Titel: Jekyll's Verbesserungen an Dampfbädern.
Autor: Jekyll, John
Fundstelle: 1823, Band 12, Nr. VI. (S. 36–38)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj012/ar012006

VI. Verbesserungen an Dampfbädern, um dieselben leichter tragbar und bequemer als die gegenwärtigen zu machen, worauf Joh. Jekyll, Capitän der k. Flotte zu Roundhill House in der Pfarre Winkanton, Sommersetshire, sich am 9. Nov. 1822 ein Patent geben ließ.

Aus dem London Journal of Arts and Science. Julius 1823. S. 16.

Mit Abbildungen auf Tab. III.

Der Redacteur dieses Journales bemerkt, daß dieses verbesserte Dampfbad jenem des Hrn. Gauntlett (Polytechn. Journal Band 10.) in jeder Hinsicht so sehr ähnlich ist, und nur in Kleinigkeiten so unbedeutend davon abweicht, daß er dieselbe vielmehr als eine sinnreiche Art dieselbe Sache dadurch |37| zu bewirken, daß man bloß die Lage verschiedener Theile des Apparates verändert, dann als eine eigene oder neue Erfindung betrachtet.“

Fig. 27. Taf. III. ist ein Durchschnitt eines Gefäßes, in welches durch eine bewegliche Röhre, von welcher ein Theil hier dargestellt ist, Dampf aus einem Kessel geleitet wird, der am Kamine, im Ofen, oder an irgend einem schleichen Orte geheizt werden kann, und aus dessen Dekel der Dampf durch eine Oeffnung ausfährt, und durch die bewegliche Röhre bei a in das Dampfgefäß geleitet wird. Nachdem der Dampf den unteren Theil des Dampfgefäßes b, erfüllte, steigt er durch einen Rost oder Doppelboden mit Löchern auf. In dem oberen Theile dieses Gefäßes, d, d, wird eine hinlängliche Menge Kräuter oder anderer riechenden Stoffe eingelegt, aus welchen der Dampf während seines Durchganges die flüchtigeren und wirksameren Bestandtheile auszieht.

Der Dampf entweicht durch den Raum zwischen dem Gefäße und seinem Dekel, e, e, welcher gehoben oder gesenkt werden kann. Der Dekel wird nämlich in seinem Mittelpunkte von einem Stifte, f, getragen, und steigt oder fällt mittelst der Schraube, die ihn umgibt. Die oberste Oberfläche des Dekels ist durch Halbmesser, welche aus dem Mittelpunkte ausfahren, in Grade getheilt und numerirt, wodurch die Weite der Oeffnung, durch welche der Dampf ausfährt, und auch die Menge des lezteren auf das genaueste regulirt werden kann. (?) An der Seite des Gefäßes befindet sich ein Hahn, g, an welchem eine biegsame Röhre angebracht ist, durch die der Dampf an jeden leidenden Theil des Körpers geleitet werden kann.

Der oben erwähnte Dampfkessel, ist mit einem Dekel umgeben, der mittelst 3 oder mehreren Knöpfen befestigt ist, so daß er leicht abgenommen werden kann. In einer Oeffnung oben an diesem Dekel wird die Dampfröhre aufgenommen, und daselbst befindet sich auch eine kegelförmige Klappe, durch welche der Dampf entweichen kann, wenn der Druk in dem Kessel zu groß wird. Auch in der Dampfröhre a befindet sich eine Klappe oder ein Sperrhahn, um nöthigen Falles, den Dampf |38| abzusperren, und diese Klappe ist eine flache Metall-Scheibe, die genau den innern Durchmesser der Röhre hat.

Bei dem Gebrauche dieser Maschine sizt der Kranke auf einem durchlöcherten Stuhle, unter welchem das Dampfgefäß angebracht ist8); der Kranke wird an jenem Theile, auf welchem der Dampf wirken muß, mit einer luftdichten Bekleidung bedekt, und diese durch Stüzen aufgehoben, so daß der leidende Theil der Einwirkung des Dampfes bloß gestellt wird, und die Hände dem Patienten frei bleiben, der, mittelst zweier Griffe, wovon der eine am Dekel, ee, der andere am Hahne, g, angebracht ist, den Zufluß des Dampfes nach Belieben regulieren kann.

Der Patentträger nimmt als sein Recht in Anspruch: 1tens die Regulirung des Zuflusses des Dampfes durch Hebung und Senkung des graduirten Dekels. 2tens den Seitenhahn, durch welchen der Dampf nach jedem einzelnen Theile des Körpers geleitet werden kann. 3tens den Rost, und die Anlage des oberen Theiles des Gefäßes zur Aufnahme der Kräuter. 4tens die bewegliche Röhre, die an dem Seitenhahne angebracht werden kann, um den Dampf nach Belieben zu leiten. 5tens die Befestigung des Dekels mittelst der Knöpfe. 6tens die sich drehende Scheibe oder Klappe um den Dampf abzusperren.

|38|

Dieß ist offenbar nachtheilig, wenn es dem Kranken nicht an jenen Theilen fehlt, die auf den durchlöcherten Stuhl zu sizen oder zu liegen kommen. A. d. Ueb.

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