Titel: Neue Schreibtafeln zum Schreiben Lernen für Kinder.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1823, Band 10, Nr. LXVI./Miszelle 23 (S. 379–380)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj010/mi010066_22
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Neue Schreibtafeln zum Schreiben Lernen für Kinder.

Bekanntlich hat Hr. Keyworth zu Sleaford in Lincolnshiere schon im J. 1814 von der Londner Society for Encouragement einen Preis für Schreibtafeln aus sehr dünnem Horne erhalten, welche die Kinder nur auf die Vorschrift legen dürfen, um diese durch dieselben nachzuschreiben, und dann wieder auslöschen können, um die Uebung zu wiederholen. Hrn. Keyworth's Täfelchen brauchten aber Schrauben und einen dünnen Ueberzug aus Spanisch-Weiß. Hr. Leroy, Professor der Schreibkunst zu Paris, Chaussée d'Antin, N. 52, bedient sich jezt gleichfalls solcher Täfelchen aus Horn, die er aber an der oberen Fläche etwas matt hält, indem er sie mit etwas Harz reibt, um den Ueberzug zu ersparen, und dock mit einer nicht scharfen, nicht beizenden Tinte darauf schreiben, und diese mit einem Schwamme leicht wegwaschen zu können. Die Vortheile für den Schreibschüler, der hier eine sichere und bestimmte Hand erhält, für die Eltern, die Risse von Papier ersparen, ist einleuchtend, und Hr. Leroy verdiente allerdings für diese Erfindung, oder vielmehr für diese Verbesserung einer englischen Erfindung, eine Belohnung: nur fragt es sich: woher wir Horn genug nehmen sollen; oder ob wir der Hoffnung leben können und dürfen, daß in unsern Zeiten die Hörner aller Art nicht so leicht ausgehen werden? (Vergl. Bulletin de l. Soc. d' Encour. p. l' industr. nat. N. 218. S. 255.)

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