Titel: Neue Retorten der Hrrn. Gibbons und Wilkinson zur Bereitung des Beleuchtungs-Gases aus Steinkohlen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1823, Band 10, Nr. LXVI./Miszelle 25 (S. 381)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj010/mi010066_24

Neue Retorten der Hrrn. Gibbons und Wilkinson zur Bereitung des Beleuchtungs-Gases aus Steinkohlen.

Aus dem Bulletin d. l. Soc. d' Encouragement N. 221 S. 378.

Die Hrn. Gibbons und Wilkinson füttern ihre gewöhnlichen Metall-Retorten innenwendig mit Ziegeln, Thon, oder mit irgend einer anderen Substanz aus, die der zerstörenden Einwirkung der Säuren zu widerstehen vermag, und theilen sie, nach der Richtung ihrer Achse, durch eine Scheidewand.

Auf die erstere Weise werden diese Retorten vorzüglich für chemische Fabriken tauglich, weil sie von Sauren nicht angegriffen werden; auf die leztere liefern sie mehr Ertrag, weil sie dem Feuer eine größere Oberfläche darbiethen: und diese taugt verzüglich zur Gas-Erzeugung. Es ist bekannt, daß, wenn man die Steinkohlen zerkleint, man schneller und in größerer Menge Gas erhält. Die Hrn. Gibbons und Wilkinson bedienen sich sehr großer Retorten aus Gußeisen mit doppelter Scheidewand. Das untere Fach, 10 Fuß über dem Grunde der Retorte, nimmt die Steinkohlen auf; das zunächst darüber liegende die Cokes, den Thon etc., welche, bei einer sehr hohen Temperatur, den Theer zersezen, und in sehr reines Gas verwandeln. Die größte Retorte dieser Herren gibt, binnen 24 Stunden, 6,000 Cubic-Zoll. Auf diese Weise wird auch das Verlegen dieser Retorten mit Theer beseitigt.

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