Titel: Ueber Anwendung der Hohlunder-Kohle zum Polieren des Messinges, Kupfers und entkohlten Gußstahles. Von Hrn. Th. Gill.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1823, Band 10, Nr. XVII./Miszelle 7 (S. 116–117)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj010/mi010017_7

Ueber Anwendung der Hohlunder-Kohle zum Polieren des Messinges, Kupfers und entkohlten Gußstahles. Von Hrn. Th. Gill.

In einer kleinen Schrift über Firnissen und Lakiren (treatise on varnishing, lackering etc.) wird Hohlunder-Kohle zum Polieren des Messinges empfohlen, ehe man dasselbe firnißt. Als ich Hrn. Perkins über diese Kohle sprach, zeigte er mir einen Vorrath, den er sich hievon zum Polieren des entkohlten Stahles sorgfältig bereitet hatte, und Hr. Turrell versicherte mir, daß er keine bessere Kohle zum Polieren der gestochenen Kupfer-Platten kennt, als die Kohle des Hrn. Perkins. Die Linealmacher bedienen sich des Hohlunder-Holzes häufig statt des Buchsbaum-Holzes. Es läßt sich leicht verkolen, wenn man es in kleine Stüke schneidet, und in einen hinlänglich |117| tiefen Tiegel stekt, um es oben 4 Zoll hoch mit feinem Sande oder Lehmen bedeken zu können. Diesen Tiegel stellt man Abends in das gewöhnliche Küchenfeuer, läßt ihn die Nacht über in demselben, und am folgenden Morgen wird er kühl genug seyn, um die Kohle herausnehmen zu können.

Die Kupfer-Platten-Schmiede ziehen Weidenkohlen zum Polieren vor. Wir haben Ulmenkohle, wenn sie auf obige Weise verfertigt wurde, eben so brauchbar gefunden. Man muß sie zuerst mit Wasser anwenden, wo sie sehr schnell rizt, und dann, zum eigentlichen Polieren, mit Oel. Um bei dem Polieren die gehörige Wirkung mit der Kohle hervorzubringen, muß sie unter einem Winkel von beiläufig 45° gehalten werden.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: