Titel: Neue Maschine feste Körper sehr fein zu pülvern.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1823, Band 10, Nr. XXVI. (S. 164–165)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj010/ar010026

XXVI. Neue Maschine feste Körper sehr fein zu pülvern.

Aus dem Journal de Pharmacie. December 1822. S. 591.

Mit Abbildungen auf Tab. V.

Herr Petit, Apotheker zu Corbeil, hat der Gesellschaft schon vor einem Jahre eine Maschine zum Pülvern fester Körper mitgetheilt, die sie a. a. O. jezt bekannt macht. Die Maschine besteht aus einem Cylinder oder Fasse, in welchem der zu pülvernde Körper zugleich mit Kugeln von gegossenem Eisen herumgedreht wird. Wenn man glaubt, daß die Masse gehörig gepülvert ist, öffnet man einen Schieber, und läßt das Pulver auf ein starkes Sieb fallen, auf welchem die Kugeln liegen bleiben. Hr. Petit versichert, daß ein Kind mit dieser Maschine in 12 Stunden drei Kilogramme China in das feinste Pulver verwandeln kann.

Die Fig. 34 Tab. V. zeigt: 1. einen Cylinder oder ein Faß |165| von starkem Eisenblech von 3 Fuß im Durchmesser mit von 8 zu 8 Zoll einspringenden Winkeln, welche die Kugeln treiben.

2. ein hölzernes Thürchen, das genau schließt. An der entgegengesezten Seite ist ein ähnliches Thürchen angebracht. Beide dienen zur Reinigung des Cylinders.

3. eine andere hölzerne Thüre, durch welche man die zu pülvernde Substanz und die Kugeln in den Cylinder bringt. Man bringt bei dieser Oeffnung statt der hölzernen Thüre eine zweite aus Blech an, wenn die Substanz gepulvert ist, und man die Kugeln davon scheiden will.

4. eine eiserne Achse, die mitten durch den Cylinder läuft.

5. Gestell, auf welchem die Maschine bloß mit ihren Achsen ruht.

Auf 1 1/2 Kilogramm zu pülvernden Stoffes nimmt man 6 Kilogramme sehr harter Gußeisen-Kugeln von drei Linien im Durchmesser77).

|165|

Wo die bei dieser Maschine unvermeidliche Beimengung des Eisens nicht schadet, könnte diese Vorrichtung in Fabriken zum Pülvern benüzt und vom Wasser getrieben werden. A. d. Ueb.

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