Titel: Einige leicht schmelzbare Metall-Kompositionen, und beßte Anwendungs-Methode derselben.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1822, Band 8, Nr. XXXIV./Miszelle 5 (S. 254–255)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj008/mi008034_5

Einige leicht schmelzbare Metall-Kompositionen, und beßte Anwendungs-Methode derselben.

Die gewöhnliche leicht schmelzbare Metall-Komposition besteht aus:

5 Theilen Blei,

3 Theilen Zinn, und

8 Theilen Wißmuth.

|255|

Eine andere leicht schmelzbare Metall-Komposition, welche Smith in seinem Werke: the Laboratory or the School of Arts, unter der Aufschrift „Schlagloch für Zinn“ mittheilte, besteht aus:

4 Theilen Blei,

4 Theilen Zinn, und

8 Theilen Wißmuth.

Jede dieser beiden Metall-Kompositionen schmilzt bei der Temperatur des siedenden Wassers, oder bei 212° Fahrenh (oder 80° R.). Folgende Metall-Komposition, welche dem Herrn Gill von Herrn Wilh. Onions, Mechaniker zu Bristol mitgetheilt wurde, schmilzt aber bei einem noch weit niedrigern Grade, nämlich bei 197° Fahrenh (oder 73, 32° R.): sie besteht aus:

3 Theilen Blei,

2 Theilen Zinn,

5 Theilen Wißmuth.

Um diese leicht schmelzbaren Metall-Kompositionen mit dem höchsten Vortheile bei jener Temparatur benüzen zu können, bei welcher sie wieder erstarren, muß man Hrn. Corn. Varley's (der sich derselben lange Zeit zu Abgüssen von hölzernen Mödeln mit vielem und großem Vortheile bediente) Bemerkung über die Weise, Luftblasen in den Abgüssen zu verhüten nicht unbeachtet lassen. Herr Varley gießt nämlich die Metall-Komposition, nachdem er dieselbe geschmolzen hat, in ein irdenes Gefäß, z.B. eine Theetasse, und läßt sie so lang in derselben, bis sie anfängt, rings um den Rand umher zu stoken, und dann erst gießt er sie in den Model. (Aus Gill's technical Repository. May 1822. S. 349.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: