Titel: Ueber Opiumbau und Bereitung in England.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1821, Band 5, Nr. LXIII./Miszelle 6 (S. 383)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj005/mi005063_6

Ueber Opiumbau und Bereitung in England.

Von Joh. Young, Esq., Wundarzte zu Edinburgh, aus den Transactions of the Society for the Encouragement of Arts, Manufactures et Commerce. Frei übersezt aus dem Repertory of Arts, Manufactures et Agriculture. II. Series. N. CCXXVIII. Mai 1821. S. 363.

Seit ich für Mittheilung meiner Weise Opium zu sammeln von der Gesellschaft die goldne Isis Medaille erhielt, habe ich im vorigen Sommer meinen Versuch mehr im Großen fortgesezt, und 19 1/2 Pfd. Opium und 25 Gallonen Mohnöl erzeugt nebst 40 Bolls frühen Erdäpfeln, und zwar auf 129 Falls 18□ Yards, was 30 Falls weniger als ein Acre ist334). Mein Verfahren war ganz so, wie ich es im 2 und 3 Stüke des Edinb. Philos. Journal (Repertory XXXVI. p. 175.335)) beschrieb, nur daß ich die Sammler den milchichten Saft mit ihrem Daumen statt mit dem Bürstchen sammeln ließ, was ich für eine wesentliche Verbesserung in der Einsammlungs-Methode halte. Ich hatte zwölf bis zwanzig Jungen von 12–14 Jahren während des Sommers zum Einsammeln verwendet, von welchen nur zwei betäubt wurden, ohne daß ich jedoch sagen könnte, ob dieß der Wirkung des eingesogenen Opiums oder der Hize zuzuschreiben war. Auf diese neue Art die Milch der Mohnköpfe zu sammeln füllte ein Knabe mehr dann ein mal sein Fläschchen binnen 10 Stunden, und dieses Fläschchen hielt vierzehn Unzen, welche abgeraucht, drei Unzen und zwei Drachmen festes Opium gaben. Ich muß noch bemerken, daß wegen der außerordentlichen Hize und wegen Mangels an Regen meine Pflanzen so schnell reiften, daß ich nicht soviel Opium, als gewöhnlich bei abwechselnden Regen einsammeln lassen konnte.

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Diese Maaße sind in unserer Uebersezung a. a. O. erklärt. A. d. Ueb.

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Wir haben schon früher den Aufsaz über diesen Gegenstand mitgetheilt im 1 Bd. S. 429. unseres Journals. A. d. Ueb.

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