Titel: Chemische Tinte zum Merken der Wäsche, Leinen- und Baumwollenzeuge. Von Hrn. Morin.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1823, Band 10, Nr. XCII./Miszelle 8 (S. 512)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj010/mi010092_8
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Chemische Tinte zum Merken der Wäsche, Leinen- und Baumwollenzeuge. Von Hrn. Morin.

Diese Composition ist einfacher als jene des Hrn. Prof. Henry, läßt sich leicht und schnell bereiten, greift die Stoffe nicht an, und taugt für kleine Haushaltungen, wie für Bleichen im Großen.

Man befeuchtet die Stelle, an welcher man die Leinwand etc. bezeichnen will, mit der Auflösung N. 1. und läßt diese eintroknen. Hierauf schreibt man auf diese Stelle die verlangten Buchstaben mit der Tinte N. 2.

Recept zu N. 1. Man nimmt Pottasche (basische kohlensaure Pottasche) 4 Loth;
destillirtes Wasser 2 Loth.

Die Auflösung wird filtrirt und aufbewahrt.

Recept zu N. 2. Man nimmt Höllenstein (salpetersaures Silber) 3 Quentchen;
arabischen Gummi, gepülvert 1 Loth;
Saftgrün 6 Quentchen,
und löst alles dies in 4 Loth destillirtem Wasser auf;
wird in einem wohlverstopften Gefäße aufbewahrt.
die Auflösung

Hr. Virey bemerkt mit Recht, daß das essigsaure Eisen, das man zum Bezeichnen der Wäsche vorschlug, dieselbe rostig und endlich löcherig macht. Er empfiehlt schwefelsauren Braunstein mit arabischem Gummi zur Syrupdike angemacht: wenn die Wäsche damit bezeichnet ist, wird sie in einer Pottasche-Auflosung ausgewaschen. (Aus dem Journal de Pharmacie. März 1823. S. 109.)

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