Titel: Ueber Stereotypen
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1822, Band 9, Nr. XXXIV./Miszelle 39 (S. 271)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj009/mi009034_39

Ueber Stereotypen

überhaupt, hinsichtlich auf die Geschichte der Erfindung derselben, und ihre Einführung in Deutschland und in Oesterreich enthält folgende |271| Schrift mehr als ihr Titel ausspricht: Die Stereotypie im österreichischen Kaiserstaate. Ein Ueberblik des John und William Watts'schen Etablissements von Stereotypen und Stereotyp-Ausgaben zu Ofen in Ungarn . Mit einem Vorwort über Stereotypie überhaupt, und einer gedrängten Darstellung des entschleierten Geheimnißes, nach acht Methoden erhabene Schrift- (Stereotyp) Platten zum Druke zu verfertigen. Zugleich als Beantwortung der Anfingen eines Typographen im Wiener Lit. Anzeiger Nr. 33. 1822, veranlaßt durch meinen Aufsaz im Archiv für Geographie, Geschichte, Staats- und Kriegskunst Nr. 2. 1822 über das Etablissement der Stereotypie in Gußmanier zu Ofen. Von A. Rittig von Flammenstern. 8. Wien 1822 bei C. Gerold 16 S. Indessen ist darin das Verfahren der HHn. Watts eben so wenig enthüllt, als in der zu Leipzig erschienenen Broschüre: „Enthülltes Geheimnis der englischen Stereotypen-Verfertigung etc.“ 8. Leipzig. 1822. S. 48; den, wie Herr von Flammenstern bemerkt, „so wird durch dessen Inhalt das eigentliche Geheimniß zur Verfertigung der Watts'schen Stereotyp-Platten in Guß-Manier nicht wesentlich gefährdet, denn nicht in den Matrizen und in der Manipulation, sondern in der Metall-Mischung der Stereotypen liegt hier die Wichtigkeit des Geheimnisses.“ Dieß ist höchst wahrscheinlich auch der Grund, warum man von diesen Platten bei Hrn. von Flammenstern und dem Hrn. Hofagenten von Legrady nur „Einsicht“ nehmen kann, und „vom Kaufen und Verkaufen nicht die Rede ist,“ denn chemische Analyse würde, da die Manipulation bekannt ist, das ganze privilegirte!! Geheimniß für immer enthüllen. Warum übrigens in Oesterreich der Stereotypen-Druk nicht besser gedeiht, bei den ungeheueren Vortheilen, die er gewährt, und warum bisher nichts Besseres stereotypirt wurde, als das Gebethbuch Officium Rakoczianum, die ausgedroschene Schola Salernitana, und ein Sextus Rufus Festus, sehen wir nicht wohl ein, eben so wenig als wie von dem Rechtsstreite zwischen Dr. Griffith und Watts als „nicht Hieher gehörig“ in einer Geschichte der Stereotypie in Oesterreich, in welche derselbe gar sehr gehört, Umgang genommen werden konnte.

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