Titel: Ueber das Färben der Agathe. Auszug eines Schreibens des Dr. Mac Culloch an Dr. Brewster.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1821, Band 4, Nr. XLIX./Miszelle 8 (S. 383)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj004/mi004049_8
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Ueber das Färben der Agathe. Auszug eines Schreibens des Dr. Mac Culloch an Dr. Brewster.

Die Agathe mit abwechselnden Lagen von Weiß und Schwarz kamen bisher durch den Handel aus Indien; seit dem Frieden aber erhalten wir sie in so großer Menge aus Deutschland, daß sie sehr an ihrem Werthe verlieren. Leztere werden künstlich gefärbt, und die Steinschleifer halten dieses Verfahren geheim. Es besteht darin, daß sie den Agath in reiner Schwefelsäure sieden, wodurch einige Lagen sehr bald schwarz werden, während andere ihre natürliche Farbe behalten, und andere sogar in ein helleres Weiß übergehen, wodurch ihr Werth noch mehr erhöht wird. Diese Wirkung hat jedoch nur an jenen Agathen statt, welche am Rade polirt wurden, und scheint von dem Oele abzuhängen, welches der Stein während der Politur verschlang, was dadurch noch wahrscheinlicher wird, daß einige den Stein vorher in Oel kochen, ehe sie denselben in Schwefelsäure sieden, wo sich dann unvollkommene Schwefelsäure entwickelt.

Auch die Indier haben ihre Arcana, um die Oberfläche der Agathe zu bleichen. Wir erhalten von ihnen Carneole mit den bizarrsten weißen Zeichnungen auf der Oberfläche, welche sie auf folgende Weise erzeugen. Sie bedecken den Stein mit kohlensaurer Soda, und bringen denselben dann auf einige Augenblicke in das Feuer. Der weiße Schmelz, welcher dadurch entsteht, ist so hart, als der Stein selbst ursprünglich ist, und dient zuweilen sehr glücklich zu Cameen. Aus den Annal. de Chim. et de Phys. Jan. 1820.

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