Titel: Dyson's Verbesserung an Hobeleisen und Drehemeisseln.
Autor: Dyson, Thomas
Fundstelle: 1821, Band 5, Nr. LV. (S. 309–311)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj005/ar005055

LV. Beschreibung des dem Thomas Dyson, Sensen-Manufacturisten zu Abbey-Dale in der Pfarre Sheffield der Grafschaft York ertheilten Patentes auf eine Verbesserung oder auf Verbesserungen an Hobeleisen und Drehemeisseln. Dd. 11. November 1820.

Aus dem Repertory of Arts, Manufactures et Agriculture. Juni 1821.

Ich erkläre, daß meine Erfindung in Folgendem deutlich beschrieben ist: sie besteht, in Hinsicht auf die Hobeleisen, aus einem losen Schneideisen (cutter), welches auf folgende Weise verfertigt und gebraucht wird. Man nehme ein Stük dünnen Rollstahles, und schneide dasselbe nach der Form eines Hobeleisens, Schneideisen (cut-iron) genannt, und |310| lasse die Höhlung oder den Schliz bis zu dem oberen (nämlich dem stumpfen) Ende des Schneideisens hin laufen, versehe die beiden Eisen- oder Stahlplatten mit einer Schraube nach Art und Weise der jezt gebräuchlichen doppelten Hobels eisen (ein rundes Loch für die Schraube statt eines Schlizes ist alles was man braucht) und bringe zwischen diese Platten obiges Schneideisen: die Schraube wird es darin festhalten. Dieses Schneideisen wird durch die Platten gestelzt und gestärkt, und kann, mittelst des Schlizes, durch bloßes Nachlassen der Schraube eingeschoben und herausgenommen, auch so lang vorgeschoben werden, bis es gänzlich aufgearbeitet ist, wo sodann, wenn es nöthig wird, ein neues eingesezt werden kann. Dasselbe kann auch bei den gegenwärtig gebräuchlichen Doppelhobeln angewendet werden, wenn selbst die Schneideisen aufgearbeitet sind.

Was die Drehemeissel betrifft, so ist meine Erfindung und die Art der Anwendung derselben durch die bei den Hobeleisen gegebene Erklärung bereits hinlänglich erläutert: auch diese Drehemeissel bestehen aus einem losen Schneideisen, welches zwischen zwei Eisen- oder Stahlplatten kommt, welche an dem Zangenende zusammengeschweißt und mit einer Schraube, wie bei dem Hobeleisen, befestigt werden.

Bemerkungen des Patentträgers.

Die großen Vorzüge, welche diese doppelten Hobeleisen mit doppelt verfeinerten Gußstahl-Schneideisen vor den übrigen voraus haben, berühr auf einer eigenen Methode des Härtens und Cämentirens, wodurch ihrem gewöhnlichen Fehler, auszulassen oder an der Schneide sich zu drehen, vorgebeugt wird; überdieß haben sie, da sie so dünn sind, kein schleifen nöthig, indem ein Wezstein hinreicht um die Schneide stets in guter Ordnung zu erhalten.

Den Hobeleisen fehlt es meistens an ungleicher Harte, und sie brechen, wenn sie sehr hart sind, öfters an der |311| Schneide. Die Patent-Schneideisen sind aber durchaus von gleicher Harte, und taugen zur gröbsten Arbeit, ohne daß sie an der Schneide brächen, oder sich umkehrten. Da ein neues Patent-Schneideisen um beinahe ein Drittel der Kosten des ganzen Artikels eingesezt werden kann, so ergibt sich hieraus eine bedeutende Ersparung für denjenigen, der davon Gebrauch macht.

Der Patent-Träger kann mit Zuversicht seine aus Patent-Gußstahl verfertigten Schneideisen empfehlen, da sie besser sind als diejenigen, die nach irgend einer anderen Methode verfertigt werden.

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