Titel: [Ueber Bohrinstrumente.]
Autor: Gill, Thomas
Fundstelle: 1823, Band 11, Nr. XVII. (S. 164–165)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj011/ar011017

XVII. Ueber Bohrinstrumente. Hrn. Jak. Perkins's verbesserter Zimmermanns-Bohrer.

Von Hrn. Gill, in dessen technical Repository B. II. N. 6. S. 412.

Mit Abbildungen auf Tab. IV.

Wir haben in unserer Beschreibung des amerikanischen gewundenen Central-Beissers den Stamm desselben als eine flache gewundene Eisenstange, und die Stämme der verbesserten Bohrer und Handbohrer als dichte eiserne Cylinder91) dargestellt, auf welche später schnekenförmige Furchen eingezogen werden. An diesem verbesserten Zimmermannsbohrer (Fig. 11.) besteht der Stamm aus einer eisernen Stange, die vorläufig zu einem halbcylindrischen Meißel, Fig. 12, gearbeitet, und dann in die schraubenförmige Form, Fig. 11, gedreht wird.

Durch diese vortreffliche Einrichtung erhält der Stamm des Bohrers große Stärke, und die Bohrspäne können zugleich so schnell als möglich aus demselben fallen.

Die Spize, oder der schneidende Theil dieses Bohrers, ist von jener an dem gewöhnlichen Bohrer nicht sehr unterschieden. Seine Form wird sich aus den Figuren 1113 leicht begreifen lassen. Die gegen die rechte Hand hingekehrte Seite, wo der Stahl mit dem Eisen verbunden ist, ist, der größeren Stärke wegen, dicht; die linke Seite aber ist ausgehöhlt, und bildet zwei, unter rechten Winkeln auf einander stehende. Schneiden, wovon die äußere etwas über das kreisförmige Ende des Bohrers hervorragt, wie Fig. 13 zeigt, damit der Stamm freien Spielraum hat, sich in dem von ihm gebohrten Loche zu drehen.

Es ist überflüssig zu bemerken, daß der Arbeiter bei einem so vortrefflichen Bohrer nicht nöthig hat, denselben immerdar aus dem gebohrten Loche zu ziehen, um denselben von den Bohrspänen |165| zu reinigen, indem dieselben so schnell aus dem Bohrer fallen, als sie gebildet werden.

Der Stamm dieses Bohrers kann 12 bis 14 Zoll lang seyn, und an dem seiner Spize gegenüberstehenden Ende entweder einen dünn zulaufenden Schenkel bilden, der, wie gewöhnlich, in ein in der Mitte des Griffes angebrachtes Loch paßt, oder, was besser ist, ein Auge oder einen Stiefel bilden, wodurch der Griff läuft und befestigt wird.

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P. 335, 336 in Gill's Repository, und Bd. X. S. 37 im polytechnischen Journal. D.

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