Titel: über den Widerstand des Gußeisens, in Anwendung auf Röhren und Dampfkessel
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1823, Band 10, Nr. LXVI./Miszelle 3 (S. 371–372)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj010/mi010066_3

über den Widerstand des Gußeisens, in Anwendung auf Röhren und Dampfkessel

in denselben Annales d. Chim. S. 351. verbinden, und nur einige Thatsachen aus dieser, der Prüfung der Physiker und Techniker werthen, Abhandlung des Hrn. Girard ausheben. Hr. Girard fand das Maximum Stärke der Wände eines hohlen Cylinders, wenn der äußere Durchmesser sich zu dem innern wie 11:5 verhält. Er nimmt mit Hrn. Samuel Brown und Georg Rennie, in den Philosoph. Transact. 1818 an, daß ein Prisma, dessen Grundfläche 1/4 □ Zoll ist, bei 1200 avoir du poids Gewicht bricht. Will man also, sagt er, die Dike einer horizontalen Röhre aus Gußeisen, |372| die ein Metre im Durchmesser hat, und die eine Wassersäule von der Schwere der Atmosphäre auf derselben Basis zu tragen hat, bestimmen, so wird sie ungefähr 41/100 oder, in runder Zahl, ein halbes Millimetre seyn. Ein walzenförmiger Kessel aus Gußeisen von einem Metre im Durchmesser und 15 Linien Dike, wird also einem Druke von 67 Atmosphären zu widerstehen vermögen, d.h. einem 10–11 mal größerem Druke, als der Dampf in einer Maschine, die einen Druk von 6–7 Atmosphären erzeugt. Sezt man die Länge des Kessels gleich zwei Metres, und die beiden Boden eben so dik, = 34 Millimetres so wird jeder derselben einem Druke von 450 Atmosphären zu widerstehen vermögen. – Dieß scheint uns indessen nicht ganz praktisch richtig, und noch weniger die Idee, daß die Böden unter diesem Verhältnisse unendlich stark sind, wie Hr. Girard gefunden haben will.

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