Titel: Bessere Methode, die gegossenen eisernen Walzen in ihre Lager einzusezen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1823, Band 10, Nr. XCII./Miszelle 13 (S. 514)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj010/mi010092_13

Bessere Methode, die gegossenen eisernen Walzen in ihre Lager einzusezen.

Hr. Joh. Collinge zu Lambeth ließ sich im December 1821 ein Patent auf diese Verbesserung, vorzüglich in Hinsicht auf die Zuker-Mühlen in Westindien, ertheilen, worüber das London Journal of Arts N. 24. S. 303. eine Notiz enthält, die wir hier im Auszuge liefern wollen, wen sie auch bei anderen gegossenen eisernen Walzen, als bei jenen in den Zukermühlen, benüzt werden kann; denn man verfährt oft mitten in Europa nicht viel besser mit diesen Walzen als in den Colonien. Man befestigt nämlich die Achsen derselben gewöhnlich mittelst eiserner Keile, die an den Enden derselben eingetrieben werden. Nothwendig müssen diese Keile mit der Zeit gekneipt, und dadurch los, folglich die Bewegungen der Walze selbst excentrisch werden, und ihre Wirkung verlieren. Man will dem Uebel dadurch abhelfen, daß man neue Keile an der Stelle der alten eintreibt, wodurch aber meistens nur eine andere Excentricität entsteht, und zuweilen sogar die gegossene eisere Walze Sprünge bekommt, und bricht.

Hr. Collinge läßt daher zuerst die Achse der Walze aus geschlagenem Eisen bilden, und, wenn sie fertig ist, in den Model der Walze einführen, wo dann das Gußeisen im Flusse sich um die Achse anlegen, mit derselben verbinden, und, wenn es erkaltet ist, die Achse so kräftig in der Walze festhalten wird, daß man für keine weitere Befestigung mehr zu sorgen hat. Die gegossene Walze kommt dann, sammt ihrer Achse aus geschlagenem Eisen, in eine Drehebank, und wird vollkommen cylindrisch abgedreht. Auf diese Weise ist jede Gefahr des Los- oder Excentrisch-Werdens beseitigt.

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