Titel: Leim aus gegärbtem Leder.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1822, Band 9, Nr. XI./Miszelle 21 (S. 128)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj009/mi009011_21

Leim aus gegärbtem Leder.

Dieser Leim dient vorzüglich zu schwarzem Papier-Mache (black-paper cases), in dem er nicht bloß das Papier zusammenleimt, sondern, mittelst der Galläpfel-Säure, die er enthält, bei der Anwendung einer Auflösung von schwefelsaurem Eisen (Eisen- oder grünen Vitriol) dasselbe zugleich schwarz färbt, und dadurch eine Art von Firniß bildet. Man siedet, um ihn zu bereiten, Abfälle und Schnizchen von gegärbtem Leder (Oberleder von Schuhen und Stiefeln etc.) in altem Harne so lang, bis sie weich werden, und, wo man sie herausnimmt, sich, wie elastischer Gummi, ausdehnen lassen und zusammenziehen. Dann werden sie in reinem Wasser gewaschen, und so lang in Wasser gesotten, bis sie aufgelöst sind, und die gehörige Consistenz erhalten haben. Dieser Leim wurde bisher nur von diesen Dosen-Fabrikanten gebraucht, und ist noch nirgendwo beschrieben.

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