Titel: Ueber Dr. Wollaston's Mittel, Bittererde zu erkennen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1822, Band 9, Nr. XXXIV./Miszelle 23 (S. 265)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj009/mi009034_23

Ueber Dr. Wollaston's Mittel, Bittererde zu erkennen.

Herr Clement bemerkt den Hrn. Redactoren der Annales de Chimie. (Juli 1822. S. 333) daß sie in ihrem Mai-Hefte I. J. Wollaston's schönen Versuch sehr unrichtig dargestellt haben56). „Es sollte heißen“ sagt Hr. Clement, „daß dieses Phänomen nur insofern Statt hat, als die Auflosung der Bittererde vorläufig durch eine Mischung von phosphorsaurem Ammonium zersezt wurde. Wenn sie dann wieder durch überschüßige Kohlensäure aufgelöst wird, wird sitz in den Spuren des Stabes, der als Griffel diente, niedergeschlagen, in dem die Reibung den Wärmestoff entwikelt, der die Kohlensäure verjagt. Als ich dieses Verfahren in der Société philomatique erzählte, habe ich diesen wesentlichen Umstand „Nicht“ vergessen. Belieben sie denselben nachzutragen. Es ist nicht meine Schuld, daß er weg blieb.“ Die HHn. Redactoren bemerken, daß sie diese, früher von ihnen mitgetheilte, Notiz aus dem Bulletin de la Société philomatique entlehnten.

|265|

Es heißt daselbst: „Man überstreiche eine Glasplatte mit der auf Bittererde zu prüfenden Flüßigkeit und schreibe auf dieser Glas-Platte mit der Spize einer Glasröhre irgend etwas, z.B. das Wort Bitter-Erde. Ist Bittererde in der Auflösung, so wird man mit weißen Buchstaben Bitter-Erde geschrieben lesen, in entgegen gesezten Falle aber keine Spur eines Schriftzuges wahrnehmen, Dr. Wollaston schreibt dieß, wie Herr Clement sagt, der Entwiklung von Wärme zu, welche durch die Reibung der Glasröhre auf der Glasplatte während des Schreibens entstand.“

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: