Titel: Ventilirung geschlossener Kutschen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1823, Band 11, Nr. XIV ./Miszelle 17 (S. 120–121)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj011/mi011014_17

Ventilirung geschlossener Kutschen.

Hierauf ließ Esq. Joh. Friedr. Archbold in London, Sergeant's Jun, Fleet-Street, im December 1821 sich ein Patent ertheilen, welches im London Journal of Arts N. 14. S. 304 im Auszuge mitgetheilt ist. Die Nothwendigkeit der Ventilirung geschlossener, mit Menschen überhäufter Kutschen, vorzüglich bei heissem Wetter, ist, leider! so allgemein gefühlt, daß der Hr. Patent-Träger sich die Dissertation hierüber im Eingange seines Patentes hätte ersparen können. Seine Methode ist folgende. Er schlägt vor, Röhren anzubringen, die sich innenwendig in der Kutsche öffnen, und diese Röhren oben an dem Dekel entweder in die gewöhnlichen oder eigens dazu angebrachten Lampen zu leiten, wo dann das äußere Ende der Röhren erhizt, die Luft in denselben verdünnt, und ein Zug entstehen wird, der die verdorbene erhizte Luft in dem Wagen aus demselben hinausführt. Um an die Stelle der hinausgejagten verdorbenen Luft frische Luft in den |121| Wagen zuzuführen, sind andere Leitungs-Röhren angebracht, welche flach sind, und unter der Ausfütterung des Wagens verborgen liegen. Das äußere Ende derselben ist mit den gewöhnlichen Ventilatoren versehen, welche entweder an der Seite, oben oder unten, vorwärts oder rükwärts am Wagen angebracht sind: der Patentträger bestimmt weder Form noch Lage derselben, sondern beschränkt sich bloß auf die Anwendung dieser Röhren, wie es scheint ganz nach Tyer's Grundsäzen, dessen Ventilirung der Hospitäler, Schiffe, Bergwerke etc. so vortreffliche Dienste leistet. (London Journal of Arts I. B. S. 61.)

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