Titel: Warnung vor einem neuen Weinklär-Pulver.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1823, Band 10, Nr. XLIII./Miszelle 7 (S. 251)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj010/mi010043_7

Warnung vor einem neuen Weinklär-Pulver.

Es ist bekannt, daß man bisher mit Eiweiß den Wein klärte. Man sängt jezt an, ein Weinklär-Pulver sehr theuer zu verkaufen, das rothbraun aussieht, und das man mit eben so viel Wasser oder Wein abrühren soll, als man gewöhnlich zum Eiweiß braucht, und dann in das Faß, auf die wohlbekannte Weise, zu schütten hat. Dieses Pulver ist nichts als getroknetes Blut, das durch den in demselben enthaltenen Eiweiß-Stoffe wirkt, und das Eiweiß von 2 Eiern wirkt eben so viel, als die Dosis dieses Pulvers, die man auf 200 Litres Wein vorschreibt. Ueber dieß ist das Eiweiß nicht bloß wohlfeiler, sondern hat auch nicht den Leim-Geschmak, den dieses Pulver bei sich führt, und wodurch es die feinen Weine verdirbt. Man kann auch Eiweiß zum Klären des Weines pülvern. (Vergl. Gay-Lussac in den Annales de Chimie etc. November 1822. S. 335.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: