Titel: Uebersicht aller im Jahre 1820 in Frankreich ertheilten Patente.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1821, Band 5, Nr. LXXIV. (S. 481–497)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj005/ar005074

LXXIV. Uebersicht aller im Jahre 1820 in Frankreich ertheilten Patente auf Erfindungen, Verbesserungen und Einführungen (Brevets d'invention de perfectionnement de d'importation).

Aus dem Bulletin de la Société d'encouragement pour l'Industrie nationale. 1820. S. 347.

Hrn. E. Adam, zu Montpellier, d. 16. Sept. für 15 Jahre, auf einen neuen Destillir-Apparat.

Hrn. Aitken und Steel, zu Paris, d. 13. Sept. für 10 Jahre, auf Verbesserungen bei dem Erbauen von Dampf-Maschinen.

Hrn. Allard, zu Paris, d. 21. Sep., für 5 Jahre, auf ein Verfahren einer Säule oder irgend einem walzenförmigen, kegelförmigen, sphärischen oder sphäroidalen Körper das Ansehen eines aus einem Stüke gegossenen, behauenen oder bemeisselten Körpers zu geben. – Am 17. Nov. erhielt derselbe für 5 Jahre, ein Certificat auf Zusäze und Verbesserungen zu obigem Patente.

Hrn. H. C. Armand, zu Paris, d. 30. Dec. für 5 Jahre, auf ein kosmetisches Zahnpulver, welches er Mund-Erhalter (conservateur de la bouche) nennt.

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Hrn. F. Arpin, zu St. Quentin Dpt. de l'Aisne, d. 27. Jun., für 5 Jahre, auf eine Maschine um Gewebe während des Webens nach der Breite des Kammes zu spannen: er nennt sie den immerwährenden Spanner (tendeur perpétuel).

Hrn. B. Bacheville, zu Paris, d. 12. Mai, für 5 Jahre, auf ein Schönheits-Wasser für den Puztisch, unter dem Namen eau des odalisques.

Hrn. J. C. Barnet, zu Paris, d. 19. Mai, für 15 Jahre, auf eine neue Drukerpresse.

Hrn. Baruch Weil, zu Paris, d. 26. Jun., für 5 Jahre, auf eine neue feuerfeste Glasur um das Porzellan gegen das Springen und gegen jeden Riß zu sichern.

Hrn. Bauvais, und Comp., zu Lyon, und Gebrüder Dugas, zu St. Chamond, Dpt. de la Loire, d. 22 August, für 5 Jähre, auf eine neue Bearbeitung der zu Flor bestimmten Seide, sie mag roh oder gesotten, gefärbt, oder roh oder gesotten gesprenkelt, oder aus rohen oder gekochten Fäden von einem bis zu zwanzig seyn.

Hrn. A. J. Beauvisage zu Paris, d. 4. Mai, für 5 Jahre, auf gewisse Mittel zur matten Appretur aller Arten Wollen- Leinen-Baumwollen- und Seidenzeuge, vorzüglich aber der sogenannten Merinos. Am 26. August erhielt er ein Certifikat auf Zusäze und Verbesserungen zu obigem Patente für 5 Jahre.

Hrn. Bilbille zu Paris, und Hrn. Lenteigne zu Seiches, Dpt. de M. und Loire, d. 6. März, für 5 Jahre, ein Certifikat auf Zusäze und Verbesserungen zu dem, dem Hrn. Leistenschneider d. 23. Februar 1816 für 15 Jahre ertheilten, und ihnen abgetretenen Patente auf Maschinen zur Fertigung von Velin-Papier.

Hrn. G. Bittleston, zu Paris, d. 31. August, für 10 Jahre, auf Bruchbänder mit Federn, die sich drehen.

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Hrn. J. B. Bizet, zu Paris, d. 6. Sept., für 5 Jahre, auf eine Badewanne, die er Umlaufs-Badewanne (baignoire a circulation) nennt, in welcher das zum Bade dienende Wasser sich von selbst erhizt, und mittelst eines kleinen Feuerherdes am Boden dieser Wanne sich in seiner Temperatur erhält.

Hrn. Bordier-Marcet, zu Paris, d. 30. Sept., für 15 Jahre, auf eine Schiffslaterne mit Luftzug, sidus navale genannt, anwendbar zu jedem Gebrauche auf der See, und vorzüglich zu Signalen bei Nacht in der nautischen Telegraphie.

Hrn. F. Bourdel, zu Paris, d. 15. April, für 5 Jahre, auf einen Schönheits-Teig, den er göttlichen Venusteig (pâte divine de Venus) nennt.

Hrn. F. Bresson, zu Paris, d. 24. November, für 5 Jahre, auf eine Dampfmaschine mit oberem Druke, in welcher man das Wasser in dem Kessel mit dem verdichteten Wasser des Kühlers unterhält.

Hrn. G. Brokedon, zu Paris, d. 24. Jul., für 15 Jahre, auf Erzeugung cylindrischer Metalldrähte in allen Graden von Gleichheit und Feinheit.

Hrn. Brouguiéres, zu Nieul, Dpt. der unteren Charente, d. 2. Aug., für 15 Jahre, ein Certifikat für Zusäze und Verbesserungen zu dem am 11 Dec. 1817. auf 10 Jahre ertheilten Patente auf einen Destillir-Apparat.

Hrn. L. J. Brunél, zu Lyon, d. 20. März, für 15 Jahre, ein Certifikat für Zusäze und Verbesserungen zu dem am 16. August 1819 für 5 Jahre erhaltenen Patentes auf ein Flintenschloß zum Abfeuern mit Knallpulvern.

Hrn. J. F. Capron, zu Paris, d. 1. Junius, für 5 Jahre, auf eine hydraulische Maschine, Norpac genannt. Ebendemselben wurde am 30 Dec. ein Certifikat aus Zusäze und Verbesserungen zu diesem Patente ertheile.

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Hrn. G. Caron, zu Brésan, Dpt. d'Herault, d. 20. April, für 10 Jahre auf einen Destillir-Apparat.

Hrn. J. M. Cazeneuve, zu Paris, d. 19, Februar, ein fünftes, und d. 17. Junius ein sechstes Certificat für 10 Jahre, auf Zusäze und Verbesserungen zu dem am 10. Mai 1818, für 15 Jahre, ertheilten Patente auf bewegliche und geruchlose Senkgruben.

Hrn. Cellier-Blumenthal, zu Paris, d. 16. März, für 15 Jahre, auf einen Apparat zum Abkühlen des Bieres.

Hrn. R. Chedebois, zu Paris, d. 4. Mai, für 10 Jahre, auf neue Schornstein-Kappen.

Hrn. W. Collins, zu Valogne, Dpt. de la Manche, d. 8. Mai, für 5 Jahre, auf ein Flintenschloß, welches das Eindringen der Feuchtigkeit in die Pfanne unmöglich macht.

Hrn. R. Copland, zu Paris, d. 7. November, für 10 Jahre, auf eine Maschine, die er die atmosphärische nennt, durch welche er eine bewegende Kraft mittelst einer Wassersäule oder einer anderen schweren Flüssigkeit erzeugt.

Der Demoiselle S. Coppinger, zu Paris, d. 7. Sept., für 5 Jahre, auf eine neue Methode den Kindern die französische und englische Sprache zu lehren.

Hrn. J. T. Corbett, zu Paris, d. 13. Sept., für 10 Jahre, auf eine Maschinen-Spindel, um sowohl mit der Hand als auf der Spinnmühle etc. verschiedene faserige Stoffe zu spinnen: er nennt sie den Regulator (regulateur).

Hrn. Coulet, siehe Peramy.

Den HHrn. J. F. Couturier und F. A. Labbey, zu Paris, d. 23. December, für 5 Jahre, auf einen Apparat das Rauchen der Schornsteine zu hindern, welchen sie denn Ventilator oder pneumatischen Roseneinsaz (rosace pneumatique) nennen.

Hrn. Crosley, siehe Hágue.

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Hrn. D'Artigues, zu Paris, d. 13. Mai, für 15 Jahre, auf eine Maschine zum Belegen und Abschleifen der Spiegelgläser.

Hrn. J. L. Depoubert, zu Paris, d. 22. Sept., für 5 Jahre, auf ein Feuergewehr, welches mit Knallpulver abgefeuert wird.

Hrn. E. Degrand, zu Marseille, d. 23. Mai, für 5 Jahre, auf Vorrichtungen an Feuer-Maschinen.

Der Frau Delacour, zu Paris, d. 12. Mai, für 5 Jahre, auf einen Schönheits-Teig, Lippen-Mittel (Topique labial) genannt, wodurch die Lippen weich gemacht und vor dem Aufspringen gesichert werden: auch anwendbar auf die Hände bei kalter Witterung. Dieselbe erhielt ein Certificat auf Zusäze und Verbesserungen zu diesem Patente d. 27. Jul. für 5 Jahre.

Den HHrn. Delahoussaye und Jaime, zu Paris, d. 17. Nov., für 10 Jahre, auf eine mechanische Lampe, in welcher das Oel zum Dochte durch ein Druk- und Saugwerk aufsteigt.

Hrn. Delbeuf, zu Paris, d. 21. Sept., für 5 Jahre, auf einen mit einem am Rande ausgehölten Dekel geschlossenen Kessel, in welchem man schnell und ohne Verdünstung Fleisch und Gemüse kochen kann: er nennt ihn Delbeuf's Kessel (Marmite Delbeuf).

Hrn. F. Delpont, zu Paris, d. 8. Mai, für 5 Jahre, auf Verfertigung von Tschakos mit zwei Filzen.

Hrn. N. Derode, zu Bordeaux, d. 5. Jul., für 5 Jahre, auf einen immerwährenden Destillir-Apparat.

Hrn. P. Despiau, zu Paris, d. 25. April, für 5 Jahre, auf einen Mechanismus um Stoffe von aller Breite zu weben.

Hrn. C. Dihl, zu Paris, d. 24. Jul., für 5 Jahre, auf ein zweites Certificat auf Zusäze und Verbesserungen zu |486| dem am 23. Okt. 1817 für 15 Jahre erhaltenen Patente auf eine Mischung zu einem Kitte, welcher sich zur Aufführung und Erhaltung der Gebäude verwenden läßt; die Verbesserungen beziehen sich auf das Auflegen hölzerner getäfelter Fußboden von allen Farben auf diesen Kitt etc.

Den Hrn. Dodé und Frin, zu Paris, d. 8. Jänner, für 10 Jahre, auf ein Verfahren, nach welchem man alle Arten von Basreliefs auf Porzellan sowohl im freyem Feuer als in der Muffel verfertigen kann.

Hrn. J. E. V. Donat, zu Paris, d. 31. Jänner, für 10 Jahre, ein Certifikat auf Zusäze und Verbesserungen zu dem am 4. Dec. 1819. für 15 Jahre ihm ertheilten Patente über schnelle Abtroknung des Harnes, und Behandlung des aus den Senkgruben herausgeschaften Unrathes in den ersten 24 Stunden nach der Reinigung derselben: diese Zusäze und Verbesserungen bestehen in zwei Mechanismen zum Zerkleinen und Durchsieben der zum Aufsaugen des harnsauren Kalkes nöthigen verschiedenen Materialien. Derselbe erhielt d. 6. April ein zweites Certifikat auf Zusäze und Verbesserungen zu demselben Patente auf Bereitung des zum Aufsaugen des Harnes nöthigen Kalkes, und ein drittes auf Zusäze und Verbesserungen zu demselben Patente d. 25. October: jedes für 10 Jahre.

Den Hrn. Dronsart und Jakob, zu Paris, d. 31. Jänner, für 5 Jahre, auf eine Handmühle zum Mahlen als er Arten von Körnern und Saamen.

Hrn. J. F. Dufort, zu Paris, d. 28. Febr., für 5 Jahre, ein Certifikat auf Zusäze und Verbesserungen zu dem am 19. Nov. 1819 ihm für 5 Jahre ertheilten Patente auf Erzeugung einer Art von Pappendekel aus Abfällen von Leder und Häuten.

Hrn. H. M. Dufour, zu Paris, d. 24. Jul., für 5 |487| Jahre, auf Verfahrungs-Arten bei Verfertigung neuer, gesunder und tragbarer, öffentlicher oder Privat-Abtritte.

Hrn. Dugas, siehe Beauvoy.

Hrn. M. Duras, zu Paris, d. 6. Sept., für 5 Jahre, auf Verfahrungs-Arten bei Erzeugung und Reinigung der zur Zurichtung des Leders und der Häute nöthigen. Oele und Fette.

Hrn. Humphrey Edwards, zu Paris, d. 19. Mai, für 5 Jahre, ein Certifikat auf Verbesserungen und Zusäze zu dem am 25. April 1815, ihm für 10 Jahre ertheilten Patente auf Dampf-Maschinen mit doppeltem Druke.

Demselben d. 30. Dec., für 15 Jahre, auf eine Dampfmaschine oder Pumpe mit einfacher oder doppelten Bewegungskraft ohne Gefahr von Explosion.

Hrn. Faes siehe Schuster.

Hrn. A. Ferdinand, zu Paris, d. 24. Jänner, für 5 Jahre, auf ein Verfahren bei Verfertigung von Einlegebrettchen (cartelles), um mit Ersparniß Musiknoten schreiben zu können.

Hrn. P. Fortin, zu Paris, d. 26. Dec., für 10 J., auf einen verbesserten Papinian'schen Digestor, in Verbindung mit einem Ofen, den er den hydraulischen nennt (f. hydraulique) und welcher sowohl zum Kochen des Fleisches als der Gemüse dient.

Hrn. L. Fougerol, zu Paris, d. 2. August, für 10 Jahre, Certifikat auf Zusäze und Verbesserungen zu dem Patente, welches d. 24. Sept. 1813 Hr. Maréchal, der ihm dasselbe abtrat, für 15 Jahre erhielt, auf Verfertigung von Schornstein-Kappen.

Hrn. R. L. Foullon, zu Paris, d. 31. März, für 15 Jahre, auf einen Kothgauchen-Apparat, ökonomische Senkgrube genannt (appareil à vannes, dit fosse d'aisance économique)

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Hrn. Frin, siehe Dou.

Hrn. P. M. Frogier, zu Paris, d. 2. Nov., für 5 Jahre, auf eine neue hermetische Schliessung, welche sich sowohl bei Gefäßen, die man in Künsten und Gewerben, als bei solchen, die man bei Hause braucht, anwenden läßt.

Hrn. J. F. Gaillard, zu Paris, d. 18. Dec., für 5 Jahre, auf Vorrichtungen an einer Kutsche, welche nach Belieben alle gewöhnliche Formen aller Arten von Kutschen aus zunehmen vermag, und welche er la Gaillarde nennt.

Hrn. Gebrüdern Gaucheret, zu Paris, d. 28. Febr., für 5 Jahre, auf Erzeugung mechanischer Feuer- und Lichtschirme, welche er Panorama-Schirme (Écrans-Panorama) nennt.

Hrn. J. A. Gaudet, zu Paris, d. 15. April, für 5 Jahre, auf eine Kaffee-Maschine mit doppeltem Seiher, um Kaffee ohne Verdunstung zu sieden.

Hrn. T. Gawan, zu Paris, d. 16. März, für 10 Jahre, auf Bandagen zur Zurükhaltung der Nabel- und Leistenbrüche.

Hrn. J. P. J. Gay, zu Montpellier, d. 24. Octob., für 5 Jahre, auf ein Verfahren in der Weinbereitung, welches sich auf jede durch Gährung erhaltene Flüssigkeit anwenden läßt.

Hrn. Gensse Duiny, zu Amiens, d. 26. Jun., für 5 Jahre, auf Erzeugung einer Art von Wollentuch, welche er Cloth (sprich Clohs) und Doppel-Cloth (clauthse et Double Clauthse) nennt.

Hrn. D. Georg, zu Lyon, d. 30. Dec., für 10 Jahre, auf ein Verfahren bei Verzinnung des Eisenbleches und eiserner gestrekter und geschlagener Röhren von jedem Durchmesser zur Verfertigung von Dachrinnen, Ablaufröhren und ähnlichen Vorrichtungen bei dem Baue eines Hauses.

Hrn. P. Gérente, zu Paris, d. 25. Oct., für 15 |489| Jahre, auf ein Verfahren bei Verfertigung hohler oder dichter, mit reinem oder legirten Kupfer oder was immer für einer Metall – Composition überzogenen Cylinder zum Druken der Leinwand oder anderer Zeuge.

Der Demoiselle E. Gervais, zu Montpellier, d. 24. Aug., für 10 Jahre, auf einen Apparat zur Verdichtung der Alkohol-Dämpfe, welche sich mit der Kohlensäure während der Gährung des Traubenmostes entwikeln.

Hrn. Giraudi de Bouyon, zu Marseille, d. 6. Jun., für 10 Jahre, auf Verfertigung eines befruchtenden Vegetations-Pulvers. Demselben d. 22. Dec., für 10 Jahre, ein Certifikat auf Zusäze und Verbesserungen zu obigem, Patente.

Hrn. Glukbert, Bruder und Schwester, zu Paris, d. 17. Jun., für 5 Jahre, auf ein Oel zur Erhaltung der Haare, fluide de Java genannt.

Hrn. J. B. Godart, zu Amiens, d. 16. März, für 5 Jahre, auf eine Maschine zur sogenannten kleinen oder großen Arbeit (grillage) an gewebten Stoffen.

Hrn. J. B. P. Gohier zu Paris, d. 15. März, für 10 Jahre, auf einen tragbaren Ofen zur Verkohlung des Holzes und Gewinnung der brenzelichten Holzsäure und des Theeres.

Hrn. L. M. Gosset, zu Paris, d. 11. Jul., für 5 Jahre, auf Verfertigung eines Schlag-Feuergewehres, welches mittelst Knallpulvers abgefeuert wird.

Hrn. P. Groves, zu Paris, d. 6. März, für 5 Jahre, auf einen Mechanismus zur Verfertigung von Achsen und Büchsen an Kutschen, welchen er die Universal-Drehebank (tour universel) nennt.

Hrn. G. Guèmal, zu Paris, d. 30. Jun., für 5 Jahre, auf eine Maschine für die sogenannten vier Species in der Arithmetik, die er den Verifikator und mechanischen Rechenmeister |490| (le verificateur et le calculateur mécanique) nennt.

Hrn. F. Guillaume, zu Paris, d. 24. Jan., für 5 Jahre, auf eine Maschine, die Bothe stromaufwärts zu treiben, welche er Both mit doppeltem Steuerruder (bâteau à double gouvernail) nennt.

Den Hrn. Hague und Crosley, zu Paris, d. 11. Nov., für 10 Jahre, auf eine neue Dampfmaschine.

Denselben, den 22. Nov., für 10 Jahre, auf ein neues Verfahren zum Heizen der Wohnungen, Werkstätte und anderer Gebäude, zum Hizen und Troknen verschiedener Substanzen, zum Sieden und Abdampfen verschiedener Flüssigkeiten mittelst eines von atmospärischer Luft befreiten Apparates.

Hrn. Heathcoat, zu Paris, d. 8. Mai, für 15 Jahre, auf Maschinen zur Verfertigung von Spizen, welche man in England bobin-net nennt.

Hrn. P. Hirigoyen, zu Budos, Dpt. de la Gironde, d. 7. Dec., für 15 Jahre, auf Verfertigung von Papier und Pappendekel aus Stroh.

Hrn. Jacob siehe Dronsart.

Hrn. Jaime s. Delahousaye.

Hrn. J. B. Jalabert, zu Paris, d. 17. Jun., für 5 Jahre, auf ein Tafel-Rèchaud mit dreifachem Boden und doppeltem Luftzuge, welches mittelst eines kleinen baumwollenen Dochtes geheizt wird, und welches er aequicalor nennt.

Hrn. P. J. Jean, zu Paris, d. 9. Okt., für 5 Jahre, auf ein neues Billard, welches in der Form von Kragsteinen (en console) den Vortheil der Bequemlichkeit mit jenem der höchsten Genauigkeit verbindet.

Hrn. C. Jeunesse, zu Paris, d. 30. Dec., für 5 Jahre, auf einen Schatten-Sattel (selle ombrifère).

Hrn. C. Jordis, zu Paris, d. 26. Jun., für 15 Jahre auf Metallkugeln, die man an Achsen anbringen kann, um die Abnüzung derselben zu vermeiden.

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Hrn. Labbey, s. Couturier.

Hrn. Laboulaye-Marillat, zu Paris, d. 19. Febr., für 15 Jahre, auf Apparate und Verfahrungsarten, mittelst welcher er nun im Stande ist, alle Arten von Geweben in ganzen Stüken, Wolle, Baumwolle, Seide, Garn etc. und auch Häute inwendig so jetensiv wie auf der Oberfläche zu färben.

Hrn. Lacombe dem Sohne, zu Alais Dptt. du Gard, d. 23. Aug., für 5 Jahre, auf ein Tretrad um die Haspel beim Abwinden der Seide von Cocons in Bewegung zu sezen.

Hrn. L. F. Laresche, zu Paris, d. 30. Sept., für 5 Jahre, auf ein neues Vorlegwerk an Repetir-Uhren ohne Repetir-Räderwerk, und auf einen Weker, an welchem man das Repetir-Werk anbringt.

Den Hrn. Lartigue und Loze, zu Bourdeaux, d. 8. Mai, für 10 Jahre, auf Verfahrungs-Arten, Rohzuker-Syrupe zu entfärben, durch Niederschlagung zu klären, und zu konzentriren, und dieß mittelst einer Abdampfungs-Maschine in offenem Feuer.

Hrn. L. J. Lecaron, zu Amiens, d. 7. Sept., für 5 Jahre, auf besondere Verfahrungsarten Manchester (velours à coton), zu Meubeln und Tapeten zu druken.

Hrn. Lefevre, dem älteren Sohne, und Portail, zu St. Quentin, Dpt. de l'Aisne, d. 25. Apr. für 5 Jahre, auf ein Mittel den Faden ohne Kurbel auf die Spindeln der sogenannten Mull-Jennys aufzuwinden.

Hrn. J. C. A. Lemaire, zu Paris, d. 28. Febr., für 5 Jahre, auf einen Apparat, mit welchem man bei Hause Dampfbäder nehmen kann.

Hrn. P. A. Lemare, zu Paris, d. 31. März, für 5 Jahre, auf sogenannte autoclaves, um Gefäße oder Dampfkessel hermetisch zu schließen. Derselbe erhielt am 7. Sept., für 5 Jahre, ein Certifikat auf Zusäze und Verbesserungen zu obigem Patente.

Demselben, d. 21. Sept., für 10 Jahre, auf Ofen, Rechauds, Kessel für Bäder, Küchen und Manufakturen, welche sich mit wenig Feuermateriale sehr schnell erhizen, |492| und welche er hidrauliques autoclaves et non autoclaves, chlamydés et non chlamydés nennt.

Demselben, d. 30. Sept., für 10 Jahre, ein Certifikat auf Zusäze und Verbesserungen zu vorigem Patente.

Hrn. Lenteigne s. Biebille.

Hrn. P. Leroy, zu Paris, d. 4. Dec., für 5 Jahre, auf eine Maschine, um Baumwollen-Piqués von besonderer Zeichnung zu fertigen, und deren Eintrag in die Kette verschlungen ist.

Hrn. J. C. M. Loque, zu Paris, d. 22. Aug., für 10 Jahre, auf Erzeugung eines neuen Düngers, den er Stercorat nennt, und welcher aus einer Mischung von Darmkoth und Harn mit anderen Substanzen besteht.

Hrn. A. Lorgnier, zu Boulogne, d. 11. Nov., für 10 Jahre, Certifikat auf Zusäze und Verbesserungen zu dem d. 27. Apr. 1813 für 15 Jahre erhaltenen Patentes auf Erzeugung von Falzziegeln.

Hrn. Loze, s. Lartique.

Hrn. Magendie, zu Paris, d. 8. Mai, für 15 Jahre, Certifikat aus Zusäze und Verbesserungen zu dem, dem Sieur Raimond d. 28. Aug. 1819 für 15 Jahre ertheilten, Patente auf ein mechanisches Both von seiner Erfindung.

Hrn. Manicler, zu Paris, d. 27. Mai, für 15 Jahre, auf Apparate und Mittel den Torf zu verkohlen, und daraus ein Feuerungs-Materiale zu erzeugen, welches ohne Geruch brennt, und welches er Manicler's Kohle (charbon manicler) nennt.

Hrn. C. H. Manjot, zu Paris, d. 1. März, für 15 Jahre, auf Apparate um den Talg und alles Fett in eine Substanz zu verwandeln, welche alle Eigenschaften und Kennzeichen des Wachses besizt. Derselbe erhielt d. 2. Nov. ein Certifikat auf Zusäze und Verbesserungen zu obigem Patente, auf 15 Jahre.

Hrn. Manoury-Dectot, zu Paris, d. 30. Dec., für 15 Jahre, auf eine sich drehende Feuer-Maschine, volant |493| dynamique genannt, mit einem Regulator (regulateur de force).

Hrn. Mary, s. Peramy.

Hrn. G. Merijot, zu Paris, d. 22. Jun., für 10 Jahre, auf Verfahren eine neue Art von Bougie zu machen, die er bougie optime nennt350).

Der Frau Milcent Scherickenbick, zu Paris, d. 26. Aug., für 5 Jahre, auf Männer- und Frauenzimmer-Hüte aus Cachemire, Merinos, Wolle, Ziegen- oder Kemmel-Haar, Seide, Garn, Baumwolle, und Baumwollengarn.

Hrn. Monaron, zu Lyon, d. 30. Sept., für 5 Jahre, auf Anwendung von Platten und Cylindern aus Tuff, Schiefer und anderen porösen Steinen, sowohl natürlichen als künstlichen, zum Druken auf Zeuge.

Hrn. D. J. Montagne, zu Paris, d. 26. Jun., für 5 Jahre, auf eine Maschine zum Flachsbrechen.

Hrn. J. L. Morize, zu Paris, d. 28. Febr., für 5 Jahre, Certifikat auf Zusäze und Verbesserungen, zu dem unter dem 14. Dec. 1819 auf 5 Jahre erhaltenen Patente auf Vorrichtungen an einer Kaffee-Maschine mit doppeltem Seiher, um Kaffee ohne Sieden und ohne Verdünsten zu kochen.

Hrn. Nalder, zu Paris, d. 21. Sept., für 10 Jahre, auf ein Verfahren, wornach er aus elastischem Gummi Federn für Hosenträger, Handschuhe, Gürtel, Kniebänder, Perüken, Mieder, Stiefel, Schuhe etc. verfertigt.

Der Madame Naquet, zu Paris, d. 27. Jun., für 5 Jahre, auf ein Schönheits-Oel, huile de Célébés genannt.

Hrn. Naquet und Mayer, zu Paris, d. 30. Dec., für 5 Jahre, ein Certifikat auf Zusäze und Verbesserungen zu dem für 5 Jahre d. 29. Okt. 1817 ihm ertheilten |494| Patente auf ein Oehl zur Erhaltung der Haare, welches sie huile de Macaçar nennen.

Hrn. N. Noury, zu Rouen, Dpt. de Seine infér., d. 19. Febr., für 5 Jahre, auf eine Bewegung des Kammes zum Baumwolle streichen.

Hrn. Paulet, dem älteren Sohne, und den Gebrüdern Sevenne, zu Marvejols, Dpt. de la Lozère, d. 31. Jul., für 5 Jahre, auf eine Pumpe, welche auf eigene Weise die bewegende Kraft vervielfältigt.

Hrn. L. A. Paulmier, zu Paris, d. 22. Jun., für 5 Jahre, auf eine neue Art von Lithographie mittelst des Radiermessers.

Hrn. Pauwels, dem Sohne, zu Paris, d. 13. Sept., für 5 Jahre, auf einen ökonomischen Kessel zum Kochen der Speisen.

Den Hrn. Peramy, Coulet und Mary, zu Lyon, d. 11. Aug., für 5 Jahre, auf eine Vorrichtung mit 2 Stangen, welche sie an einem Ketten-Strumpfwirkerstuhle métier à tricot sur chaîne) anbringen, und womit sie die neuen Fabrikate, à filets carrès, à six pans, à grands purs et ovales, à gros oeillets etc. verfertigen.

Hrn. G. Phillips, zu Paris, d. 22. Sept., für 5 Jahre, auf eine neue Sternlampe, sinombre genannt.

Hrn. Pierre u. Binet, zu Paris, d. 26. Jun., für 5 Jahre, ein Certifikat auf Zusäze und Verbesserungen zu dem, dem Hrn. Pierre d. 17. Febr. 1818 für 15 Jahre ertheilten Patente auf eine hydraulische Pumpe von seiner Erfindung.

Hrn. Pillien, zu Paris, d. 7. Sept., für 5 Jahre, ein Certifikat auf Zusäze und Verbesserungen zu dem, dem Hrn. Lemare, welcher ihm dasselbe abgetreten hat, für 5 Jahre ertheilten Patente d. 31. März 1820, auf autoclavische Apparate.

Hrn. v. Pochey, zu Devecey, Dpt. du Doubs, d. 22. Aug., für 5 Jahre, ein Certifikat auf Zusäze und Verbesserungen zu dem, dem Hrn. Pillardeau, welcher ihm dasselbe abtrat, d. 30. Nov. 1816 ertheilten Patente für 5 Jahre, auf eine Walzmaschine, welche dem Eisen alle mögliche im Handel vorkommende Formen zu geben vermag.

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Hrn. Portail, s. Lefèvre.

Hrn. C. Pottet, zu Paris, d. 28. Jul., für 5 Jahre, ein Certifikat auf Zusäze und Verbesserungen zu dem d. 28. Aug. 1818 für 5 Jahre, erhaltenen Patente auf eine Jagd-Doppelflinte mit Stein.

Demselben d. 24. Okt., für 5 Jahre, auf Schlagschlösser, die sich an jedem Feuergewehre anbringen lassen. Derselbe erhielt den 24. Nov. ein Certifikat auf Zusäze und Verbesserungen zu vorigem Patente.

Hrn. A. Poupart, zu Sedan, Dpt. des Ardennes, d. 9. Mai, für 15 Jahre, auf eine Maschine zum Tuchscheren.

Hrn. J. F. Prélat, zu Paris, d. 28. Jul., für 15 Jahre, ein Certifikat auf Zusaze und Verbesserungen zu dem d. 29. Jul. 1818 für 5 Jahre ertheilten Patente auf ein Schlag-Flintenschloß.

Hrn. J. Rabier, zu Rennes, Dpt. d'Ille et Villaine, d. 27. Jun., für 5 Jahre, auf einen Schmiede-Blasebalg mit doppeltem Luftzuge, und beweglichem Flügel in dem Inneren derselben.

Hrn. A. Renette, zu Paris, d. 16. März, für 5 Jahre, auf ein Flintenschloß nach doppeltem Systeme. Derselbe erhielt d. 22. Sept. ein Certifikat auf Zusäze und Verbesserungen zu vorigem Patente.

Hrn. J. B. Renou, zu Paris, d. 4. Dec., für 5 Jahre, auf ein Feuerzeug von überoxigenirter Kochsalzsäure mit einem Pfropfen mit langem Stiele: er nennt diesen Feuerzeug ewigen Lichtquell (source perpetaelle de lumière).

Hrn. L. M. Ripault, zu Paris, den 20. Jan., für 5 Jahre, auf eine bewegliche Maschine, welche er Cylinder casier oder volumen nennt.

Hrn. Rodier, Sohn, zu St. Jean du Gard, Dpt. du Gard, d. 11. Jul., für 10 Jahre, auf einen Kurbel-Mechanismus zum Seidenspinnen.

Hrn. J. Roller, zu Paris, d. 14. Aug., für 5 Jahre, auf einen Mechanismus zur Beseitigung der Schwierigkeiten, welche durch Verstimmung der Forte-Piano's bei Uebertragung derselben entstehen, und die er Transpositeur nennt.

Hrn. Rotsch, d. jüng., d. 29. Sept., für 10 J., auf Maschinen zur Verhinderung des Nachmachens der Gravirungen und Münzen.

Hrn. Rouy u. Berthier, d. 6. Jul., für 15 Jahre, auf Fabrikation der Fingerhüte aus Stahl, Gold, Silber, oder Gold und Silberplattirt, und aus Kupfer.

Hrn. J. B. Saint-Martin, zu Paris, d. 22. Jun., |496| für 5 Jahre, auf einen doppelten und einfachen Mechanismus, den er Nécessaire à jour nennt.

Hrn. J. Sargent, zu Paris, d. 22. Dec., für 15 J., auf ein chemisches Verfahren und einem mechanischen Apparat, womit er Hölzer gerade oder krumm und überhaupt dies selben jede beliebige Form oder Figur annehmen macht, ohne ihre Textur zu ändern, welche sogar dadurch mehr Festigkeit und Dauerhaftigkeit erhält.

Hrn. Schaaf, s. Schuster.

Hrn. Scheffer, zu Paris, d. 29. Sept., für 10 J., auf eine mechanische Feder, die von selbst und nach Belieben Tinte fließen läßt, und die er Tintenfaß-Feder (ancrier plume) nennt.

Den Hrn. Schuster, Faes und Schaaf, zu Strasburg, d. 10. Aug., für 15 Jahre, auf gewisse Verfahrungsweisen bei Verfertigung von seidenen Sak- und Halstüchern nach Mailänder- und Elberfelder-Art.

Hrn. J. A. Seib, Ebendaselbst, d. 2. Nov., für 5 J., auf Verfahren zum Steindruke auf Wachsleinwand und Wachspercale.

Hrn. J. B. Souton, zu Paris, d. 18. Nov., für 5 J., auf Verfertigung einer neuen Seife zum Einseifen der Leinwand, der Zeuge und Seidenzeuge etc. sowohl mit Brunnen- als mit Flußwasser, wodurch diese Operation in kürzerer Zeit und mit mehr Ersparniß, als mit der Marseiller-Seife geschieht.

Hrn. Steel, siehe Aitken.

Hrn. Grafen de Thiville zu Pré-le Fort, Dpt. du Loiret, d. 15. April, für 15 Jahre, auf ein neues Sistem des Fortrollens, dessen Zwek eine Reduktion des Widerstandes, welchen die Reibungen des ersten Grades erzeugen, auf jenen der Reibungen des zweiten Grades ist.

Hrn. C. X. Thomas, zu Paris, d. 18. Nov., für 5 Jahre, auf eine Maschine zu allen arithmetischen Operationen, die er Arithmometre nennt.

Hrn. S. Tombini, zu Paris, d. 4. Mai, für 15 Jahre, auf eine uranographische Maschine und neue Sphäre zur Darstellung des kopernikanischen Systemes.

Hrn. J. Tuillére, zu Auch, Dpt. du Gers, d. 15. März, für 15 Jahre, ein Certifikat auf Zusäze und Verbesserungen zu seinem d. 4. Aug. 1818 für 15 Jahre erhaltenen Patente auf einen ununterbrochenen Destillir-Apparat.

Hrn. P. Valerius, zu Paris, d. 30. Dec., für 5 J., auf neue Bruchbänder.

Hrn. J. F. Veyrat, zu Paris, d. 30. Juni. für 5 J., auf ein gewisses Verfahren bei Verfertigung von Gedeken aus geschlagenem und polierten Eisen, versilbert, plattirt etc.

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Hrn. B. Villain, zu Paris, d. 25. März, für 5 Jahre, ein zweites Certifikat auf Zusäze und Verbesserungen zu dem am 20. Jun. 1818 für 5 Jahre ihm ertheilten Patente auf eine Maschine, welche er hydraulische Hyder (hydre hydraulique) nennt.

Hrn. J. B. Wagner, zu Arras, Dpt. du Pas-de-Calais, d. 15 Nov., f. 5 J., auf Verfertigung neuer Forte-pianos.

Hrn. J. J. Werner, zu Paris, d. 22. Dec., für 5 J., auf Fütterung von Stühlen, Lehnstühlen und anderen Meubeln, in welchen die Federn und elastischen Vorrichtungen durch andere Mittel ersezt sind.

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Bougie heißt zunächst Wachskerze; sie heißt aber auch das, was manche aus der Apotheke als Bougie müssen kommen lassen. Wir können nicht wissen, unter welche Kategorie diese Bougie optime gehört. A. d. Ueb.

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