auf alle Schrecknisse der Hungersnoth gebracht, nicht im Stande gewesen seyn würden sich zu halten. Es ist nichts wie Billigkeit, demjenigen sein Verdienst zu sichern, dem es angehört. (Aus Thomsons Annals of Philosophy. Decemb. 1820. N. 96. S. 466.)

Ueber das Aussterben der Obst-, besonders der Aepfelbäume. Von dem hochw. Wilh. Williamson zu Westbere bei Canterbury.

Der Hochw. Hr. Williamson sucht zu beweisen, daß das Aussterben der Obstbäume nicht vom Alter des Stockes, von welchem die Pfropfreiser genommen sind, herrühre, indem sonst aus Kernen gezogene Stämme davon befreit bleiben müßten, was nicht der Fall ist, sondern daß vorzüglich die kalten Sommer, die seit dem Jahre 1811 so oft wiederkehrten, Ursache des Verderbens der Obst-, besonders der Aepfelbäume, sind. Er räth, mit dem Aushauen alter kränkelnder Bäume zu warten auf bessere Sommer, und führt einen Fall an, wo mehrere Obstgarten, die ganz ausgetragen schienen, und zur Axt bestimmt waren, in dem lezteren wärmeren Sommer wieder reichlich zu treiben und tragen begannen. (Im Auszuge aus den Transactions of the London Horticultural Society. Aus dem Repertory of Arts, Manufactures et Agriculture. II Series. N. CCXXIV. Januar 1821. S. 115.

|379|

Die mit einem Sternchen bezeichnete wachsen nur in Italien im Freien; alle übrigen sind auch bei uns in Baiern wild wachsend, und können stündlich von unseren Färbern versucht werden.

|379|

Crocus sativus oder Saffran wächst nirgendwo in Baiern wild, obschon Hr. von Schrank denselben als in Baiern wild wachsend in seiner Flora aufführt. Er wird sogar nirgendwo in Baiern gebaut, obschon man ihn bauen könnte.

|380|

Man kann eben so das kohlensaure Gas in Bierkellern und Brandweinbrennereien benüzen. A. d. Uebers.

|381|

Sopra un nuovo Antidoto pel Sublimato corrosivo e per le altre preparazioni venefiche del mercurio, ricerche chimico mediche del S. Gioach. Taddei etc. 8 Firenze. 1820. Vergl. Biblioteca italiana. Junius 1820. S. 416.

|381|

Offenbar? kann nicht ein uraltes Steinchen sich in eine neuere Bildung verlieren? A. d. Uebers.

|382|

Die Mahler und Deßinateurs lößten den Carmin zum Coloriren bisher mit Vortheil in Aez-Ammonium auf. Da aber das Aez-Ammonium |383| auch die Metalloxyde und Erden mit denen der Carmin bei seiner Bereitung niedergeschlagen wird, auflöset, welches das kohlensaure Ammonium nicht thut, so verdient Hr. Grothuß's Verfahren den Carmin aufzulösen den Vorzug. Das Sättigen des Ammonium mit Essigsäure um den Farbstoff wieder niederzuschlagen, ist nicht immer nöthig, da man die Lösung auch vortheilhaft so verwenden kann, indem sich nach dem troknen das Ammonium verflüchtigt und das rothe Pigment rein zurük läßt. Verdiken läßt sich die Ammonikalische Lösung des Carmin mit etwas Tragantschleim. Die Lösung des Carmin in mildem Ammonium gibt die allerschönste rothe Tinte. D.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: