Titel: Ueber Glas-Vergoldung. Von dem seel. Herrn Richard Hand.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1822, Band 9, Nr. XI./Miszelle 24 (S. 129–130)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj009/mi009011_24

Ueber Glas-Vergoldung. Von dem seel. Herrn Richard Hand.

Der Gold-Grund wird auf folgende Weise gemacht. Man nimmt ein Stük Pergament, zweimal so groß als eine Krone, legt es Abends in eine Pinte kalten Wassers, schlagt es am folgenden Morgen eine halbe Stunde lang, und so ist es zum Gebrauche fertig. Mit einem kleinen Pinsel überzieht man nun die zu vergoldende Stelle des Glases mit diesem Grunde, und wo derselbe troken geworden ist, haucht man ihn an, und legt ein Goldblättchen darauf. Nachdem dieses troken geworden ist, reibt an es mit etwas Baumwolle, und überzieht es mit einer neuen Lage Grundes, worauf mim auf die vorige Weise Gold aufträgt, und dasselbe, nachdem es troken geworden ist, wieder mit Baumwolle reibt. Man legt nun neuen Grund, und auf diesen ein Silberblättchen auf, das man wieder mit Baumwolle reibt, nachdem es troken geworden ist. Dann legt man das vergoldete Glas in blutwarmes Wasser, laßt es eine viertel Stunde lang in demselben liegen, nimmt es heraus, läßt es abtroknen, und firnißt dasselbe. Der Firniß hiezu wird auf folgend Weise bereitet. Da der härteste Firniß in dieser Hinsicht der beßte ist, so scheint der folgende der beßte:

|130|

man nimmt eine Quart rectificirten Weingeist,

Animä Gummi, zwei
Lac in Granis, drei Unzen,
Mastix Gummi, zwei

hält die Flasche mit diesen Ingredienzen an einem warmen Orte, und seiht, wenn diese Harze aufgelöst sind, alles durch Flanell durch, und bewahrt es zum Gebrauche. Dieser Firniß muß, wie alle andere Firnisse, warm aufgetragen werden. (Aus den Transactions of the Dublin Society in Gill's Repository. Juni 1822 S. 429.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: