Titel: Ueber Holzessig, oder brenzelige Holzsäure.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1822, Band 9, Nr. XXXIV./Miszelle 30 (S. 267)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj009/mi009034_30

Ueber Holzessig, oder brenzelige Holzsäure.

Der seel. Hr. Christoph Wilson nahm mehrere Jahre durch Antheil an einer Fabrike, in welcher die Eichenspäne der Schiffs-Werften in einem Bakstein-Ofen eingeschlossen wurden, in den gerade so viel Luft durch die Oeffnungen an dem Thürchen eindringen konnte, als zur langsamen Verbrennung des Holzes nöthig war. Jede Berührung mit Eisen wurde sorgfältig vermieden. Die Produkte dieser langsamen Verbrennung, oder vielmehr dieser Destillation, wurden verdichtet, und in Fässer geleitet, wo man ihnen Kalk zusezte. Dadurch schied sich der Theer von der brenzeligen Holzsäure, und stieg in die Höhe, wo er durch einen eigens dazu angebrachten Kanal abfloß. Dieser Theer gab, gesotten, ein vortreffliches Pech, das dem beßten schwedischen gleich kam, und eben so gut für die Marine taugte. Der essigsaure Kalk, in Verbindung mit Garbestoff und Galläpfelsäure, wurde zur Bereitung eines ganz vortrefflichen, damals sehr gesuchten, Handschuh-Leders verwendet. Hr. Gill bedauert, daß Hrn. Wilson's Tod genaueres Detail hier- über vor der Hand unmöglich macht, und ladet die noch lebenden Theilnehmer an dieser Anstalt zur Mittheilung desselben ein. (Technical Repository. Juli 1822. S. 41.)

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