Titel: Fevreau's Beschreibung einer Wirkmaschine.
Autor: Marechaux, Peter Ludwig
Fundstelle: 1823, Band 10, Nr. II. (S. 14–36)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj010/ar010002

II. Beschreibung einer Wirkmaschine, welche gewirkte Zeuge liefert, die auf beiden Seiten gleich sind. Erfindung des Mechanismus Fevreau, wohnhaft zu Paris, Straße Simon le Franc. Nr. 13.

Aus dem neunzehnten Jahrgang des Bulletin de la Société d'encouragement. Frei übersezt von Prof. Maréchaux in München.

Mit Abbildungen auf Tab. III.

Der Strumpfwirker-Stuhl verdankt Hrn. Favreau merkwürdige Verbesserungen. Der Stuhl mit einer Kurbel, auf welchem zwei Strümpfe mit einem Male gewirkt werden, derjenige der zur Verfertigung von Kleidungs-Stüken bestimmt ist, und der gegenwärtige, der Arbeiten liefert, die auf beiden Seiten gleich sind, zeugen alle drei von vielem Scharfsinne, und von einer Beharrlichkeit, die um so lobenswürdiger ist, da sie Dinge der ersten Nothwendigkeit betrift. Der Stuhl mit einer Kurbel wurde von der Academie der Wissenschaften, auf die ehrenvolleste Art, gewürdigt, und der Bericht der Herrn Perrier und Desmareot, eingerükt im Moniteur |15| vom 21. Juni 1812, hat die Vorzüge desselben entwikelt. Was den zweiten Stuhl, für gestreifte Arbeit, für Pantalons; und andere Kleidungsstüke betrift, so war es Hrn. Favreau gelungen, die englischen Gewirke vollkommen nachzuahmen; da aber die Handelsfreiheit die Einfuhr dieser lezteren erleichterte, so fiel der Preis dieser Waare so sehr, daß es ihm nicht mehr möglich war, mit derselben die Concurrenz auszuhalten, und er diese nüzliche Arbeit aufgeben mußte. Er ließ aber den Muth nicht sinken; seine Gedanken richteten sich nun auf eine andere Art von gewirkter Arbeit, und er erfand einen Stuhl, auf welchem wollene Unterröke, Camisöle und Hemden fabricirt werden können. Diese aus breiten Maschen bestehenden Gewirke, wurden bis jezt mit langen hölzernen Nadeln aus freier Hand gestrikt, – eine Arbeit die in Zucht- und Gefängniß-Häusern, und von Weibern verrichtet, für die Bedürfnisse des Handels nicht zureichte. Herr Favreau, der solche Gegenstände auf der Maschine verfertigte, die wir sogleich beschreiben werden, hat folglich der Industrie und dem Handel wesentliche Dienste geleistet. Deßhalb auch hat der Minister des Innern, auf den Bericht des Comites der Künste und Manufacturen, dem Erfinder zur Aufmunterung 800 Francs bewilligt, unter der Bedingung, daß die Beschreibung dieses Stuhles, in dem Bulletin der Aufmunterungs-Gesellschaft, (Société d'Encouragement) eingerükt, und mit den nöthigen Zeichnungen begleitet werden sollte. Auf der lezten Ausstellung hat die Jury Herrn Favreau die bronzene Medaille bewilligt.

Der gemeine Strumpfwirker-Stuhl scheint nur deßhalb äußerst zusammengesezt, weil er ähnliche Stüke, in großer Menge dem Auge darbietet. Seine Hauptbestandtheile sind ziemlich einfach; man hat sie aber bis jezt mit so weniger Vollständigkeit beschreiben, daß die meisten Mechaniker die Principien nicht kennen, auf welchen der Mechanismus desselben beruht. Wir wollen sie daher mit so wenigen Worten berühren als möglich, und so, daß der Leser dadurch in Stand gesezt sey, den Favreauschen Stuhl leichter zu begreifen.

Die gewirkte Arbeit besteht aus einer Folge kleiner Maschen, durch eine Reihe ähnlicher Maschen mit einander verbunden. Der Faden, der zur Bildung jeder folgenden Reihe bestimmt |16| ist, geht vom äußersten Ende der letzten Reihe aus, geht verdoppelt in die erste Masche, dann wieder verdoppelt in die zweite, und so fort, bis in die letzte. Bei'm Striken, wird jede neue Masche auf der Striknadel gehalten, die Sie alle aufnimmt, auf dem Stuhle aber wird jede Masche durch ihre Nadel, und alle durch eine Reihe von Nadeln, gehalten und gebildet, wie sie Fig. 3. Tab. III. gezeichnet ist. Diese Nadeln bestehen aus einem Stüke Eisendrath, der an dem einen Ende dünner und hakenförmig gebogen ist. Das andere Ende trägt einen flachen Ansaz von Zinn, der der Nadel, in einer besonderen Form, worin sie liegt, angegossen wird. Die Stärke dieses Aufsazes wird so berechnet, daß eine bestimmte Menge Nadeln, neben einander gelegt, in einem bestimmten Raume, Plaz haben. An der mit 33 bezeichneten Stelle befindet sich eine kleine längliche Vertiefung, in welcher die Spize des gebogenen elastischen Theils 34 der Nadel sich legt, wenn man aus denselben drükt. Die Nadel bekommt alsdann die Gestalt Fig. 4.

Gesezt nun die Nadel trage an ihrem äußersten Ende 35 eine Masche, so wird man sie bis über die kleine Vertiefung hinaus, (man nennt diese Vertiefung die Chasse) in 36 treiben können. Ist dieses geschehen, und legt man den Faden, der die neue Masche bilden soll, zwischen jener und die Spize, und bringt man diesen Faden unter der Spize 36 in die Feder 34 hinein, und bis an das Ende derselben, so wird, wenn man auf diese federnde Spize drükt, der Faden in derselben eingeschlossen seyn, Fig. 4, und es ist klar, daß die vorige, in 56 sich befindende Masche, nunmehr über die Feder weg, bis in 35 geführt und von der Nadel herunter gelassen werden kann, und daß sie vollends herunterfallen würde, wenn der in der Feder liegende Faden sie nicht zurükhielt. Aus diesem Faden bildet sich nun die neue Masche.

Hat man dieses gut begriffen, so wird man sich eine deutliche Vorstellung von der Entstehung eines aus lauter solchen Maschen zusammengesezten Gewirkes machen können, indem eine ganze Reihe Nadeln, gleichartig dasjenige verrichtet, was wir an der einzelnen, Fig. 3 und 4, umständlich zeigten.

Die verschiedenen Theile des Stuhles, durch welche jene auf einander folgende Operationen bewirkt werden, sind die Unden, |17| [Textseite nicht im Druckexemplar vorhanden, wurde aus Google Books Exemplar ergänzt] die Platinen, die Presse, und andere bewegliche Theile. Ohne uns mit der Beschreibung derselben, wie sie am gewöhnlichen Strumpfwirker-Stuhle beschaffen sind, aufzuhalten wollen wir die Einrichtung und das Spiel derselben, an der Favreauschen Maschine zeigen.

Diese Anwendung der Nadeln, welche diejenige an den gewöhnlichen Strumpfwirkerstühlen ist, bildet an den gewirkten Zeugen zwei verschiedene Seiten, eine minder glatt, die man die linke, die andere die glatter, und ebener ist, und die man rechte nennt. Daher mußte Herr Favreau, der beiden Seiten des Zeuges dasselbe Ansehn geben wollte, das System der Nadeln ändern. Er hat deßhalb zwei Systeme von Nadeln einander gegenüber gestellt, und sie an zwei beweglichen Barren geordnet. Das Gewirke geht abwechselnd von dem einen Systeme zum anderen über, und die beweglichen Theile sind so eingerichtet, daß sie umschichtsweise, an jedem Systeme, die nöthigen Operationen verrichten. Auf diesem Princip beruht die Construction des Favreauschen Stuhles.

Vier hölzerne Ständer A Fig. 1 und 2, sind die Füße des Stuhles. In einen unteren Querriegel B, Fig. 2. sind zwei senkrechte Ständer C eingelassen, an deren äußersten Enden die Querriegel D angebracht sind, auf welchen die meisten Theile des Stuhles ruhen. Zwei andere kleine Quer-Riegel E dienen den Ständern A und C, gegen die Mitte ihrer Höhe, zum Verbande. Fünf Querriegel, ungefähr von derselben Stärke als die Ständer, und an diesen mit eisernen Bolzen, die man in F wahrnimmt, befestigt, halten die beiden Seiten des Gerüstes zusammen, und dienen mehren arbeitenden Theilen des Stuhles zur Unterstüzung. Endlich bildet ein lezter Querriegel G, der von einer Seite der Maschine zur andern reicht, und in die beiden Querriegel C eingelassen ist, den zweiten Träger der Achse des großen Rades. Der Siz H des Arbeiters, der aus einem gepolsterten starken Brette besteht, ist in 2 Arme, mit Anten versehen, eingelassen, worin er nach Vorne zu, oder nach Hinten hin geschoben werden kann, je nachdem die Bedürfniße des Arbeiters sind: Auch sind in diesen Armen mehrere Nuten unter einander angebracht, um die Höhe des Sizes nach der Größe des Arbeiters zu stellen.

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Die arbeitenden Stüke am Stuhle sind zwei bewegliche Rahmen für die Nadeln. Der erste a ist einfach, und dreht sich bloß um den Punct b. Der zweite besteht aus den beiden Barren q, und dreht sich um den Puncten d. Die Nadel-Barre, die sich um den Punct e bewegt, trägt eine kleine Handhabe, die dazu dient, sie zu regieren, und das ganze Nadel-System in die zur Arbeit nöthigen Lagen zu versezen.

Das erste, am Rahmen a befindliche System, kann in die Lage g treten, vermittelst einer Handhabe h, die man nach Bedürfniß zieht oder stößt. Auf dem unbeweglichen Ansaze i, worin verschiedene Kerbe angebracht sind, und der rechts, an den Ständer c angeschraubt ist, läßt sich dieses System, vermittelst jener Handhabe, in den nöthigen Lagen feststellen.

Das zweite System wird durch den Haken k gehalten, vermittelst Kerbe, oder Einschnitte l in einer Vorkehrung m, welche die Nadeln aufnimmt. Die Rahmen, und alle beweglichen Theile an demselben, werden durch Gewichte p equilibrirt. Diese Gewichte hängen am Ende eines kleinen Balanciers (bascule) n, der sich um den Punct o bewegt, das andere Ende dieses Balanciers ist an den Trägern q befestigt.

An beiden Nadelsystemen befindet sich ein Kamm zwischen dessen Zähne die Nadeln durchgehen. Die Vorkehrung, die den zum Systeme c gehörigen Kamm trägt, wird von den gebogenen Stangen q gebildet. Diese gebogene Stangen sind durch eine kleine Querbarre verbunden, und drehen sich um einen Bolzen, den man am Ende des kleinen Hebels r sieht, dessen unbeweglicher Ruhepunct sich in s befindet. Der andere Kamm bewegt sich um den Punct w, und sein Rahmen ist aus den senkrechten Stangen w' gebildet.

Der Rahmen, der die großen Platinen empfängt, dreht sich um den Punct t. Die Theile u sind an den horizontalen Stangen v durch ein Charnier befestiget, das dem Charnier an einem Cirkelkopfe ähnlich ist. Die eine Seite des Rahmen v besteht aus einer Achse, die zwischen den Puncten t liegt. Gegen die Mitte derselben befindet sich ein Arm x, dessen Ende diker ist. In diesem dikeren Theile ist eine Mutter für die Schraube y eingeschnitten, die spizig zuläuft. Ein andrer Arm z in der Mitte (vermuthlich des Stuhls) befestigt, macht ein Theil |19| [Textseite nicht im Druckexemplar vorhanden, wurde aus Google Books Exemplar ergänzt] der Barre b aus, die von dem einen Träger a' zum anderen reicht, und ebenfalls an seinem Ende e' einen stärkeren Ansaz trägt. In demselben ist eine Vertiefung, die spizig zuläuft, und das eine Ende einer gebogenen Springfeder empfängt. An dem anderen Ende dieser einer Maultrommel ähnlichen Springfeder ist ebenfalls ein Ansaz e', worin ebenfalls eine kanförmige Vertiefung ist, welche die Spize der Schraube y aufnimmt. Durch Hülfe dieser Schraube wird die Feder mehr oder weniger gespannt. Die Feder selbst dienet, das Platinen-System zu equilibriren.

Die Barren v, die zum Rahmen der großen Platinen gehören, sind mit f', durch einen Querrigel g', verbunden, der die Schrauben h' Fig. 1. empfängt. Diese Schrauben gehen durch die Stange, und tragen an ihrem Ende einen kleinen Ring i, an welchem zwei Eisendrähte k', von zwei Linien im Durchmesser, mit dem einen Ende, und mit dem anderen an der Stange l' eingehängt sind. An dieser Stange l' hängt ein kleiner Fußtritt, um vermittelst desselben das Platinen-System, nach Unten zu, zu bewegen. Eine Flügelmutter an den Schrauben v' gibt den Drähten k' die erfoderliche Länge. Gegen das eine Ende der Stange g' in g' ist ein Ansaz mit einem Charnier n' eingelassen. Ein an demselben befindliches Schraubengewinde geht durch die Stange g', und trägt eine Flügelmutter, die es an dieser Stange anschließt. Diese Charniere n' empfangen das obere Ende zweier kleinen Stangen o', deren unteres Ende mit einem kleinen Balancier p' verbunden ist, dessen Zwek wir späterhin, angeben werden.

Ehe wir zur genauen Beschreibung des Systems für die Platinen übergehen, wollen wir die Veränderungen bezeichnen, welche Herr Favreau an diesem wichtigen Theile des Stuhles angebracht hat.

Die Platinen sind kleine sehr dünne Stuhlbleche, so gebildet, wie man es in Fig. 5 und Fig. 6. sieht. Die Platinen, Fig. 5, welche man große Platinen nennt, sind bestimmt, die ersten Beugungen an dem Faden, der auf den Nadeln liegt, zu bewirken. Die andern, Fig. 6, ordnen diese Einbüge so, daß sie durch die ganze Länge des Fadens einander gleich werden. |20| [Textseite nicht im Druckexemplar vorhanden, wurde aus Google Books Exemplar ergänzt] Diese Operation nennen die Franzosen le cueillage, oder cueillissage. Wir wollen sie hier beschreiben.

Liegt der Faden, der die Reihe der Maschen bilden soll, auf dem hintern Theile der Nadeln, und unter dem Haken 37 der großen Platinen, so werden diese durch einen Sattel, die eine nach der anderen, zum Fallen gebracht. Ihr Fallen beginnt von dem Ende an, wo der Faden an der Arbeit hält, oder von der lezten Masche der lezten Reihe an. Diese Platinen werden durch Federn 38, die auch zu ihrer Festhaltung dienen, wenn sie wieder heraufgezogen worden sind, herabgeschnellt. Durch den Druk jeder großen Platine auf den Faden, wird er zwischen den beiden Nadeln, zwischen welchen jede Platine fällt, herunter gezogen, und bekommt dadurch einen Einbug, der die Bildung der Maschen möglich macht, indem er die zu der Masche nöthige Länge bekommt. Man sieht leicht, daß es so viele Einbüge als Maschen geben muß, und daß folglich die Zahl der Platinen der Zahl der Maschen gleich ist. Indeß hat Herr Favreau nur von zwei Platinen die eine beweglich gemacht. Jeder Einbug wird dadurch größer, und alle diese größeren Einbüge werden hinterher gehörig vertheilt, indem man den Rahm niederdrükt, der alle Platinen, sowohl die beweglichen als die unbeweglichen trägt; so wie wir es sehen, werden, sobald wir das Spiel der Maschine beschreiben.

Die zwei Seitentheile u sind durch die Barre q' Fig. 1. verbunden, in diese greifen die großen Platinen ein, vermittelst Einschnitte am oberen Theile derselben, und sie werden durch Spiralfedern daran angezogen und gehalten. Besondere Einschnitte in gleichen Entfernungen, in einem Streife von Eisenblech r' angebracht, der mit der Barre q' ein einziges Stük ausmacht, leiten die Platinen in ihrem Falle; so wie auch ein anderer Streifen Eisenblech s', der rohrförmig gebogen und mit Einschnitten versehen ist, um die Platinen aufzunehmen, deren jede ein dem Rohr entsprechendes Loch hat. Ein Eisendraht der durch das Rohr, und folglich durch die Platinen durchgeht, bildet sie alle an das Stük s' abgeplattet. Dieser Eisendraht ist abgeflächet von der einen Seite, um die kleinen Platinen, ohne ihn herauszuziehen, abheben zu können. Diese Platinen sind übrigens noch durch die Barre t' gehalten, die mit ihren beiden |21| [Textseite nicht im Druckexemplar vorhanden, wurde aus Google Books Exemplar ergänzt] Enden in Klammern u' aufgenommen ist, die an den senkrechten Seiten-Stangen u befestigt sind.

Um dasjenige, was bisher von den Platinen gesagt worden ist, vollständig zu machen, wollen wir den Mechanismus beschreiben, durch welchen sie zum Fallen gebracht werden, so wie denjenigen, der sie wieder heraufbringt.

Der Fall der großen Platinen wird durch einen kleinen Sattel v' bewirkt, der in einer Rinne fortläuft, die in den oberen Rand der Stange q' eingeschnitten ist. Er verrichtet seine Bewegung durch eine Umdrehung des Rades y', vermittelst einer Schnur x', die an dem Umkreise desselben befestigt ist. Dieses Rad macht mit einer kleinen an dessen Achse befestigten Walze z' ein Stük aus; an dieser Walze befinden sich zwei Riemen 1, die sich in entgegengesezter Richtung auf und abwinden. Sie sind an 2 Fußtritte 2 gebunden. An eben dieser Walze befindet sich in einer zweiten Vertiefung befestigt, die Schnur 3, die einen Läufer 4 mit seiner Spuhle in Bewegung sezt. Es ist leicht einzusehen, daß durch diese Einrichtung der Läufer 4 und der Sattel v' sich gleichzeitig bewegen. Da es jedoch nöthig ist, daß der Läufer 4, der die Spuhle trägt, dem Sattel vorangehe, damit der Faden sich unter den großen Platinen abrolle, ehe diese zu fallen beginnen, so dient dazu folgendes, eben so sinnreiches als einfaches Mittel; nämlich ein Ring, Fig. 7. aus Eisen- oder Stahldraht verfertigt, der nicht ausgeglüht werden muß, damit er etwas Elasticität behalte. Die Schnur 3, die an beiden Enden dieses Ringes befestigt ist, bewegt sich genau eben so als die Schnur die den Sattel v' bewegt: aber der Läufer 4 stößt, indem er sich fortbewegt, gegen eine Hemmung, die ihn verhindert, seinen Lauf fortzusezen. Da indeß die Walze fortdreht, so zwingt sie den langen elastischen Ring Fig. 7. durch einen anderen unbiegsamen Ring durch, der auf dem Läufer 4 befestigt ist. Dieser bleibt also stehen, obgleich die Schnur sich noch immer mit der des Sattels v' fortbewegt. Dieser Sattel v' wird also über den Punct hinaus geführt werden, an welchem der Läufer 4 stehen blieb. So bald die Bewegung wieder anfängt, so geht der Läufer um die ganze Länge des biegsamen Ringes, Fig. 7. voran; und der Sattel v', der das Fallen der Platinen bewirkt, folgt unmittelbar. Um diese wieder in ihre vorige Lage |22| [Textseite nicht im Druckexemplar vorhanden, wurde aus Google Books Exemplar ergänzt] zurükzubringen, senkt man das ganze System, welches sie trägt. Zu diesem Zweke sind die unteren Enden der beiden Seiten-Stangen u mit einander durch eine Querbarre 5 verbunden, welche der Arbeiter mit der Hand ergreift, und auf welche er drükt, indem er mit dem Fuße zugleich auch auf den Fußtritt m' drükt. Nach Senkung dieses Systems ruht die Barre t auf den beiden unbeweglichen Stüzen 6; hier bleibt sie liegen, und indem die Köpfe der großen Platinen sich auf diese Barre legen, werden diese Platinen alle mit einem Male wieder gehoben. Zur Hebung der Barre t' tragen die Hebel p', die auf den Stüzen 6 ruhen, und auf welche die Barre sich gleich legt.

Um die neue Masche zu bilden, sagten wir, muß die früher gebildete aus der Feder heraus, und an der Nadel hinauf getrieben werden; dann wird der Faden für die neue Masche auf die Nadel gelegt, zur Masche eingebogen, in die Feder gebracht, und nach Schließung dieser die früher gebildete von der Nadel weg und über die Feder hinaus gestoßen. Sehen wir jezt die verschiedenen Theile des Stuhles durch welche dieses geschieht.

Der erste, den man die Preße nennt, besteht aus einem eisernen Linial 7, der an den vorderen Enden zweier Hebel 8, befestigt ist, welche sich um den Punct 9 bewegen. Die andern Enden dieser Hebel sind mit einander durch eine Querbarre 10 verbunden, in deren Mitte ein Charnier 11 angeschraubt ist, der die senkrechte Stange 12 aufnimmt. Diese lezte hält mit der beweglichen Stange 13 vermittelst eines Charniers zusammen. Die bewegliche Stange 13 dreht sich um das Centrum 14. An einer Unterlage 15, die an dem Querriegel h des Gerüstes befestigt ist. Das andere Ende der beweglichen Stange 13 ist durchbohrt, und trägt einen Bogen 16 von dikem Eisendrahte, ringförmig an seinen beiden Enden gebildet. In jedem dieser beiden Ringe ist ein starker Eisendraht 17 eingehängt, der bei 18 einen scharfen Winkel bildet, und so dem Puncte 19 zuläuft. Ein kleines 20 von Eisendraht hängt nun jenen Draht, nach seiner Beugung mit dem Fußtritte 20 zusammen. Man sieht leicht ein, daß man, vermittelst dieses Fußtrittes, das vordere Ende der beweglichen Barre 13 hinunterdrükt, und dadurch das andere |23| [Textseite nicht im Druckexemplar vorhanden, wurde aus Google Books Exemplar ergänzt] Ende hebt. Dieses stößt an die Stange 12, welche die Hebel 8 um den Punct 9 bewegen, die Preße 7 nach Unten zu drüken, sie an das federnde Ende der Nadel anlegt, und die Feder schließt. Eine Spiralfeder 24, die am äußersten Ende der Hebel 8 befestigt ist, hält alle diese Theile im Gleichgewichte.

Wir haben bereits den Mechanismus angezeigt, durch welchen Herr Favreau beide Seiten des gewirkten Zeuges einander gleich macht, und der darin besteht, daß er zwei Systeme von Nadeln anbringt, zu welchen die Arbeit abwechselnd übergeht. Der Mechanismus, durch welchen dieser abwechselnde Uebergang geschieht, besteht im Folgenden.

Er hat zuerst das System, welches an den Stangen 9 befestigt ist, so gestellt, daß es sich um die beiden Puncte d und o bewegen kann. Er hat ferner die längliche Vertiefung an der Nadel vergrößert, und endlich zwei Kämme w, und c angebracht, die jedem Systeme zugehören, und die zwischen jedem Zahn eine Nadel aufnehmen. Diese Kämme oscelliren um die Puncte 22 und 25. Um deutlich zu begreifen, wie das Gewirkte von einem Nadel-System zum andern übergeht, sezen wir, es sey gegenwärtig auf dem System a. Durch Hülfe des Kammes des andern Systems q schiebt der Arbeiter das Gewirke über die Chaße hinauf, und stellt dieses lezte so, daß die Enden seiner Nadeln in den Chaßen des ersten Systems liegen; alsdann legt sich der Haken k in seinen Kerb ein, und beide Systeme bleiben nun in dieser gegenwärtigen Stellung. Jezt schiebt der Arbeiter mit dem Kamm des Systems a die Maschen auf das System q.

Auf dem Querriegel D des Gestells, sind die Unterlagen a und 25 befestigt. An der ersten befindet sich das Charnier des Systems das die Platinen trägt. Die zweite hat an ihrem in Winkelhaken gebogenen Obertheile zwei Platten von Eisenblech, die eine hölzerne Stange 26 aufnehmen, auf welcher sich der Läufer mit der Spuhle 27 bewegt. Der kürzere Theil des Winkelhakens 25 ist mit zwei Schrauben-Müttern versehen, vermittelst welcher der Raum regulirt werden kann, in welchem das Platinen-System sich bewegen muß.

Das sind die verschiedenen Stüke, aus welchen der |24| [Textseite nicht im Druckexemplar vorhanden, wurde aus Google Books Exemplar ergänzt] Favreau'sche Stuhl zusammengesezt ist. Sie sind zahlreich, und die Anordnung derselben ist nicht immer so einfach, als es möglich gewesen seyn würde. Indeß verrichtet die Maschine ihre Arbeit sehr gut, und liefert sehr schöne Producte. Uebrigens darf man glauben, daß der Erfinder diesen Stuhl so viel als möglich vereinfachen wird.

Uns bleibt nur noch übrig, diese Maschine arbeitend zu zeigen. Wenn man die Construction der verschiedenen Theile, die wir bis jezt beschrieben haben, gut begriffen hat, so wird es leicht seyn, den verschiedenen Operationen zu folgen.

Sezen, wir das Werk sey jezt auf den Nadeln des Systems a; oder, mit anderen Worten, daß man es so eben, von dem Systeme q auf das System a brachte, der Arbeiter ergreift die Stange s, drükt auf dieselbe, und bringt dadurch die großen Platinen, zwischen den Vordertheil der Nadeln; dann stellt er vermittelst ihres Hakens die Seitentheile u fest, und die Platinen sind jezt in der Stellung, bei welcher der Faden auf die Nadeln gelegt werden kann. Jezt drükt er mit dem Fuß auf den Fußtritt 2, dreht dadurch das große Rad y, und der Sattel v', dem der Laufer 4 vorangeht, bewirkt den Fall der Platinen, von zwei zu zwei Nadeln. Der Faden nimmt dadurch eine Länge an, die doppelt so groß ist, als die zur Bildung einer Masche nöthig ist. So bald der Sattel v' und der Läufer 4 ihren Lauf verrichtet haben, drükt der Arbeiter wiederum, mit der Hand, auf die Querbarre s, und mit dem Fuße, auf den Fußtritt m', wodurch er das System der Platinen nach Unten zu bewegt. In dieser Bewegung legt sich die Barre t' auf die Unterlagen b, und mit dieser werden alle Platinen mit einem Male gehoben. Aber indem diese Platinen wieder gehoben werden, werden die Kleinen, herumgelassen, und vertheilen nun die vorigen Einbüge des Fadens gleichförmig unter allen Maschen. Sobald die kleinen Platinen tief genug heruntergegangen sind, hängen sich die großen wieder an die Barre q' an, an welche sie vermittelst der kleinen Spiralfedern angedrükt werden, die sie in schräger Richtung anziehen. Nun bewegt der Arbeiter das Platinen-System nach Vorne zu, und schiebt den Faden unter die Spize der Feder und bis an das Ende der Nadel, |25| [Textseite nicht im Druckexemplar vorhanden, wurde aus Google Books Exemplar ergänzt] dann läßt er das Platinen-System los, welches von selbst seine Stellung wieder einnimmt. Nun drükt er mit dem Fuße auf den Fußtritt v', der den kleinen Balancier 13, und folglich die Hebel 8, welche der Presse zur Unterlage dienen, in Bewegung sezt. Diese drükt auf die Spize des federnden Theils der Nadel, der sich dadurch in die Chaße legt, wodurch die Nadel die Gestalt, Fig. 4, bekommt. Jezt wird, vermittelst des Kammes des Systems a, die Masche über die Felder weggeschoben, und indem er jezt die Presse los läßt, fährt er fort, mit dem Kamm 22 die Maschen weiter zu schieben, bis sie von dem federnden Theile der Nadel herunter fallen. Alsdann ist die Masche gebildet. Diese Operation nennen die Franzosen l'abattage. Jezt faßt der Arbeiter den Kamm c des Systems q und stellt die Zähne desselben zwischen die Nadeln des Systems a. Er schiebt damit die eben gebildeten Maschen über die Chaße hinaus, und jezt fängt der Uebergang des einen Systems zum anderen an; der Arbeiter bringt das System q heran, und stellt es so, daß das Ende der Nadeln desselben in die Chaßen der Nadeln des Systems a zu stehen kommt. Er bewegt nun den Kamm dieses Systems, und die Maschen werden auf den federnden Theil der neuen Nadeln geschoben; er gibt einige leichte Stöße, und das Gewirke hängt nun an dem System q, und da jezt das System a unnüz geworden ist, so schiebt er es, mit der Handhabe h zurük. Das System, an welchem die Arbeit jezt hängt, vertritt dessen Stelle, und er stellt es in dieser Lage fest, vermittelst eines Hakens, der in eine an dem Ständer C mit Schrauben befestigte Vorkehrung eingreift. In dieser Lage sind die neuen Nadeln unter den Platinen, der Arbeiter läßt das System derselben herunter, hakt es ein, und indem er mit dem Fuße auf dem Fußtritt 2 drükt, spannt sich der Faden über die Nadeln, sogleich bewirken die großen Platinen die größeren Einbüge; hierauf drükt er auf die Barre 5 und auf den Fußtritt m', und die Platinen senken sich alle, und bilden am Faden die Beugungen für die Maschen. Mit dem Systeme derselben schiebt der Arbeiter alle diese Einbüge bis aus Ende der Nadeln; er senkt die Presse, bewegt den Kamm c des Systems q, und schiebt die Maschen auf den federnden Theil, |26| [Textseite nicht im Druckexemplar vorhanden, wurde aus Google Books Exemplar ergänzt] dann läßt er die Presse fahren, gibt einige Stöße, welche die Masche von der Nadel herunter schieben, und die neue Reihe Maschen ist gebildet. Der Arbeiter faßt zum zweiten Male den Kamm c des Systems a, schiebt über die Chassen hinaus die eben gebildeten Maschen, und nachdem er das System q unter das System a stellt, das er in seine wahre Stelle zurük brachte, stellt er das Ende der Nadeln dieses Systems in die Chassen der Nadeln, an welchen das Gewirke hängt; er manöuvrirt mit dem Kamm, und schiebt die Maschen des Systems q auf das System a; und so kehrt alles in dieselbe Lage zurük, von welcher wir ausgingen, und eben diese Operationen werden bis zum Ende der Arbeit auf die nämliche Art wiederholt.

Da die Bewegungen durcheinander laufen, und es schwer ist, sie an der Zeichnung des Stuhles zu erkennen, glaubten wir, sie besonders vorstellen zu müßen, indem wir die, zu jeder Operation nöthigen, Stüke einzeln zeichneten. Dieselben Theile werden übrigens mit denselben Buchstaben bezeichnet.

Die gewirkten Arbeiten dieser Art sind oft mit durchgebrochenen Stikereien geziert. Sie bestehen aus mehr oder minder complicirten Zeichnungen, die man auf dem Stuhle leicht ausführt. Zu diesem Zweke bringt man die Masche von einer Nadel auf eine andere nahe liegende, und fährt mit der Arbeit fort, als wenn alle Maschen vorhanden wären. Man bringt dann die abgehobene Masche in ihre vorige Stelle, und fängt mit der Arbeit von Vorne wieder an. Herr Favreau versichert, daß man an diesen Stuhl die Vorkehrung anbringen kann, mit welcher die durchbrochene gewirkte Arbeiten der Berliner verfertigt werden.

Was die Vorzüge dieser Maschine betrift, so sind sie wichtig genug, um die Belohnungen und die Aufmunterungen zu rechtfertigen, die dem Erfinder zu Theil geworden sind.

Die Stuhlarbeit, mit der aus freier Hand verfertigt, verglichen, verhält sich ungefähr wie 13 zu 1. Man brauchte 10 Tage, um einen Unterrok zu striken, den ein geschikter Arbeiter auf dem Stuhle in neun Stunden verfertigt. Die Façon des gestrikten Unterroks kostet 3 Franken. Der Arbeiter verdient daher bloß 25 bis 30 Cent. täglich. Man sieht folglich, |27| [Textseite nicht im Druckexemplar vorhanden, wurde aus Google Books Exemplar ergänzt] daß gestrikte Arbeit dieser Art nur von Gefangenen, oder von Landleuten in einer Jahreszeit verrichtet werden konnte, wo die Landarbeit ruht; deßhalb konnte auch alle Nachfrage nicht befriedigt werden. Auf dem Stuhle aber kann derselbe Arbeiter zehnmal mehr leisten. Die Stuhlarbeit ist wohlfeiler, der Arbeiter verdient mehr, und der Fabrikant auch. Vorausgesezt, ein gestrikter Rok koste 3 Francs, so wird dieselbe Arbeit, auf dem Stuhle verfertigt, zu 2 Francs 50 Centimes verkauft werden, der Arbeiter, der sie in einem Tage zu Stande bringt, verdient daran 1 Franc 25 Cent., und es bleiben für den Fabrikanten 100 p. C. Man wird sich nicht wundern, daß wir das Taglohn so niedrig ansezten, wenn wir hinzufügen, daß die Bewegungen an diesem Stuhle so wenig Kraftaufwand erfodern, und daß die Arbeit durch Weiber oder Kinder von 12 bis 15 Jahren verrichtet werden kann.

Die Lehrzeit ist kurz. Ein Arbeiter, eine Arbeiterin können schon nach zwei monatlicher Uebung Arbeit einliefern. Zeit und Uebung vermehren nach und nach den Gewinn, so bald stükweise bezahlt wird. Merkwürdig ist es, daß dieselbe Arbeit, welche gestrikt ein Pfund Wolle erfodert, nur 14 1/2 Unzen aufnimmt, wenn sie gewirkt wird, ohne daß dadurch die Qualität des Stoffes leidet. Dieser Unterschied hängt von der größeren Gleichförmigkeit der gewirkten Arbeit ab.

Man begreift, daß die Vortheile, welche dieser Stuhl gewährt, mit der Feinheit der Arbeit zunehmen. Man wird sogar auf demselben Gilets fabriciren können, die man auf der bloßen Haut, an der Stelle der Flanellenen, tragen wird. Sie werden weicher ausfallen, und ohne die Nathen seyn, die öfter lästig werden können.

Der Preis des Favreau'schen Stuhles ist von 800 bis 1000 Francs, je nachdem das Gewirke fein seyn soll. Dieselben Rahmen können indeß zu Nadeln von verschiedener Feinheit dienen, und man muß bloß andere Nadeln, Platinen und Kämme einsezen, was keine große Mühe macht.

Die Kosten für die Erhaltung und die Reparaturen sind unbedeutend. Sie beschränken sich auf den Ersaz einiger Nadeln, die 5 Francs das Hundert kosten, und man zerbricht selten über |28| [Textseite nicht im Druckexemplar vorhanden, wurde aus Google Books Exemplar ergänzt] einige hundert jährlich. Was die anderen Stüke anbetrift, so sind sie so hart, daß die Dauer derselben nicht zu berechnen ist.

Da dieser Stuhl, mit aller Zugehör, 125 Kilogramme wiegt, so läßt er sich auf jedem Stokwerke aufrichten. Er macht viel weniger Geräusch, als der gewöhnliche Strumpfwirker-Stuhl. Da Herr Favreau der einzige ist, der sich mit dem Bau dieser Maschine beschäftigt, so hat er nur erst fünf verfertigen können. Ihr Nuzen läßt hoffen, daß sie bald werden vervielfältigt werden.

Erklärung der Zeichnungen auf der Tab. III.

Fig. 1 perspectivische Zeichnung des Stuhls, von Vorne betrachtet.

Fig. 2 Zeichnung des Stuhls, von der Seite betrachtet.

Fig. 3 Nadel, in ihrem natürlichen Zustande.

Fig. 4 geschlossene Nadel, an welcher nämlich daß äußerste Ende der Feder in der Chasse liegt.

Fig. 5 große Platine, mit ihrer Spiralfeder.

Fig. 6 kleine Platine, mit dem Eisendrahte, an welchem sie hängt.

Fig. 7 elastischer ovaler Ring, am Laufer der die Spuhle trägt.

Fig. 8 Zeichnung aller Theile, die das System der Platinen und der Kämme bilden.

Fig. 9 System der Platinen und aller Vorkehrungen, die sie in Bewegung sezen.

Fig. 10 System der Schnüre für den Läufer, der die Spuhle trägt, und den Sattel, der die Platinen in Bewegung sezt.

In diesen 3 lezten Figuren und in Fig. 1 und 2, bezeichnen dieselben Buchstaben dieselben Theile. Um die Einsicht dieser sehr zusammengesezten Maschine zu erleichtern, hielten wir für nöthig, die verschiedenen Elemente derselben besonders darzustellen. Die verschiedenen Stellungen der Theile, während der Arbeit, sind durch punctirte Linien dargestellt.

Gestell.

AA die vier Ständer, die der Maschine als Füße dienen.

BB untere, große Seitenriegel.

|29| [Textseite nicht im Druckexemplar vorhanden, wurde aus Google Books Exemplar ergänzt]

C Ständer, die in den Querriegel B eingelassen sind.

D oberer Querriegel.

E kleiner Querriegel, der die Ständer A und C mit einander verbindet.

F großer Querriegel, bestimmt, die Seitentheile des Gerüstes A und C mit einander zu verbinden.

G kleiner Querriegel, der die zweite Pfanne trägt, in welcher die Achse des großen Rades ruht.

H Bank des Arbeiters.

Mechanismus.

a Rahmen des ersten Nadel-Systems.

b Mittelpunct der Bewegung für dieses System.

c Rahmen des zweiten Nadel-Systems.

d Mittelpunct der Bewegung für dieses System.

e Mittelpunct der Bewegung für die Stange, welche die Nadeln des zweiten Systems trägt.

f Handhabe, vermittelst welcher der Arbeiter dem zweiten Systeme eine beliebige Lage gibt.

g zweite Lage des Nadel-Systems, a.

h Handhabe, mit welcher der Arbeiter das erste System a, an sich zieht, oder von sich abstößt, um es in die zur Arbeit verschiedene Stellungen zu bringen.

i unbeweglicher Theil, angeschraubt an den Ständer C. Sein Zwek ist, die Handhabe h in ihren beiden Lagen fest zu halten.

k Haken, der das zweite Nadel-System fest hält.

l Einschnitte, in welche der Haken k eingreift.

m Stük, worin die Einschnitte l gemacht sind.

n kleiner Balancier, der das zweite System trägt.

o Mittelpunct der Bewegung dieses kleinen Balanciers.

p Gewicht, welches das System equilibrirt.

q Rahm für das zweite System.

r Hebelarm, verbunden mit den Barren des Rahmens q, vermittelst eines kleinen Bolzens.

s fester Ruhepunct für diesen Hebel.

t Oscillations-Centrum, für die Vorkehrung, welche die Platinen trägt.

|30| [Textseite nicht im Druckexemplar vorhanden, wurde aus Google Books Exemplar ergänzt]

u senkrechte Träger der Querbarren, auf welchen die Platinen angebracht sind.

v horizontal liegende Arme, die mit der Achse t ein einziges Stük ausmachen, und an die senkrecht stehende Theile u durch ein Charnier, wie an einem Cirkelkopfe, befestigt sind.

w Oscillations-Centrum des Kamms für das System a.

x ein an der Achse befestigter Arm, der mit einer Druk-Schraube (vis de pression) versehen ist.

y Druk-Schraube.

z Arm an einer Querbarre befestigt, und von einem der Träger der Achse zum anderen reichend.

a' Träger der Achse t.

b' eine mit den beiden Trägern a' verbundene Barre.

c' Stange, welche die Spize der unteren Feder a' aufnimmt, und die zur Aequilibrirung des Platinen-Systems dient.

e' Vertiefung am Ende des oberen Theiles dieser Feder, für die Spize der Drukschraube y.

f'g' Barre, welche die beiden Arme v mit einander verbindet.

h' Schrauben mit Flügel-Müttern. Sie verlängern oder verkürzen die Schnüre k', die an der Querstange l' des Fußtrittes m', der zur Bewegung des Platinen-Systems dient, befestigt sind.

n' Charnier, am Ende der Barre f'g'.

o' Communications-Stange des Charniers n' mit dem kleinen Balancier p'. Sie dient dazu, die Platinen schneller hinauf zu bringen, als es durch die Senkung des Systems geschehen kann.

q' Barre, welche den Kamm r' trägt; zwischen dessen Zähne liegen die großen Platinen.

s' Rohr von Eisenblech zur Aufnahme des Ansazes (querres) an den kleinen Platinen. Fig. 6.

t' Barre, die dazu dient, alle große Platinen mit einem Male zu heben.

u' Klammer, die das Ende der Barre t' aufnimmt, und zur Stellung desselben dient.

v' Sattel, der das Fallen der großen Platinen bewirkt.

x', Schnur, den Sattel v' zu bewegen.

|31| [Textseite nicht im Druckexemplar vorhanden, wurde aus Google Books Exemplar ergänzt]

y' große Rolle, welche die Schnüre aufnimmt, durch welche mehrere Stüke des Stuhles in Bewegung gesezt werden.

z, kleiner Cylinder, der an der vorigen Rolle befestigt ist.

1 Riemen, durch welchen die Bewegung dem Cylinder und der Rolle mitgetheilt wird.

2.2 Fußtritte, vermittelst welcher der Arbeiter jenen Riemen bewegt.

3 Schnur, die den Läufer, der die Spuhle trägt, in Bewegung sezt.

4 Läufer für die Spuhle.

5 Querbarre, die an den beiden untersten Enden der beiden senkrechten Stangen u befestigt ist. Der Arbeiter faßt diese, wenn das System der Platinen arbeiten soll.

6 Stüztheile für die Barre t'.

7 die Presse. Mit dieser wird die Oeffnung der Nadel geschlossen.

8 Hebel, der der Presse zum Träger dient.

9 Ruhepunct für den Hebel 8.

10 Barre, welche beide Hebel 8.8 mit einander Verbindet.

11 Charnier, in der Mitte der Barre 10, mit Schrauben befestigt.

12 Communications-Barre, die mit einem Charnier an dem kleinen Balancier 13 befestigt ist. Der Mittelpunct 14 dieses Balanciers, wird durch die Unterlage 15 getragen.

16 Bogen aus starkem Eisenblech.

17 senkrechte Schnüre, die mit dem Fußtritte zusammenhängen, und einen Winkel von 18 Grad bilden.

19 Beugung der Schnüre, welche vermittelst der Vorkehrung 20 mit dem Fußtritt 21 für die Presse in Verbindung sind.

22.23 Mittelpunct der Bewegung für beide Kämme.

24 Spiralfeder, an dem hinteren Ende des Hebels 8 befestigt.

25 kleine, eiserne, senkrechte Träger, die an dem Querriegel D befestigt sind.

26 hölzerne Stange, auf welcher der Läufer 4 sich bewegt.

27 die Spuhle mit dem Gespinnste.

28 Schraube zur Stellung des Platinen-Systems.

29 Mittelpunct der Bewegung der drei Fußtritte 22 und 21.

|32| [Textseite nicht im Druckexemplar vorhanden, wurde aus Google Books Exemplar ergänzt]

30 Charnier, die das Centrum der Bewegung des Fußtrittes m' bildet.

31 Zapfen, welcher der Bewegung des Systems der Nadeln q die nöthige Gränze sezt.

32 Leitungs-Rollen für die Schnüre des Läufers 4, und des Sattels v'.

33, 34, 35, 37, 38, 39 verschiedene Theile der Nadeln und Platinen in Fig. 3, 4, 5, 6 vorgestellt.

Hoyau.

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