Titel: Verbesserung bei Metall-Gießereien.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1822, Band 8, Nr. LXI./Miszelle 5 (S. 505–506)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj008/mi008061_5

Verbesserung bei Metall-Gießereien.

Im Repertory of Arts, Manufactures et Agriculture N. 243. August 1822. S. 162. findet sich eine Erklärung des dem Jakob Hollingrake, Mechanikers zu Manchester in der Grafschaft Lancaster ertheilten Patentes auf eine Vorrichtung, Metalle in verschiedene Formen und Gestalten zu gießen, und ihr Gefüge dadurch dichter und gesünder zu machen, dd. 15. Mai 1819.“ Diese Erklärung ist aber so kurz und undeutlich, daß sie kaum mehr als die Idee enthält. Hr. Hollingrake sagt nämlich, daß er zu seinen Gußwerken Model aus Eisen oder anderen brauchbaren Substanzen verfertigt, und in diese Model eiserne oder andere Stämpel oder Keile einpaßt, welche auf die obere und untere Fläche des eingegossenen Metalles pressen, und so das flüßige Metall durch angebrachten schnellen und gewaltigen Druk in einen engeren Raum zusammentreiben, |506| als es durch die bloße Schwere und Anziehung seiner Theile gelangen könnte. Er meint dadurch die Dichtheit der gegossenen Waare in gerades Verhältniß mit der Stärke des auf dieselbe angewendeten Drukes bringen zu können. Die Weise, wie der Druk angebracht werden soll, durch Schrauben, Keile, Hebel, Zahn- oder Triebstöke, hydraulische Presse oder bloße Gewichte überläßt er dem Gießer. Er versichert dadurch nicht nur ein weit dichteres und gleichförmiges Gefüge, sondern auch eine weit gleichförmigere Oberfläche zu erhalten, und erwartet davon viele Vortheile bei dem Guße von Flintenläufen und Kanonen, Platten, Cylindern, Kegeln, Stangen und anderen Artikeln.

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