Titel: Fernere Beobachtungen des Hrn. Präsidenten Th. Edw. Knight, Esq. etc. über die Kultur der Ananas.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1823, Band 11, Nr. XXXIX./Miszelle 47 (S. 259–260)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj011/mi011039_47

Fernere Beobachtungen des Hrn. Präsidenten Th. Edw. Knight, Esq. etc. über die Kultur der Ananas.

Die Ananas, über welche der Hr. Präsident im IV. B. der Transactions. S. 543 (Gill's Repository II. B. S. 157, Polytechn. |260| Journal B. 11. S. 360.) seine Bemerkungen mittheilte, und die, obschon im Sommer und Herbste sehr kühl gehalten, so schnell wuchs, wuchs noch im Februar, obschon sie den ganzen Winter bloß in der Temperatur der Orangerie gehalten wurde, sehr rasch fort, und die ungewöhnlich große Frucht war, 6 Monate nach der Blüthe, noch grün. Die ersten Kenner versicherten keine schönere Frucht einer Ananas von dieser Sorte (Queen pine apple) jemals gesehen zu haben, und erwarteten die Reife derselben Ende Märzes oder Anfangs Aprils. Hr. Knight vermuthet, daß bei den Ananas es eben so seyn wird, wie bei allen andern Früchten, und vorzüglich bei den Melonen, daß sie desto schmakhafter werden, je langsamer sie reifen, indem eine Frucht, deren Reife durch höhere Wärme beschleunigt wird, und die folglich häufiges Begießen fodert, nie schmakhaft werden kann. Er meint, daß, wenn es möglich werden sollte, die Reife jener Ananas, die spät im Sommer oder frühe im Herbste blühen, zu verspäten, man auch noch den Vortheil haben würde, diese kostbaren Früchte schon frühe im Frühjahre oder Anfangs Sommers für die Tafel zu erhalten. Die Sorte, die man St. Vincent's-Ananas nennt, läßt sich am beßten, wo sie spät im Herbste blüht, den Winter über durch höbe Wärme unter weißem Glase (in einer Temperatur die über 80° Fahrenh. ist) treiben, und wird schmakhafter als jede andere getriebene Sorte. (Aus dem V. B. der Transactions of the London Horticultural-Society in Gill's technical Repertory N. S. 140.)

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