Titel: Ueber Reinigung des Fisch-Thranes mittelst thierischer Kohle.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1822, Band 8, Nr. LXI./Miszelle 3 (S. 504)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj008/mi008061_3

Ueber Reinigung des Fisch-Thranes mittelst thierischer Kohle.

Man machte in Dänemark die höchst wichtige Entdekung, daß man Fisch-Thran mittelst thierischer Kohle (welche auf besondere Art aus gesottenen Rinderknochen wahrscheinlich in eisernen Retorten bereitet wird) reinigen, und dem beßten Wallrathe gleich bringen kann. Die Kohle wird mit dem Thrane gemengt und widerholt, 2 Monate lang geschüttelt, und hierauf durch 12 Lagen frisch bereiteter, und alsogleich angewendeter Kohle durchgesiehen. Die Menge Gases, welche sich während der Verbrennung der Kohlen entwikelt, ist sehr groß, und wird als Beleuchtungs-Materiale in der Fabrike, und den naheliegenden Gebäuden angewendet, und das, was nach dem Durchseihen übrig bleibt, wird mit Thone gemengt, und als Feuer-Materiale benüzt. Der Verlust an Thran während dieses Verfahrens und in dem Rükstande etc. wird auf 15 p. C. geschäzt, und der Gewinn an Verfeinerung desselben bis zu diesem hohen Grade von Reinheit auf 40 p. C., so daß 25 p. C. reiner Gewinn übrig bleiben, wobei, wie Hr. Gill in einer Note bemerkt, das während der Verkohlung der Knochen erhaltene Ammonium, oder die Beinschwärze nicht in Anschlag gebracht wird. (Aus Gill's technical Repository. Mai 1822. S. 396.)

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