Titel: Linton's verunglüktes Patent-Mobile-Perpetuum.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1823, Band 11, Nr. XIV ./Miszelle 19 (S. 121)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj011/mi011014_19

Linton's verunglüktes Patent-Mobile-Perpetuum.

Hr. Georg Linton, Maschinist in Gloucester-Street, Queen-Square, Middlesex, ließ sich am 22. Dec. 1821 ein Patent auf eine neue Maschine geben, welche andere Maschinen ohne Dampf, Wasser, Wind, Luft oder Feuer in ununterbrochene Bewegung sezen soll. (Polyt. Journal Bd. 7. S. 250). Dieses Patent ist im Februar-Hefte l. J. des London Journal of Arts et Sciences. S. 74. im Auszuge mitgetheilt, und durch eine Abbildung erläutert. Die Redaction dieses ehrenwerthen Journales bemerkte zwar schon S. 72. den Irrthum, in welchen der neueste Erfinder dieser so oft auf das Tapet gebrachten Maschine gefallen ist; da aber noch immer sich soviele Individuen von dieser verführerischen Idee tauschen lassen, so fand sie es der Mühe werth auch noch im März Hefte S. 148 die reine Unmöglichkeit des Gelingens einer solchen Maschine durch Rechnung und Figur zu beweisen. Ein Patent auf eine reine Unmöglichkeit nehmen, ist allenfalls noch verzeihlich; denn es geschieht durch Selbsttäuschung; eine reine Unmöglichkeit aber patentisiren, oder legitim erklären, und das große Staats-Siegel darunter druken, das heißt doch fürwahr das große Staats-Siegel selbst lächerlich machen.

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