Titel: Ueber Bronziren der Gips-Abgüsse, Bildhauer-Arbeit aus Holz. etc.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1823, Band 11, Nr. XXXIX./Miszelle 12 (S. 249)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj011/mi011039_12

Ueber Bronziren der Gips-Abgüsse, Bildhauer-Arbeit aus Holz. etc.

Um den Gips-Abgüssen und der Bildhauer-Arbeit aus Holz etc. das Ansehen von altem antiken Bronze zu geben, reibt man in einer schwachen Stärk-Auflösung Berlinerblau, Lampenschwarz und gelben Ocher, und trägt diese Farbe mit einem Haar-Pinsel auf die zu bronzirende Oberfläche auf, und noch ehe diese Farbe darauf troken wird, taucht man die Spize eines anderen befeuchteten Haarpinsels in Musiv-Gold, und trägt etwas weniges von demselben auf alle, hervorspringenden Theile des zu bronzirenden Gegenstandes auf, um auf diese Weise diejenige Wirkung nachzuahmen, welche an den alten Abgüssen von Erz die Reibung hervorgebracht hat. Die lebhafte Farbe des Musiv-Goldes muß aber etwas gebrochen werden, damit es desto natürlicher aussieht. Wenn man in Oel bronziren will, so reibt man englisch Braunroth (Englisch brown red) mit Leinöl ab, dekt den zu bronzirenden Gegenstand zweimal damit, und läßt jedesmal die Farbe gehörig troknen. Wenn die zweite Deke vollkommen troken geworden ist, überzieht man sie mit einem Bronze-Firnisse, der in einer Auflösung von Gummi-Lak in Weingeist besteht, taucht den Pinsel, mit welchem man den Firniß auftrug, auf die oben angegebene Weise in Musiv-Gold, und trägt dasselbe, wie bei der Wasser-Bronzirung auf. Eine solche Bronzirung widersteht der Einwirkung des Regens etc. P. (Aus dem Dictionaire Technologique in Gill's techn. Repos. Mai 1823. S. 320.)

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