Titel: Frühe Erdäpfel in Gärten im Freien zu ziehen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1823, Band 10, Nr. LXVI./Miszelle 13 (S. 377)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj010/mi010066_12

Frühe Erdäpfel in Gärten im Freien zu ziehen.

Der berühmte Sir Thom. Knight, Esqu., theilt in einem Aufsaze in den Transactions of the London Horticultural Society, welcher sich auch im Repertory of Arts, März 1823. N. 250 S. 245 befindet folgende Beobachtungen hierüber mit: „Es ist allgemein bekannt“ sagt er, „daß, wenn man späte Erdäpfel haben will, man nur sehr kleine Stüke von den Knollen der Erdäpfel legen darf, welche lange Zeit brauchen, bis sie wieder Knollen bilden. Eben so werden umgekehrt die größten Knollen wieder am frühesten andere junge Knollen erzeugen.“ Er schlägt daher vor, um frühe Erdäpfel zu bekommen, im Spätherbste die größten und stärksten Knollen auszulesen, und diese im nächsten Frühlinge so bald als möglich zu legen. Diese stärkeren Knollen werden zugleich auch stärkere Triebe bilden, und dadurch auch im Stande seyn, dem Froste im Frühjahre kräftiger zu widerstehen, als die Schwächlinge aus den kleinen Knollen. Die Knollen müssen ferner so in die Erde gelegt werden, daß die Leitungsknospen nach Aufwärts stehen, und nicht nach Abwärts gekehrt sind, indem sie dank nicht bloß früher treiben, sondern auch stärkere Triebe bilden. Er fand es auch öfters sehr zuträglich, die Pflanzen, so wie sie in ihren Reihen erschienen, zu häufeln, wodurch sie gegen den Frost geschützt, und nichts weniger als verspätet werden. Hr. Knight findet nicht, daß dadurch, daß man große Knollen legt, übel gewirthschaftet würde, wo man eine mehr Ertrag gebende frühe Ernte dabei gewinnt. Er zeigt übrigens durch Versuche, daß die gewöhnliche Idee, als ob der alte Knollen nichts zur Erzeugung der jungen und der Triebe von seiner eigenen Substanz hergäbe, ganz falsch ist.

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