Titel: Hague's verbesserte Methode, metallne Röhren zu verfertigen.
Autor: Hague, John
Fundstelle: 1823, Band 11, Nr. XXIV. (S. 177–178)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj011/ar011024

XXIV. Verbesserte Methode, metallne Röhren und Cylinder mittelst Anwendung einer Maschine zu verfertigen, worauf Joh. Hague in Great-Pearl-street, Spitalfields, Middlesex am 29. Jäner 1822 sich ein Patent ertheilen ließ.

Aus dem London Journal of Arts. N. 26. S. 76.

Mit Abbildungen auf Tab. IV.

Diese Verbesserung besteht in einer Methode, Metall-Röhren zu gießen, indem man das Metall in einem walzenförmigen Model treibt, der innewendig mit einem Kerne versehen ist. Fig. 27 zeigt einen Durchschnitt dieser Vorrichtung; a, ist ein Trog oder eine Pfanne, in welchem das Metall geschmolzen wird; b, der Ofen oder Feuerherd unter demselben; c, ein hohler Stiefel, der mit dem flüssigen Metalle gefüllt werden muß, was durch die Oeffnung d geschieht. Wenn dieser Stiefel, c, gefüllt ist, wird der Zapfen, e, durch die Schraube, f, niedergedrükt; g, ist der Model, der den Kern enthält. Solcher Kerne muß man mehrere von verschiedener Dike im Vorrathe besizen, die dann in das Ende des metallnen Stiefels eingeschraubt werden, um Röhren von verschiedenem Durchmesser aus derselben Maschine zu erhalten. h ist ein solcher eiserner oder stählerner Kern, der mit der Höhlung des Models an dem kegelförmigen Theile, i, verbunden, und mit Furchen an diesem Theile versehen ist, um das geschmolzene Metall durchzulassen. Dieser wichtige Theil ist jedoch in der Erklärung des Patentes nicht näher beschrieben.

|178|

Wenn der Stiefel mit geschmolzenem Metalle gefüllt ist, wird der Schrauben-Stämpel, k, durch irgend eine schikliche mechanische Kraft vorwärts geschoben, und dadurch das geschmolzene Metall durch den engen Raum zwischen dem Model g, und dem Kerne h durchgepreßt. An dem Ende des Models befindet sich eine Büchse, l, mit kaltem Wasser, um das Metall, so wie es durch den Model durchging, erstarren zu machen, so daß, wie der Schrauben-Stämpel vorrükt, das in den Model gedrükte flüssige Metall den bereits gebildeten Theil der Röhre fortstößt, der dann auf dem Cylinder oder aus der Trommel, m, aufgewunden wird.

Wenn das Metall von der Art ist, daß es sich biegen läßt, so wird das Ende der Röhre an der Peripherie der Trommel, und ein Seil an dem Bloke der Achse befestigt, das über eine Rolle läuft, und mit einem Gewichte an seinem untersten Ende versehen ist: auf diese Weise windet sich die Röhre, so wie sie gegossen ist, um die Trommel. Auch an dem Hintertheile des Schrauben-Stämpels befindet sich eine Büchse, n, die mit kaltem Wasser gefüllt wird, um das Metall erstarren zu machen, und zu hindern, daß es zwischen den Schraubengängen durchschwizt. Auf diese Weise werden sehr gute Metall-Röhren leicht gegossen.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Tafeln


Orte
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: