Titel: Copal, Bernstein, Mastix, als Kitte zum augenbliklichen Gebrauche.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1822, Band 9, Nr. XI./Miszelle 16 (S. 126)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj009/mi009011_16

Copal, Bernstein, Mastix, als Kitte zum augenbliklichen Gebrauche.

Diese Harze können so, wie der Shell-Lak, in ihrem natürlichen Zustande angewendet werden, und liefern sehr harte und dauerhafte Kitte. Die Juweliere bedienen sich des lezteren, um zwei Steine zu ihren sogenannten Doubletten zu verbinden, obschon der Copal in dieser Hinsicht, wegen seiner größeren Härte, weit besser dienen würde17). Bernstein würde, wo seine Farbe es gestattet, in Hinsicht auf seine weit größere Stärke, noch besser taugen, als Mast und Copal.

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Hrn. Hofrathes Fuchs, in Landshut, Glas, und Porzellan-Kitt. Man löst so viel reinen Copal in Aether auf, als dieser aufzulösen vermag, und verschließt die Flasche gehörig. Bei dem Gebrauche gießt man, so viel zum Bestreichen der Bruchflächen der gebrochenen Stüke nöthig ist, in ein Gläschen, sezt etwas destillirtes Wasser der Copal-Auflösung zu, und bestreicht mit dem in die selbe eingetauchten Finger die Helden Bruchflächen, die sodann gehörig aufeinander gesezt, nöthigen Falles gebunden, und für einige Tage bei Seite gesezt werden, damit der Kitt gehörig anziehen, und abtroknen kann. In Porzellan-Gefäßen und Gläsern, die auf diese Weise gekittet wurden, kann man nicht bloß Wasser, sondern selbst Säuren kochen, ohne daß sie an den gebrochenen Stellen von einander weichen. Dieser Kitt empfiehlt sich noch überdieß durch seine Reinlichkeit. A. d. Ueb.

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