Titel: Frith's Verbesserungen in der Art, verschiedene Farben zu färben und zu druken.
Autor: Frith, Robert
Fundstelle: 1823, Band 10, Nr. LV. (S. 324–331)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj010/ar010055

LV. Große (!) Verbesserungen in der Art, verschiedene Farben zu färben und zu druken, so daß sie auf Baumwolle, Leinen, Seide, Ziegenhaar, (Mohairs), sogenanntem Worsted und Wollenzeugen, Stroh, Bast und Strohhüte fest und haltbar bleiben, und worauf Robert Frith, Färber zu Salford in der Grafschaft Lancaster ein Patent erhielt151). dd. 9. October 1820.

Aus dem Repertory of Arts, Manufactures et Agriculture. N. CCXLIX. Februar 1822. S. 134.

Folgende Bereitungen oder Mischungen von Metallen, Auflösungen und Beizen sind die Materialien, deren ich mich bei meiner Erfindung oder Verbesserung im Färben und Druken der weiter unten erwähnten verschiedenen Farben bediene.

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Nr. 1. Metall-Composition. Ich nehme drei Pfund Blei, und Eine Unze Silber, und schmelze beide zusammen.

Nr. 2. Metall-Composition. Ich nehme 6 Pfund Blok-Zinn, und 1 Unze Silber, und schmelze beide zusammen.

Auflösungen: Nr. 1. Ich nehme Kochsalzsäure, und seze von der Metall-Composition Nr. 1 auf 4–5 Tage zu; dann gebe ich von der Metall-Composition Nr. 2 so viel dazu, als während 4–5 Tagen davon aufgenommen werden kann, und füge dann noch so viel Kupfer- und römischen Vitriol bei, als während eben dieser Zeit aufgenommen werden kann.

Nr. 2. Ich nehme ein Gallon Salpetersäure, Salmiak 4 Unzen, und werfe lezteren in die Säure, seze dann so viel Metall-Composition Nr. 2 zu, bis die Mischung anfange, sich zu verdiken, und lasse sie vor dem Gebrauche 4–5 Tage lang stehen.

Nr. 3. Ich nehme Salpetersäure, und seze von der Metall-Composition Nr. 1, und von Kupfer-Drehspänen oder römischem Vitriol abwechselnd so viel zu, bis sie anfängt dik zu werden, und lasse sie 4–5 Tage stehen, ehe ich sie gebrauche.

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Nr. 4. Ich nehme Salpetersäure, und seze von der Metall-Composition Nr. 1 und Eisen, oder schwefelsaurem Eisen abwechselnd zu, bis sie anfängt, sich zu verdiken, und lasse sie 4–5 Tage vor der Anwendung stehen.

Beize. Um aus obigen Auflösungen eine Beize zu machen, nehme ich 4 Theile von Nr. 2, 1 Theil von Nr. 3, und 2 Theile von Nr. 1, und mische dieselben zusammen; dann seze ich 1 Theil Wasser auf 4 Theile dieser Mischung zu, und hierauf eine Pinte starken Sumach, Galläpfel, Marobilau oder Valonia (strong liquor from shumach galls, marobilau, or valonia, SIC!) und gebe noch Alaun im Verhältnisse von 4 Unzen auf Ein Gallon hinzu.

Folgende Farben werden auf die angegebenen Stoffe mit obigen Materialien auf folgende Weise gefärbt.

Gelb und Strohgelb auf Baumwolle und Seide. Ich ziehe die Waare durch obige Beize Nr. 5, wasche sie aus, und weke die Farbe mit Wau, oder mit Wau und Gelbrinde (bark), oder mit Wau und Gelbholz (Fustic). Dann wasche ich sie ab, trokne sie, und ziehe sie durch eine starke rothe Flüßigkeit, oder eine Auflösung aus 2 Pfund Alaun und 1 Pfund Bleizuker auf 1 Gallon mit 2 Unzen Perl-Asche gegohrenen ( SIC! fermented) Wassers; wasche sie neuerdings, und frische sie mit Wau, oder mit Wau und Gelbrinde, oder mit Wau und Gelbholz auf; wasche sie wieder und trokne sie.

Orange und Roth. Dasselbe Verfahren, wie bei Strohgelb und Gelb, bis es zu dem zweiten Weken kommt, wo ich mich des Waus und des Krappes bediene, und zwar des Wurzel- oder Spizen-Krappes (madder root or crop madder) oder des Gelbholzes und des Krappes: dann wasche ich die Waare, und trokne sie. Zur rothen Farbe nehme ich mehr Krapp, als zur orange, je nachdem nämlich der Ton der Farbe seyn soll.

Grün auf Baumwolle und Seide. Ich färbe die Waare mit Indigo mehr oder minder hell oder dunkelblau, nach dem verlangten Tone der grünen Farbe, und bediene mich desselben Verfahrens, wie bei Gelb und Strohfarben.

Nelkenfarbe auf Baumwolle und Seide. Ich ziehe die Waare durch die Beize Nr. 5, wasche sie aus, und frische mit |327| starkem Galläpfel-, Sumach-, Marobilau-, oder Valonia-Aufgusse auf; wasche sie wieder aus, und trokne sie; ziehe sie dann wieder durch die Beize Nr. 5, wasche sie aus, und frische mit Cochenille auf.

Roth auf Baumwolle oder Scharlachroth auf Seide. Ich ziehe die Waare durch die Beize Nr. 5, wasche sie aus, und frische mit starkem Galläpfel-, Sumach-, Marobilau- oder Valonia-Aufgusse auf, wasche sie aus und trokne sie. Dann ziehe ich sie durch die Beize Nr. 5, und wasche sie aus, und frische sie mit starkem Galläpfel-, Sumach-, Marobilau- oder Valonia-Aufgusse auf; ziehe sie zum drittenmale durch dieselbe Beize, wasche sie aus, und frische sie mit Cochenille auf.

Scharlachroth auf Baumwolle. Ich verfahre wie bei dem Roth, nur daß ich noch einmal mehr auffrische, und die Waare durch die Beize ziehe; dann wasche ich sie aus, und frische mit Cochenille auf.

Schwarz auf Baumwollen-Garn. Auf 1 Gallon Eisen-Flüßigkeit (SIC! iron liquor) seze ich 2 Unzen Grünspan zu, und koche sie. Dann färbe ich das Garn mittel-indigoblau, wasche es aus, trokne es, und ziehe es durch Sumach-, Galläpfel- oder Valonia-Aufguß; dann durch die Beize Nr. 5, und wasche es wohl aus. Hierauf frische ich es mit Galläpfel-, Sumach- oder Valonia-Aufguß aus, wasche und trokne es, und ziehe es durch obige Eisen-Flüßigkeit, die mit eben so viel Wasser vermengt ist, trokne es, wasche es, und trokne es wieder, und frische es mit Krapp und etwas Galläpfel-Aufguß auf; trokne es wieder, wasche es, und ziehe es noch einmal durch die verdünnte Eisen-Flüßigkeit, und frische es wie zuvor auf.

Oliven und lichtbraune Farbe auf Baumwolle und Wolle. Ich ziehe die Waare durch die Beize Nr. 5, und frische sie mit Sumach-, Galläpfel- oder Valonia-Aufguß auf, wasche und trokne sie, und ziehe sie durch die oben bei der schwarze Farbe erwähnte Eisen-Flüßigkeit, wenn sie olivenfarbig werden soll: zur Darb-Farbe ist aber eine schwächere Eisen-Flüßigkeit notwendig, nämlich: 6 Theile Wasser auf 1 Theil Eisen-Flüßigkeit. Hierauf wasche und trokne ich sitz, und frische sie mit Wau oder etwas Krapp und Galläpfel auf.

Carmesinbraun und Purpur auf Baumwolle und |328| Seide. Ich ziehe die Waare durch die Beize Nr. 5, und wasche sie ab; frische sie dann mit einem schwachen Galläpfel-, Sumach-, Marobilau- oder Valonia-Aufgusse auf; wasche sie aus, und trokne sie; ziehe sie dann durch eine Mischung der rothen und der Eisen-Flüßigkeit, welche aus zwei Theilen rother Flüßigkeit auf Einen Theil Eisen-Flüßigkeit besteht; für dunkle Farben seze ich 6 Theile Wasser auf 1 Theil dieser Mischung zu; für lichtere nehme ich 50 Theile Wasser auf 1 Theil dieser Mischung, und ziehe dann die Waare durch, trokne sie und wasche sie aus und frische sie mit Cochenille oder Krapp oder Cochenille und Krapp auf (SIC. Weth oochineal or madder, or cochineal and madder).

Carmesin und Granatfarben. Ich nehme mehr von der rothen Flüßigkeit und weniger von der Eisen-Flüßigkeit als zuvor; nämlich 1 Pinte von der rothen auf 1 Gallon Eisen-Flüßigkeit, und frische mit Cochenille oder Krapp, oder mit beiden zugleich auf, und wasche hierauf aus.

Braun. Ich bediene mich desselben Verfahrens, wie bei Carmesin, außer daß ich das Verhältniß der rothen und der Eisen-Flüßigkeit ändere; nämlich 1 Quart rothe Flüßigkeit auf 1 Gallon Eisen-Flüßigkeit. Auf Wolle und Ziegenhaar (Mohair) bediene ich mich desselben Verfahrens, wie oben auf Seide.

Um Bast, Stroh und Strohhüte gelb zu färben, menge ich 4 Theile der Auflösung Nr. 2 mit 1 Theile der Auflösung Nr. 3, und weiche den Bast, das Stroh oder die Strohhüte 2 Stunden lang in dieser Mischung, wasche diese Stoffe dann gehörig aus, und frische sie mit Wau, oder mit Wau und Gelbrinde (American bark) oder mit Wau und Gelbholz auf, wasche sie dann aus, und trokne sie.

Was das Druken auf Baumwolle betrifft, so geschieht es, wie folgt:

Um Purpur zu druken, nehme ich von der Auflösung Nr. 1, und koche Campescheholz-Späne in Wasser, bis das Hydrometer des Rochetta 6 weiset. Dann koche ich 4 Unzen Cochenille in 1 Gallon Wasser zur Hälfte ein, und seze ein halb Pfund Krapp auf 1 Gallon Wasser zu, füge 2 Unzen gemahlener Gallapfel bei, und lasse es 4–5 Tage lang stehen. Dann nehme ich 5 Quart der Campesche-Flüßigkeit, 1 Quart der Cochenille-Flüßigkeit, und 1 Quart der Krapp- oder Galläpfel-Flüßigkeit, |329| mische sie zusammen, und verdike sie mit Stärke oder feinem Mehle, oder Traganth-Gummi. Wo ich Stärke nehme, nehme ich 4 Pfund auf 1 Gallon dieser Mischung; wo ich Traganth brauche, nehme ich so viel zu der Mischung, als nöthig ist, um sie gehörig dik zu machen. Dann nehme ich 6 Theile von der Auflösung Nr. 1, 1 Theil der Auflösung Nr. 2, und 1 von der Auflösung Nr. 3, mische sie durch einander, und seze Alaun im Verhältnisse von 1 Unze auf 1 Gallon zu. Hierauf nehme ich 1 Quart von dieser Mischung der Auflösungen auf 1 Gallon der Verdikten Farbe. Nach dem Druke, und wenn die Farbe aufgefrischt werden soll, nehme ich sehr schwaches Vitriolöl und Wasser, und wasche dann aus.

Um Carmesin auf Baumwolle zu druken, nehme ich 2 Pfund Bleizuker, (sacchara saturna 152)), 4 Pfund Alaun, 6 Unzen Weinstein, und 4 Unzen gemahlene Gallapfel auf 1 Gallon Wasser, und rühre sie 2 Tage über gut durch einander; dann lasse ich sie mit 2 Unzen Perl-Asche gähren (ferment), und rühre sie während 24 Stunden zuweilen um. Dann verdike ich die Farbe mit Senegal-Gummi, und seze auf 1 Gallon derselben eine halbe Pinte der Auflösung Nr. 2 zu; dann druke ich, und nach 3, 4 Tagen dünge (dung 153)), und reinige ich die Waare gut. Hierauf frische ich sie in einer Abkochung von Cochenille und Krapp, in dem Verhältnisse von 4 Unzen von jedem auf ein Stük von 28 Yards, auf, und helle sie mit etwas Kleye, aber nicht zu stark noch zu lang in der Arbeit.

Um chemisch Roth auf Baumwolle, Wolle oder Seiden-Waaren zu druken, nehme ich ein halbes Gallon der Auflösung Nr. 2, ein Quart der Auflösung Nr. 3, und eine Pinte der Auflösung Nr. 4, und mische sie zusammen. Dann seze ich 1 Pfund Färberröthe, und 2 Unzen gemahlene Galläpfel zu, und rühre sie wiederholt durch 24 Stunden fleißig um. Hierauf nehme ich die klare Flüßigkeit davon ab, und seze derselben so viel Cochenille zu, als sie während 24 Stunden aufzulösen (SIC, dissolve) vermag, und rühre sie öfters um. Dann nehme ich |330| die klare Mäßigkeit, und verdike sie mit Traganth-Gummi so lang, bis sie zur Arbeit tauglich ist. 48 Stunden nach dem Druke wasche ich die Waare in klarem Wasser, außer wenn sie von Wolle ist, wo ich sie, ohne Waschen, 2 Stunden lang dünsten lasse.

Um chemisch Gelb auf Baumwolle zu druken, koche ich Gelbrinde (American bark) türkische oder französische Kreuzbeeren, zusammen oder einzeln, in Wasser, bis auf Nr. 4 an Rochetta's Hydrometer. Dann verdike ich ein Gallon dieser Abkochung mit Traganth-Gummi, Stärke oder mit feinem Mehle, und seze eine Pinte der Auflösung Nr. 1 zu; druke dann den Zeug, und trokne denselben bei sehr mäßiger Hize durch 24 Stunden, worauf ich denselben in Wasser auswasche.

Um chemisch Grün auf Baumwolle zu druken, nehme ich von der Auflösung Nr. 1, und seze so viel fein gemahlenes Preußisch-Blau zu, bis sie gehörig verdikt wird, und rühre sie während 3 Wochen gehörig um. Dann nehme ich 1 Theil der oben erwähnten Farbe, welche ich zum chemisch Gelb brauche, auf 1 Theil des oben erwähnten Blau, mische beide gehörig, und verdike sie mit so viel Traganth als nöthig, druke hierauf den Zeug, und nach 24stündigem gelindem Troknen wasche ich denselben in Wasser.

Roth auf gelbe Seide zu druken, welche auf die oben bei Strohgelb und Gelb angegebene Weise gefärbt wurde.

A. Ich bereite eine starke Cochenille-Abkochung, und siede sie so lang, bis das Hydrometer des Rochetta 4 zeigt; dann seze ich zu 1 Theile dieser Abkochung Alaun, oder etwas von der Beize Nr. 5, bis sie sich bricht. Nachdem sie sich gesezt hat, filtrire ich sie durch ein feines Baumwollen- oder Wollentuch, und seze 1 Gallon dieser Abkochung 1 Pfund Alaun, 1 Pfund Weinsteinrahm und 4 Unzen Grünspan, oder, statt des Grünspanes, 3 Unzen blauen Vitriol zu; halte die Mischung so lang heiß, bis alles aufgelöst ist, und seze hierauf so viel von dem filtrirten Lake zu, als nöthig ist, um die verlangte Farbe zu er, zeugen, worauf ich sie mit Senegal-Gummi verdike.

B. Ich bereite eine starke Abkochung von Brasilienholz, welche 4 an Rochetta's Hydrometer zeigt, und behandle dieselbe in jeder Hinsicht so, wie die Cochenille-Abkochung Litt. A. |331| C. Ich bereite eine starke Abkochung von Persico (Pfirsich-Holz, peach wood), welche 4 an Rochetta's Hydrometer zeigt, und behandle sie in jeder Hinsicht auf dieselbe Weise, wie A. und B. Dann nehme ich gleiche Mengen der obigen verbitten Farben A, B, C, und druke. Sind verschiedene Schattirungen nöthig, so menge ich zwei Theile von C. mit Einem Theile von A, oder ich nehme drei Theile von B auf Einen Theil von A, und vier und zwanzig Stunden nach dem Druke dämpfe ich den gedrukten Zeug zwei Stunden lang, und wasche denselben dann aus.

Schwarz und Roth auf denselben gelben Seidenstoff zugleich zu druken. Ich koche Campeche-Holz solang in Wasser, bis Rochetta's Hydrometer 6 weiset: dann verdicke ich die Abkochung mit Gummi-Senegal, und seze auf Ein Gallon der verdikten Farbe Eine Pinte der Auflösung Nr. 4 zu, und eine halbe Pinte der Auflösung Nr. 3. Hierauf druke ich, trokne, dämpfe, und wasche, wie oben, aus.

Nankin-Farbe auf Baumwolle, Garn oder Zeug zu färben. Ich nehme von der Beize Nr. 5, und seze die Hälfte Wasser zu. Dann ziehe ich das Garn oder den Zeug durch, wasche gut aus, und frische die Farbe in einer Abkochung von Galläpfel, Valonia, Sumach, Marobilau, Erlen-Rinde, Nankin-Rinde, Mahogany-Rinde oder Sägespäne auf, wozu ich entweder nur eines dieser Ingredienzen, oder alle, oder einen Theil derselben nehme. Hierauf ziehe ich die Waare wieder durch die Beize Nr. 5, wasche sie aus, und ziehe sie durch warmes Seifen-Wasser, und trokne sie.

Urkunde dessen etc.

Seit ein paar Jahren haben uns die englischen Journale nichts Neues aus dem Gebiete der Druk- und Färbekunst gebracht. Auch die Beschreibung dieses Patents enthält, außer vielem Unsinn, nichts wesentlich Neues. Wir theilen daher dieses Patent bloß zum Belege unserer früheren Behauptung, daß die Engländer in der Kattundrukerei, hinsichtlich des Geschmaks und des Colorits, weit hinter den bessern deutschen und französischen Drukereien zurük sind, in einer Uebersezung mit. Daß aber auch Englands wissenschaftliche Männer diesen Mangel fühlen, glauben wir am beßten durch Anführung eine Urtheils, das der Redacteur des London Journals of Arts et Sciences in Nr. 11. S. 229 über dieses Patent fällt, zu bewahrheiten. Er sagt: „Obschon ein erfahrner Künstler vielleicht aus demselben etwas Nüzliches lernen kann, so müßen wir doch die Dunkelheit und Incorrectheit vieler der hier gegebenen Anweisungen sehr beklagen. Bei Bereitung der Auflösung Nr. 1 heißt es, wir sollen Kochsalzsäure nehmen; man sagt uns aber mit keinem Worte, wieviel. Bei den Auflösungen Nr. 3 und 4 wird Salpetersäure erwähnt; es kommt aber keine Silbe über die Menge derselben vor. Bei der Auflösung Nr. 5 wird starke Sumach, Galläpfel, Myrobalanen oder Valonia Flüßigkeit befohlen; man spricht aber keine Silbe über die Art, wie diese Flüßigkeit bereitet werden soll. Ueber dieß kommt eine Menge dunkler und unverständlicher Anweisungen hier vor, über welche wir es nicht der Mühe werth finden, unsere Zeit zu verlieren. Bemerken müßen wir jedoch, daß das Ganze auf eine höchst barbarische und unwissenschaftliche Weise zusammengestoppelt ist. Möchten doch die Patentträger unseren wiederholten Ermahnungen Gehör schenken! Wir glauben ferner, daß in dem ganzen Patente auch nicht Ein Ingrediens vorkommt, welches nicht bereits früher in der Färberei gebraucht worden wäre, und wir sehen nicht ein, wie ein Patentträger auf verschiedene Verbindungen von Materialien, woran nichts neu ist, ein Recht auf ein ausschließendes Privilegium in Anspruch nehmen kann.“ Weitere Bemerkungen über dieses Patent würden uns zu weit führen. D.

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SIC!! Man sollte glauben, der Hr. Patentträger hat bei dem Redacteur der Pharmacopoea b***a latein gelernt. A. d. Ueb.

|329|

Durch ein Kuhmistbad passiren. D.

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