Titel: Ueber Composition-Verzierungen, (Composition-Ornaments.)
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1822, Band 9, Nr. XI./Miszelle 25 (S. 130)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj009/mi009011_25

Ueber Composition-Verzierungen, (Composition-Ornaments.)

Man mengt und knetet Leim, Leinöl und Kalk zu einer gleichförmigen Masse, die man mittelst einer Schraubenpresse in die Modelle preßt, und dann zum Gebrauche troken laßt. In einigen Fallen können sie auch noch naß angewendet werden, wenn sie nämlich in hohlen oder runden Räumen an den Gegenstanden, welche sie verzieren sollen, angebracht werden mäßen, damit sie mittelst ihres Leimes fester in denselben halten. Wo sie Perlen u. d. gl. bilden sollen, bringt man Schnüre in dem Model an, durch welche sie zusammengehalten werden. In Amerika bedient man sich statt der messingenen Model anderer, welche aus Eisen und Schwefel zusammengeschmolzen werden, und die den Druk eben so gut ertragen. Man löst in dieser Hinsicht den sogenannten Hammerschlag der Schmiede, nachdem man ihn fein gepulvert hat, in schmelzendem Schwefel auf: die Verhältniße ergeben sich während des Versuches. Diese Masse schmilz sehr leicht, und nimmt die eingedrükten Formen sehr genau auf. Hr. Gill, der diese Model-Masse von Hrn. I. T. Hawkin's kennen lernte, glaubt, daß sie den gewöhnlichen Schwefel- oder Gips-Modeln, weit vorzuziehen sind, und, verstärkt durch Bänder und Reifen von Eisen, sich bei mancher Manufactur z.B. bei Papier-Mache mit Vortheile werden anwenden lassen. (Techn. Repository. Juni 1822. S. 445.)

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