Titel: Mittel zur Vertreibung der Insecten: Wanzen, Blattläuse, Raupen etc.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1823, Band 10, Nr. LXVI./Miszelle 27 (S. 382)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj010/mi010066_26

Mittel zur Vertreibung der Insecten: Wanzen, Blattläuse, Raupen etc.

Man nimmt Holzschwämme, oder von den großen braunen stinkenden Löcherschwämmen, 3000 Gramm, d.i. 6 ℔; schwarze Seife, 1000 Gramm, d.i. 2 ℔; geraspelte Krähenaugen 64 Gramm, d.i. 4 Loth; gemeines Wasser, 1,000,000 Gramm oder 200 ℔.

Man gibt die zerquetschten Schwämme, wenn sie anfangen zu faulen, in das Wasser, in welchem die Seife aufgelöst ist, und läßt alles in einem Fasse einige Tage über faulen, während welcher Zeit man die Flüssigkeit öfters umrührt. Wenn diese bereits recht stinkend geworden ist, gießt man einen Absud der obigen Menge von Krähenaugen in hinlänglicher Menge Wassers in dieselbe. Mit dieser Flüssigkeit besprizt man die Gegenstände, welche man gegen die Insecten sichern will, sowohl in den Garten, als anderswo, hüthet sich aber, Vergoldungen oder polirte Metallarbeiten damit zu besprengen, indem diese schwarze Fleken davon erhalten würden. Die Insecten können diesem stinkenden Gifte nicht widerstehen. Aus dem Journal de Pharmacie. Fevrier 1823. S. 61.179).

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Wir theilen dieses Mittel nicht zur Anwendung, sondern bloß darum mit, um dagegen zu warnen. Daß Niemand seine Wohnzimmer, seinen Blumengarten mit solchem pestilentialischen Gestanke erfüllen wird, versteht sich zwar von selbst, und wird keiner Bemerkung bedürfen; daß aber der Staub der Krähenaugen, der an Gemüsen etc., die man im Garten oder auf Feldern mit diesem Stinker übergießen würde, um sie gegen Insecten zu schüzen, in den Falten der Blätter etc. hängen bleiben wird, ein der Gesundheit höchst gefährliches Gift ist, von welchem man die damit öfters begossenen Pflanzen nie wieder vollkommen reinigen kann, dieß glauben wir hier unseren deutschen Lesern zu Gemüthe führen zu müssen. A. d. Ueb.

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