Titel: Grünes Feuer.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1823, Band 11, Nr. XXXIX./Miszelle 32 (S. 255–256)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj011/mi011039_32

Grünes Feuer.

Wenn man folgende Mischung unter einem Reflector verbrennt, so verbreitet sich ein wunderschönes grünes Licht über die Gegenstände umher, welches bisher noch immer ein Desideratum in der Pyrotechnik geblieben ist. Man nimmt:

13 Theile Schwefelblumen,

77 Theile salpetersaure Schwererde,

5 Theile oxigenirt kochsalzsaure Pottasche,

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2 Theile metallischen Arsenik,

3 Theile Holzkohle.

Die salpetersaure Schwererde muß gehörig getroknet und gepulvert, und dann mit den übrigen Ingredienzen, die alle fein gepülvert seyn müssen, gemengt und solang abgerieben werden, bis sie alle gehörig unter einander gemischt sind. Um die Verbrennung langsamer zu machen, kann man etwas Gallmey zusezen. Diese Composition läßt sich auch für Feuerwerke benüzen. (Aus dem Journal of Science. XIV. B. S. 232.) im Edinburgh philosophical Journal. N. 15. S. 187114)

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Wir müssen für unsere Leser bemerken, daß diese Mischung nicht ohne Gefahr ist, einmal wegen des Arsenikes, dessen Dämpfe der Gesundheit höchst gefährlich sind, und dann wegen der oxigenirt kochsalzsauren Pottasche, die kaum das gelindeste Reiben oder Drüken vorträgt. A. d. Ueb.

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