Titel: Die vorteilhafteste Art Erdbeeren zu ziehen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1822, Band 9, Nr. XXXIV./Miszelle 2 (S. 256)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj009/mi009034_2

Die vorteilhafteste Art Erdbeeren zu ziehen.

Zu Portsmouth, Portsea und Gosport wurden die Erdbeeren aus mancherlei Ursachen so theuer, daß sie nur um enorme Preise zu haben waren. Da fiel es einem Bürger ein, eine Kalkgrube am Portsdown-Hill in einen Erdbeer-Garten zu verwandeln. Er lieft die Wände der Kalkgrube treppenförmig, ein schmales Beet über dem anderen, herrichten, und Erde auf die Beeten aufführen, welches er nun mit Erdbeeren bepflanzte. Sie gediehen, da sie dort ihrer Natur nach frei mit ihren Ausläufern von Beet zu Beet herabhängen konnten, so häufig, daß er in kurzer Zeit nicht bloß die Stadt, sondern alle umliegende Oerter mit Erdbeeren für billige Preise versehen konnte. Er fand einen Nachahmer an Hrn. Skip Dyot Bucknal, der eine ähnliche Kalkgrube als Weinberg benüzte, und die Grube oben mit Glasfenstern deken ließ. In allen hoch im Norden oder hoch über dem Meere liegenden Orten ist es höchst vortheilhaft, Vertiefungen in der Erde (je tiefer desto besser, in so fern nämlich noch Sonnenstrahlen in dieselben fallen können, und sie von Wasser frei sind) zur Kultur der Erdbeeren, Reben, Melonen, feinerer Gemüse und Obstsorten zu benüzen, da in denselben immer eine höhere und mehr gleichförmige Temperatur bei dem Schuze gegen alle Winde, und dem Reflexe der Sonnenstrahlen zu Hause ist. (Vergl. Gill's technical Repository. Juni 1822. S. 431.)

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