Titel: Ueber Bereitung des Bisters.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1823, Band 11, Nr. LXXX./Miszelle 5 (S. 503–504)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj011/mi011080_5

Ueber Bereitung des Bisters.

Diese Farbe, deren man sich wie Tusche bedient, wird auf folgende Weise aus Holz-Ruß bereitet 211) . Man nimmt die härtesten Stüke, die am festesten am Schornsteine anhängen, pülvert sie, und treibt das Pulver durch ein feines Sieb. Dieses Pulver wirft man in reines Wasser, rührt es von Zeit zu Zeit mit einem gläsernen Spatel, läßt es sich sezen, und gießt endlich das Wasser ab 212) . Dieses Wasser löst alle fremdartigen Salze auf, und man kann diese Auflösung beschleunigen, wenn man den Ruß in einem irdenen glasirten Topfe über Feuer stellt. Wenn dann neu hinzu gegossenes Wasser kein Salzmehr auflöst, und die specifische Schwere desselben vollkommen unverändert |504| bleibt, bringt man den Bodensaz in ein langes enges Gefäß, rührt denselben mit dem Spatel, und läßt ihn einige Minuten lang ruhen, damit die gröberen Theile sich zu Boden sezen können. Die Flüssigkeit wird dann wieder in ein ähnliches Gefäß übergegossen, damit die gröberen, unbrauchbaren Theile sich sezen können, und diese Operation zwei bis dreimal wiederholt, bis man den feineren Theil, den Bister erhält, den man sich sezen läßt, von dem man das Wasser abgießt, und den man endlich mit Gummiwasser zur Farbe verbindet. (In Gill's technical Repository. Juni 1823. S. 417).

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Holzruß, in geschlossenen Gefäßen verkohlt, gibt schon eine sehr gute Schwärze. D.

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Mit diesem Wasser kann man dem Baumwollen-Gespinnste und Gewebe eine dauerhafte Nankingfarbe geben, D.

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