Titel: Ueber Barton's Stahl-Brillantirung.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1823, Band 10, Nr. XVII./Miszelle 6 (S. 116)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj010/mi010017_6

Ueber Barton's Stahl-Brillantirung.

Bekanntlich ließ Hr. John Barton, Ausschuß-Controleur an der Münze zu London, im August 1822 sich ein Patent auf Anwendung prismatischer Farben aus die Oberfläche des Stahles und anderer Metalle ertheilen. Er sagt in der Erklärung seines Patentes, daß seine Anwendung in der Eigenschaft besteht, welche die auf Metall gezogenen Linien, zumal wenn sie außerordentlich zart und parallel, z.B. von 500 bis 10,000 auf ein Zoll langes Stük polierten Stahles mit Demant gezogen werden, besizen, das Licht zu zersezen, und dadurch auf der Oberfläche des Stahles prismatische Farben zu erzeugen. Diese Linien lassen sich nun von einem solchen gehärteten und polierten Stahle durch Druk auf anderen Stahl oder anderes Metall übertragen, und auf demselben das prismatische Farbenspiel hervorbringen. „Mit können“, sagt das London Journal of Arts and Sciences N. XXI. S. 126 „nicht begreifen, was der Patentträger mit dieser Erklärung will. Die Eigenschaft, welche auf Metall gezogene feine Linien besizen die Lichtstrahlen zu zersezen, und dadurch die Farben des Prismars zu erzeugen, ist keine Erfindung oder Entdekung, sondern ein längst bekannter Grundsaz in der Optik. Das Verfahren, Linien so auf das Metall zu schneiden, daß sie diese Wirkung hervorbringen, ist auch nicht neu. Es müßte also nur die Anwendung auf Verzierung hier ein Patentrecht geben können. Läßt sich aber ein solches Patent vertheidigen oder behaupten?“

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