Titel: Ueber Tutenag und Weiß-Kupfer der Chineser.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1823, Band 11, Nr. XIV ./Miszelle 5 (S. 115)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj011/mi011014_5

Ueber Tutenag und Weiß-Kupfer der Chineser.

Wir haben aus den Annals of Philosophy, Sept. 1822 S. 236, im polytechn. Journ. B. 9. S. 267. Dr. Fyfe's Analyse des Tutenag oder Weißkupfers aus China gegeben. Nun bemerkt Hr. Thompson im März-Hefte l. J. S. 237, daß Sir T. Dick Lauder, Baronet, F. R. S. E. in N. 15. des Edinburgh Journal zu Folge der Versicherungen eines seiner Freunde, der viele Jahre lang bei dem Handel zwischen China und Indien angestellt gewesen ist, erklärt: „daß die von Dr. Fyfe analysirte Substanz kein Tutenag, sondern Weißkupfer war, welche beide durchaus von einander verschieden sind“, und fährt dann fort:

„Die Chineser behalten das Weißkupfer für sich selbst und sind so eifersüchtig auf den Besiz desselben, daß die Ausfuhr dieser Composition bei ihnen als Contraband erklärt ist. Dessen ungeachtet werden jedoch bedeutende Quantitäten von solchem Weißkupfer aus dem Lande geschwärzt, und nach Indien eingeführt, indem man den Hindus, die sich daraus Gefäße zum Hausgebrauche verfertigen, ein großes Geschenk damit machen kann. Tutenag hingegen ist ein sehr bedeutender Handels-Artikel zwischen China und Indien. Es wird, wie mein Freund sagt, aus China in kleinen vieretigen Stüken (slabs) ausgeführt, deren er mehrere Tausende kaufte und verkaufte: diese Stüke sind ungefähr 8-9 Zoll lang, 5 1/2 Zoll breit, und ungefähr 5/8 Zoll dik. Es ist graulich von Farbe, nicht hämmerbar, und so brüchig, daß man selbst beim Einschiffen Acht geben muß, es nicht zu zerbrechen, indem kein Stük an das andere schlagen darf. Auf dem Bruche schimmert es, wie schlechtes Eisen; die Kristallisation (wenn man diesen Ausdruk brauchen darf) (wir Deutsche sagen das Korn. Ueb.) ist aber größer. Es klingt nicht, sondern gibt einen schweren, klappernden Ton. Die Hindus brauchen es als Zusaz zum Kupfer, um daraus Messing zu ihrem Hausgebrauche zu verfertigen.“

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