Titel: Ueber Vermischung von Platina und Blei. Von Dr. Clarke.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1821, Band 5, Nr. XXV./Miszelle 5 (S. 125)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj005/mi005025_5

Ueber Vermischung von Platina und Blei. Von Dr. Clarke.

Einer Ihrer Korrespondenten erwähnt der auffallenden Verwandtschaft von Platina und Blei bei nicht zu sehr erhöhter Temperatur am gewöhnlichen Blaserohr. Ich glaube, Sie sollten dieß mehr beachten, als es bisher geschehen seyn dürfte. Das. Experiment ist eines der auffallendsten, die es nur immer geben kann. Aber Sie mäßen hiebei mit Vorsicht zu Werke gehen, um nicht die Hände tüchtig zu verbrennen. Wenn Sie zwei Stüke Bleiblatt und Platinablatt, von gleichen Dimensionen nehmen, diese zusammen rollen, dann diese Rolle auf Holzkohlen legen, und die Flamme eines Kerzenlichtes vorsichtig gegen die Eken dieser Rolle richten, so werden sich ungefähr, wenn Gleichhize eintritt, diese Metalle mit einer Art von Explosion vereinigen, indem sie ihre abgeschmolzenen Theile von der Kohle fallen lassen, und Licht und Wärme auf eine höchst überraschende Weise ausströmen. Dann wird auf der Kohle noch ein Glashäutchen zurükbleiben, welches beim fortgesezten Zudringen der Flamme in ein äusserst durchsichtiges Kügelchen von saphyr blauer Farbe zusammenschmilzt. – Wenn auf solche Art Platina und Blei nebeneinander gelegt werden, so können Sie, so bald die Platina erhizt ist, ein schönes Spiel von blauem Lichte auf der Bleifläche sehen, welches sehr funkelnd wird, ehe es schmilzt. (Thomsons Annals of Philosophie.)

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