Titel: Ueber Anwendung des brenzeligen Birkenöles zur Leder-Bereitung.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1822, Band 8, Nr. XLVIII./Miszelle 19 (S. 386)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj008/mi008048_19

Ueber Anwendung des brenzeligen Birkenöles zur Leder-Bereitung.140)

Herr Virey bemerkt (in dem Journal de Pharmacie Febr. 1822. S. 75.) daß, nach Plinius, die alten Gallier, beinahe wie die heutigen Russen bei Bereitung des russischen Leders (cuir de Russie, das man wegen seines brenzeligen Gebrauches auch cuir de roussi, nennt) verfuhren, und sich des Birkenöls bedienten: bitumen ex betula Galli excoquunt Hist. Mund. 16. c. 18. Er bemerkte, daß außer den Russen, auch noch andere nordische Völker Birkenöl, bei Bereitung des Leders, z.B. die Lappländer bei Bereitung ihrer Rennthierhäute gebrauchen, und daß die französischen Fabrikanten des cuir de Russie on de roussi daraus ein Geheimniß machen, während doch nichts leichter als die Gewinnung dieses brenzelichen Birkenöls ist, indem man bloß in einer eisernen oder irdenen Retorte bei offenem Feuer Birkenreißer oder Birkenrinde distilliren darf, um, nachdem die brenzelige Holzsäure übergegangen ist, das mehr oder minder schwärzliche und dike brenzelige Birkenöl zu erhalten.

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Vergl. die Abhandlung über die Zubereitung des Juftenleders in Rußland, im 7 Bd. dieses Journal's. D.

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