Titel: Peck's Maschine die vom Wasser getrieben wird.
Autor: Peck, Elisha
Fundstelle: 1823, Band 11, Nr. XXVIII. (S. 191–193)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj011/ar011028

XXVIII. Eine Maschine, die vom Wasser getrieben wird, und Mühlen oder andere Maschinen auch Pumpen, treiben kann, und worauf Elisha Peck, Kaufmann zu Liverpool, Lancashire, den 22. Febr. 1822 sich ein Patent geben ließ.

Aus dem London Journal of Arts et Sciences, N. 25. S. 20.

Mit Abbildungen auf Tab. V.

Diese Maschine ist ein Wasserrad mit beweglichen Schaufeln, |192| welches ganz unter das Wasser versenkt wird, und dessen Achse entweder horizontal oder vertical gestellt seyn kann. oder unter jedem beliebigen Winkel mit der Oberfläche des Wassers. Fig. 16. Tab. V. zeigt dieses Rad in einer senkrechten Stellung; Fig. 7. in einer horizontalen. Fig. 18 ist ein Durchschnitt des Rades mit seinen Schaufeln und Ketten in derjenigen Lage, in welcher sie zu liegen kommen, wenn die Achse horizontal und das Rad in Thätigkeit ist, wie in Fig. 17. – a, b, c, d, e, f, g, h, sind Schaufeln aus dünnem Metall-Bleche, die sich um Zapfen drehen, welche durch die Arme des Rades laufen. Man begreift, daß diese Schaufeln, so wie das Rad sich dreht, durch ihre Schwere an jeder Seite des Rades umschlagen müßten, wären sie nicht durch Hemmketten aufgehalten. Diese Ketten sind an einem Ende an der Vorderkante der Schaufeln befestigt, an dem anderen Ende an der Hinterkante derselben unmittelbar vor derselben: sie beschränken die Wirkung der Schaufeln in der. Art, daß diese nie einen Winkel von mehr dann 135° mit den Armen, um welche sie sich drehen, bilden können, während sie übrigens die Centrifugal e Kraft dieser Schaufeln bei der Umdrehung des Rades durchaus nicht hindern „Man denke sich“ sagt der Patent-Träger „daß das Wasser, in welchem das Rad sich befindet, von o nach p läuft; so ist offenbar, daß die Strömung des Wassers auf die Schaufeln a und b in gerader Richtung wirken wird, während die Schaufeln c und g nur schief, und durchaus nicht so stark von dem Wasser werden angefahren werden; alle vier werden indessen streben, das Rad in der Richtung des Pfeiles zu drehen, und die Schaufeln d, e, f, und h, werden beinahe unthätig seyn.“

Auf diese Weise soll nun die Strömung des Wassers, in welches das Rad versenkt ist, stets seine Stoßkraft gegen jene vier Schaufeln äußern, welche, so wie das Rad sich dreht, in die Lage von a, b, c und g gerathen, während diejenigen, die hiedurch in die Richtung von d, e, f und h fallen, auf dem Wasser schwimmen, beinahe horizontal liegen, und auf der entgegengesezten Seite des Rades wenig oder gar keinen Widerstand leisten. Auf diese Weise wird die Strömung des Wassers auf die vier obengenannten Schaufeln mit bedeutender |193| Kraft drüken, und das Rad mit solcher Stärke umtreiben, daß es als Treibrad für irgend eine andere Maschine, wenn seine Achse auf die gewöhnliche Weise damit verbunden wird, dienen kann.

Wenn die Achse des Rades, wie in Fig. 16, senkrecht steht, so wird die Strömung des Wassers auf die breiten Flächen an einer Seite des Rades allein wirken, während die Schaufeln an der anderen Seite des Rades bei der Umdrehung desselben sich so stellen werden, daß sie dem Strome nur ihre Kanten darbiethen. Und so wird dieses Rad sich drehen, so lang die Strömung anhält, und in dieser Lage entweder ganz oder theilweise wirken, je nachdem die Ebbe und Fluth dasselbe mehr oder minder in dem Wasser versenkt. Dieselben Buchstaben bezeichnen in dieser Figur dieselben Schaufeln.

„Die Räder können von beliebiger Größe, aus was immer für einem Materiale verfertigt werden; ich ziehe aber gegossenes oder geschlagenes Eisen vor. Ein solches Rad ist, meines Wissens, neu, und ich nehme hierauf die Reckte eines Privilegiums für mich in Anspruch.“

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