Titel: Beitrag zur Geschichte des metallischen Moar.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1823, Band 11, Nr. LIX./Miszelle 3 (S. 379)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj011/mi011059_3

Beitrag zur Geschichte des metallischen Moar.

„Im Journal de Pharmacie vom Jahre 1818 kommen 2 Aufsäze über den metallischen Moar vor, S. 25 und S. 268. In dem ersteren, von Hrn. Baget, scheint keine Pflanzensäure auf denselben versucht worden zu seyn. In dem zweiten sagt Hr. Herpin ausdrüklich, daß er vergebens mit Sauren Moar zu erhalten versuchte.“

„Man kochte neulich bei mir Kräutersuppe mit sehr viel Sauerampfer in einer Casterole von Eisenblech, deren Boden neu war. Als man die Suppe ausgoß, fand ich zu meinem Erstaunen den neuen Boden in den schönsten Moar verwandelt, den man jezt so sehr schäzt.“

„Ich bemerke dieß bloß im Gegensaze des oben erwähnten Aufsazes S. 268 zu beliebigem Gebrauche.“

Darüber bemerkt Hr. P. F. G. Boullay, daß, weit entfernt, daß er glaube, die Mineral-Säuren könnten allein diesen metallischen Moar erzeugen, er vielmehr meint, daß derselbe auch ohne Säuren entstehen kann. Er beruft sich auf seine und seines Collegen Planche Mulden von Eisenblech zum Troknen der Brustbeeren, die den schönsten metallischen Moar zeigen. „Wir können hier,“ sagt er, „durchaus keine Wirkung irgend einer Säure zulassen“ (die aber, wie der Uebersezer glaubt, doch in den Brustbeeren vorkommt); „sondern bloß Wirkung der Hize, die die Legirung des Metalles trennt, und die einzelne Krystallisirung eines der in dem weißen Eisenbleche enthaltenen Metalle veranläßt.“ (Auszug aus einem Schreiben des Hrn. Boullay an Hrn. Pesche im Journal de Pharmacie. März 1823. S. 110. 153)

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Ueber die Darstellung des Moar vergleiche man polyt. Journal. Bd. 5. S. 113. Bd. 10. S. 211. D.

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