Titel: Sonderbares Phänomen bei Kupfer-Granulation.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1821, Band 5, Nr. LXIII./Miszelle 2 (S. 380–381)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj005/mi005063_2

Sonderbares Phänomen bei Kupfer-Granulation.

Folgender sonderbarer Umstand wurde mir von Hrn. W. Keates an den Kupferwerken128) zu Cheadle mitgetheilt:

„Ich sende Ihnen einige Kupfer-Kügelchen, die beinahe ganz hohl und so leicht sind, daß sie im Wasser schwimmen. Sie entstanden auf folgende Weise. Einer unserer Garöfen hielt ungefähr 20 Zentn. geschmolzenen Kupfers, welches abgelassen werden sollte: indessen war das Kupfer noch nicht gar genug, so daß, als der Arbeiter den Ofen ablassen wollte, er dieß wegen der ungeheuren Menge schwefelig saurer Dämpfe, die der Ofen ausstieß, nicht zu thun vermochte. Man mußte also das Kupfer, statt es in Model ablaufen zu lassen, in eine Cisterne fallen lassen um es zu granuliren: allein, statt daß es Hier die gewöhnliche Form fester Körner annahm, ward das ganze Kupfer so, wie ich Ihnen hier ein Muster davon vorlege, und diese Kügelchen schwammen auf dem Wasser, wie Kork. Wie läßt sich nun dieses Phänomen auf die wahrscheinlichste Weise erklären?

|381|

Der älteste unserer Arbeiter, der 40 Jahre lang an dem Werke ist, hat nie eine ähnliche Erscheinung gesehen.“

Dieser Bemerkung habe ich bloß dieß zuzusezen, daß die mir übersendeten Kupferkügelchen, obschon sie außerordentlich leicht waren, die Eigenschaft im Wasser zu schwimmen verloren hatten: sie schwammen aber in Schwefelsäure. Ich wage es nicht, irgend eine Erklärung dieser Erscheinung geben zu wollen. (Aus den Annals of Philosophy. Junius 1821. S. 469.)

|380|

Der Gesammt-Ertrag aller Kupferbergwerke in England und Ireland wird in den Annals of Philosophy. Mai 1821. S. 395. für das Jahr 1819. zu 8567 Tonnen, 13 1/4 Ztr., für das Jahr 1820. zu 8703 Tonnen, 15 1/2 Ztr. angegeben. A. d. Ueb.

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