Titel: Samuel Hall's Verfahren bei dem Reinigen und Bleichen der Stärke.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1823, Band 11, Nr. LIX./Miszelle 9 (S. 382–383)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj011/mi011059_9

Samuel Hall's Verfahren bei dem Reinigen und Bleichen der Stärke.

Hr. S. Hall ließ sich auf dieses Verfahren, wodurch er der Stärke den gelben Färbestoff entzieht, welcher die gestärkte Wäsche gelblich, und das Bläuen derselben nothwendig macht, dd. 21. Mai 1821 ein Patent ertheilen. Es besteht darin, daß er die Stärke, wenn sie bereits bis zur Kuchen-Bildung |383| fertig geworden ist, in Wasser zerläßt, und bis zur Rahmdike verdünnt; sodann auf jedes Pfund Stärke 1 Gallon (4 Litres) 157) Bleichflüssigkeit zusezt, welche aus 4 Loth Kalk-Chlorür (oxigenirt kochsalzsaurem Kalke) in 1 Gallon Wasser aufgelöst, besteht. Nachdem alles gehörig durchgerührt wurde, sezt man noch 4 Gallons Wasser zu, und laßt die Mischung ruhen, damit die unauflösbaren Theile zu Boden fallen können. Zu der hierauf abgeseihten Flüssigkeit sezt man auf jedes Pfund Stärke 4 Loth in 1 Gallon Wasser verdünnte Schwefelsäure, und rührt neuerdings, damit die Säure alle heterogenen Bestandtheile auflöst, und gießt in diese Auflösung auf jedes Pfund Stärke 4 Gallonen Wasser. Die Flüssigkeit wird nun eine hinlängliche Zeit über ruhig stehen gelassen, damit die auf diese Weise gereinigte und gebleichte Stärke sich zu, Boden sezen kann. Die niedergefallene Stärke wird mit einer hinlänglichen Menge Wassers zur Reinigung derselben von aller Chlorür und Säure ausgewaschen, und auf die gewöhnliche Weise geformt und getroknet. Solche Stärke soll ausserordentlich weiß und rein seyn, und die damit gestärkten Spizen- und Baumwollen-Stoffe sollen dadurch eine Weisse und einen Glanz erhalten, den die gewöhnliche Stärke denselben nie zu verschaffen vermag. (Bulletin de la Société d' Encouragement. N. 225. S. 70).

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3,264 Wien. Maß. A. d. Ueb.

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