Titel: Facyas de St. Fond's elastischer Firniß auf Seide.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1822, Band 9, Nr. XI./Miszelle 10 (S. 124–125)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj009/mi009011_10

Facyas de St. Fond's elastischer Firniß auf Seide.

Man lasse ein Pfund Tischler-Leim in einem neuen oder wenigstens sehr reinem Topfe so lang gelinde kochen, bis er aufhört zu prasseln, oder was dasselbe ist, bis ein Tropfen davon, in das Feuer gesprizt, sich entzündet; dann nehme man den Topf vom Feuer und gieße (unter beständigem Umrühren mit einem hölzernen Spatel) ein Pfund Terpentin-Geist auf den Leim. Nachdem dieser gehörig damit gemengt wurde, koche man die Mischung sechs. Minuten lang, und seze allmählich und unter stätem Umrühren, drei Pfund siedendes Wallnuß-Lein- oder Mohn-Oel zu, welches man vorläufig durch Bleiglätte oder durch Aussezen an Luft und Sonne, abgetroknet hat. Hierauf lasse man das Ganze noch einmal eine Viertel Stunde lang kochen, und der Firniß ist fertig.

Nachdem er ungefähr 24 Stunden lang in Ruhe gestanden und ein Bodensaz sich gebildet hat, gieße man den klaren Firniß in ein anderes Gefäß ab, erwärme denselben vor dem Gebrauche, und trage ihn mit |125| einem diken Pinsel auf den aufgespannten Tastet auf. Eine Lage reicht gewöhnlich hin: wollte man deren zwei auftragen, so muß der Zeug sehr stark gespannt, und der Firniß in entgegengesezter Richtung mit der ersteren ausgestrichen werden. Der Taffet muß, in freier Luft, ausgespannt bleiben, bis der Firniß ganz troken wird. (Aus Hrn. Gill's technical Repository. Mai 1822. S. 358.)

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