Titel: Ueber Verfälschung der ätherischen Oele und Essenzen mit Alkohol.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1823, Band 10, Nr. XVII./Miszelle 36 (S. 125–126)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj010/mi010017_36

Ueber Verfälschung der ätherischen Oele und Essenzen mit Alkohol.

„Ich werde“, sagt Vauquelin in den Annales de Chimie, März 1822 „bei Gelegenheit einiger Versuche über Verbindung der Essigsäure und des Alkoholes mit flüchtigen Oelen S. 281 von der Régie des Octrois de Paris, befragt: ob es nicht vielleicht möglich wäre, unter dem Namen Essenzen, z.B. unter Terpentin, eine gewisse Quantität Alkohol zu verkaufen; ein Betrug den nur die Firniß-Fabrikanten treiben können; und wirklich zeigten mir meine Versuche, daß man eine gewisse Menge Alkohol damit verbinden kann, ohne daß es möglich wäre, denselben auf dem gewöhnlichen Wege zu entdeken, indem, so lang der Alkohol das Oel, dem Volumen nach, nicht bedeutend übertrifft, diese Mischung sich nicht bedeutend mit dem Wasser trübt, und der Geruch öfters durch jenen der Essenz, als dem stärkeren, verstekt wird.“

|126|

„Nach den angestellten Versuchen kann das Terpentinöl 12 p. C. seines Volumen Alkohol enthalten, ohne daß man denselben auf andere Weise als durch sein etwas geringeres specifisches Gewicht entdeken kann, oder durch oft wiederholtes Waschen. 100 Theile Terpentinöl und 20 Theile Alkohol trüben sich nicht mit Wasser; wenn man aber denselben auf Wasser gießt, und leicht schüttelt, so sieht man, wie ein Theil des Alkohols sich davon trennt, und, mit Wasser sich vereinigend, sehr merkbare Streifen bildet.“

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: